erleben
Form & Grammatik
Verb- Stichwort
- erleben
- Worttrennung
- er·le·ben
- Präsens
- erlebt
- Präteritum
- erlebte
- Partizip II
- erlebt
- Hilfsverb
- haben
- Trennbarkeit
- nicht trennbar
- Ergänzungen
- etwas erleben (Akkusativ)
Die Stammformen lauten erleben – erlebte – hat erlebt. Das Verb ist schwach und untrennbar. Das Erlebte steht gewöhnlich im Akkusativ: einen Ausflug oder eine Veränderung erleben.
Erleben bedeutet, bei einem Geschehen selbst dabei zu sein oder etwas persönlich zu erfahren. Außerdem kann es heißen, zu einem späteren Zeitpunkt noch am Leben zu sein. Der Zusammenhang unterscheidet persönliches Miterleben von einer Aussage über die Lebenszeit.
Bedeutung und Verwendung
Erleben betont die Perspektive einer Person. Ein Konzert findet statt; eine Besucherin erlebt es als mitreißend. Dass mehrere Menschen dasselbe Ereignis erleben, bedeutet nicht, dass sie es gleich wahrnehmen oder später gleich beschreiben.
In Sie hat die Eröffnung noch erlebt steht dagegen die zeitliche Reichweite des Lebens im Vordergrund. Die Formulierung muss nicht bedeuten, dass die Person am Eröffnungstag selbst vor Ort war. Diese Lesart sollte von unmittelbarer Teilnahme unterschieden werden.
Synonyme im Gebrauch
- Miterleben
- Betont, dass jemand beim Geschehen dabei ist und es wahrnimmt. Es ist enger als die Aussage, einen späteren Zeitpunkt noch erlebt zu haben.
- Erfahren
- Kann persönlich durchgemachte Behandlung meinen, aber auch bloß erhaltene Information. Von einem Konzert erfahren ist nicht dasselbe wie das Konzert erleben.
- Durchmachen
- Passt häufig zu belastenden Zeiten. Es enthält eine stärkere Vorstellung von Dauer und Anstrengung als das neutrale erleben.
Zwei eigene Satzpaare
Ausgangssatz: Lea erlebte die erste Aufführung aus der vordersten Reihe.
Alternative: Lea verfolgte die erste Aufführung aus der vordersten Reihe.
Verfolgte betont aufmerksames Wahrnehmen. Erlebte lässt die persönliche Wirkung stärker mitklingen, sagt aber noch nicht, ob Lea begeistert, gelangweilt oder überrascht war.
Ausgangssatz: Der Großvater erlebte die Fertigstellung des Hauses noch.
Alternative: Der Großvater war bei der Fertigstellung des Hauses noch am Leben.
Die Alternative erklärt die zeitliche Lesart. Sie behauptet keine Anwesenheit auf der Baustelle. Soll tatsächliche Teilnahme gemeint sein, muss dies durch weitere Angaben deutlich werden.
Grammatik und Schreibweise
Die Stammformen lauten erleben – erlebte – hat erlebt. Das Verb ist schwach und untrennbar. Das Erlebte steht gewöhnlich im Akkusativ: einen Ausflug oder eine Veränderung erleben.
Die Stammformen lauten erleben – erlebte – hat erlebt. Das Verb ist schwach und untrennbar. Das Erlebte steht gewöhnlich im Akkusativ: einen Ausflug oder eine Veränderung erleben.
Konjugation von erlebenPräsens, Präteritum und Konjunktiv
| Person | Präsens | Präteritum | Konjunktiv I | Konjunktiv II |
|---|---|---|---|---|
| ich | erlebe | erlebte | erlebe | erlebte |
| du | erlebst | erlebtest | erlebest | erlebtest |
| er/sie/es | erlebt | erlebte | erlebe | erlebte |
| wir | erleben | erlebten | erleben | erlebten |
| ihr | erlebt | erlebtet | erlebet | erlebtet |
| sie/Sie | erleben | erlebten | erleben | erlebten |
Als beschreibt die persönliche Einordnung: jemanden als hilfsbereit erleben. Das ist eine Wahrnehmung in bestimmten Situationen, kein Beweis für jede künftige Handlung.
Treffend formulieren
In einer Erlebniserzählung helfen ausgewählte Sinneseindrücke und Reaktionen. Eine bloße Ereignisliste zeigt noch wenig davon, wie die erzählende Person das Geschehen wahrnahm. Trenne dabei eigene Beobachtung von später erhaltenen Informationen, damit die Perspektive für die Leser nachvollziehbar bleibt.
