erlöschen
Form & Grammatik
Verb- Stichwort
- erlöschen
- Worttrennung
- er·lö·schen
- Präsens
- erlischt
- Präteritum
- erlosch
- Partizip II
- erloschen
- Hilfsverb
- sein
Die Stammformen heißen erlöschen – erlosch – ist erloschen. Im Präsens lautet die dritte Person es erlischt. Das Verb ist stark, untrennbar und bildet das Perfekt mit sein.
Erlöschen bedeutet, nicht länger zu brennen, zu leuchten oder wirksam zu sein. Eine Flamme kann erlöschen, ebenso ein Anspruch oder bildlich eine Hoffnung. Das Partizip lautet erloschen; es bezeichnet den eingetretenen Zustand und ist kein eigenes Verbgrundwort.
Bedeutung und Verwendung
Beim Licht oder Feuer steht das Ende einer sichtbaren Wirkung im Mittelpunkt. Das Verb beschreibt den Vorgang am Subjekt: Die Flamme erlischt. Wer die Flamme bewusst zum Ausgehen bringt, löscht sie. Diese Unterscheidung ist auch grammatisch wichtig.
Bei Rechten oder Mitgliedschaften meint erlöschen das Ende ihrer Wirksamkeit. Die genauen Voraussetzungen hängen vom jeweiligen Zusammenhang ab. Bildlich kann eine Hoffnung erlöschen, wenn sie nicht mehr besteht. Ein erloschener Vulkan ist wiederum eine fachliche Bezeichnung, deren Einordnung nicht aus einer kurzen Beobachtung allein folgt.
Synonyme im Gebrauch
- Ausgehen
- Die alltägliche Alternative für eine Flamme oder ein Licht. Das Wort hat weitere Bedeutungen und braucht daher ebenso einen klaren Kontext.
- Enden
- Passt zu einer Geltung oder Wirkung. Es ist allgemeiner und legt nicht das anschauliche Bild eines verlöschenden Lichts nahe.
- Verfallen
- Kann bei Ansprüchen oder Fristen nahe liegen, hat aber eigene fachliche Bedingungen. Bei konkreten Regelungen sollten beide Wörter nicht ohne Prüfung ausgetauscht werden.
Zwei eigene Satzpaare
Ausgangssatz: Nach dem letzten Windstoß erlosch die kleine Kerze.
Alternative: Nach dem letzten Windstoß ging die kleine Kerze aus.
Die Alternative klingt alltäglicher. Erlosch kann einen ruhigeren oder feierlicheren Erzählton erzeugen. Beide Sätze beschreiben das Ende der Flamme, nicht zwingend ein absichtliches Löschen.
Ausgangssatz: Mit der endgültigen Absage erlosch ihre Hoffnung auf eine Teilnahme.
Alternative: Mit der endgültigen Absage bestand ihre Hoffnung auf eine Teilnahme nicht mehr.
Die Umschreibung macht die übertragene Bedeutung deutlich. Der Ausgangssatz stellt Hoffnung wie ein Licht dar. Für eine Analyse ist interessant, ob weitere Lichtbilder im Text diese Vorstellung unterstützen.
Grammatik und Schreibweise
Die Stammformen heißen erlöschen – erlosch – ist erloschen. Im Präsens lautet die dritte Person es erlischt. Das Verb ist stark, untrennbar und bildet das Perfekt mit sein.
Die Stammformen heißen erlöschen – erlosch – ist erloschen. Im Präsens lautet die dritte Person es erlischt. Das Verb ist stark, untrennbar und bildet das Perfekt mit sein.
Konjugation von erlöschenPräsens, Präteritum und Konjunktiv
| Person | Präsens | Präteritum | Konjunktiv I | Konjunktiv II |
|---|---|---|---|---|
| ich | erlösche | erlosch | erlösche | erlösche |
| du | erlischst / erlischt | erloschst / erloscht | erlöschest | erlöschest / erlöschst |
| er/sie/es | erlischt | erlosch | erlösche | erlösche |
| wir | erlöschen | erloschen | erlöschen | erlöschen |
| ihr | erlöscht | erloscht | erlöschet | erlöschet / erlöscht |
| sie/Sie | erlöschen | erloschen | erlöschen | erlöschen |
Erloschen wird auch adjektivisch gebraucht: eine erloschene Flamme. Die Form bezeichnet dann einen Zustand und erhält eine Endung. Wer die Grundform sucht, findet sie unter erlöschen; erloschen steht zum Beispiel in der Vergangenheitsform ist erloschen.
Treffend formulieren
Achte beim Schreiben auf Vorgang und Verursachung. Das Licht erlischt lässt die Ursache offen; jemand löscht das Licht nennt eine Handlung. Diese unterschiedliche Perspektive kann eine Szene verändern und sollte nicht allein aus Gründen sprachlicher Abwechslung vertauscht werden.
