fahren
Form & Grammatik
Verb- Stichwort
- fahren
- Worttrennung
- fah·ren
- Präsens
- sie fährt
- Präteritum
- fuhr
- Partizip II
- gefahren
- Hilfsverb
- sein bei Ortsveränderung; haben beim Führen oder Befördern mit Objekt, je nach Konstruktion
Das Verb ist unregelmäßig: fahren – fuhr – gefahren; im Präsens du fährst, sie fährt. Für eine Ortsveränderung steht gewöhnlich sein: Wir sind nach Hause gefahren. Beim transitiven Gebrauch ist haben möglich: Sie hat den Wagen gefahren. Auch bei einer Beförderung heißt es etwa Er hat uns zum Bahnhof gefahren. Die passende Konstruktion entscheidet über das Hilfsverb.
Fahren bedeutet sich mit einem Fahrzeug fortbewegen, ein Fahrzeug lenken oder jemanden damit befördern. Das Verb kann außerdem eine gleitende oder plötzliche Bewegung beschreiben.
Mitfahren ist nicht immer selbst lenken
„Ich fahre mit dem Bus zur Schule“ bezeichnet die Fortbewegung und sagt nicht, dass die sprechende Person den Bus lenkt. „Ich fahre heute den Kleinbus“ kann dagegen die Bedienung des Fahrzeugs meinen. Eine Ergänzung wie mit dem Bus, den Bus oder jemanden nach Hause klärt häufig, welche Rolle die Person übernimmt.
Fahren ist nicht auf Autos beschränkt. Man fährt auch Rad, mit dem Zug oder mit einem Schiff. Andere Verwendungen benötigen gar kein Fahrzeug: Eine Hand kann über eine raue Oberfläche fahren, jemand kann erschrocken vom Stuhl hochfahren. Im technischen Sprachgebrauch kann eine Anlage gefahren, also betrieben werden. Diese Bedeutungen müssen im jeweiligen Zusammenhang erklärt werden.
Synonyme im Gebrauch
Reisen beschreibt eine Ortsveränderung weiter und legt kein bestimmtes Verkehrsmittel fest. Lenken und Steuern betonen die Kontrolle über ein Fahrzeug. Befördern richtet den Blick auf mitgenommene Menschen oder Güter. Bei einer Handbewegung kann streichen passen. Rasen ist dagegen stärker wertend und behauptet hohe Geschwindigkeit; es ist kein neutraler Ersatz für fahren.
„Mara fährt mit dem Zug an die Küste.“
„Mara reist mit dem Zug an die Küste.“
Beide Sätze können denselben Weg meinen. Reisen betont stärker die Reise als Ganzes. Die Zugfahrt kann darin nur ein Abschnitt sein. Keine der Formulierungen macht Mara zur Lokführerin.
„Er fährt mit der Hand über den Stoff.“
„Er streicht mit der Hand über den Stoff.“
Streichen passt zur gleitenden Bewegung über eine Oberfläche. Die Alternative lenken wäre hier unverständlich, obwohl sie bei einem Auto eine passende Bedeutung von fahren wiedergeben kann.
Fährt, fuhr, gefahren
Das Verb ist unregelmäßig: fahren – fuhr – gefahren; im Präsens du fährst, sie fährt. Für eine Ortsveränderung steht gewöhnlich sein: Wir sind nach Hause gefahren. Beim transitiven Gebrauch ist haben möglich: Sie hat den Wagen gefahren. Auch bei einer Beförderung heißt es etwa Er hat uns zum Bahnhof gefahren. Die passende Konstruktion entscheidet über das Hilfsverb.
Das Verb ist unregelmäßig: fahren – fuhr – gefahren; im Präsens du fährst, sie fährt. Für eine Ortsveränderung steht gewöhnlich sein: Wir sind nach Hause gefahren. Beim transitiven Gebrauch ist haben möglich: Sie hat den Wagen gefahren. Auch bei einer Beförderung heißt es etwa Er hat uns zum Bahnhof gefahren. Die passende Konstruktion entscheidet über das Hilfsverb.
Konjugation von fahrenPräsens, Präteritum und Konjunktiv
| Person | Präsens | Präteritum | Konjunktiv I | Konjunktiv II |
|---|---|---|---|---|
| ich | fahre | fuhr | fahre | führe |
| du | fährst | fuhrst | fahrest | führest / führst |
| er/sie/es | fährt | fuhr | fahre | führe |
| wir | fahren | fuhren | fahren | führen |
| ihr | fahrt | fuhrt | fahret | führet / führt |
| sie/Sie | fahren | fuhren | fahren | führen |
Eine Fahrt genau beschreiben
Ein Bericht wird klarer, wenn Fahrzeug, Strecke und Rolle erkennbar sind. „Sie fuhr nach Leipzig“ lässt das Verkehrsmittel offen. „Sie fuhr uns mit dem Kleinbus nach Leipzig“ benennt auch die beförderten Personen. Die Person am Steuer heißt Fahrerin oder Fahrer; bei einer Reise können weitere Personen lediglich mitfahren.
