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festkleben

Form & Grammatik

Verb
Stichwort
festkleben
Worttrennung
fest·kle·ben
Präsens
er/sie klebt fest
Präteritum
er/sie klebte fest
Partizip II
festgeklebt
Perfekt
hat das Schild festgeklebt / ist an der Fläche festgeklebt
Hilfsverb
haben beim Befestigen; sein beim Haften

Beim transitiven Befestigen steht im Perfekt haben: „Sie hat das Bild festgeklebt.“ Beim intransitiven Haften steht sein: „Das Blatt ist festgeklebt.“ Die Grundformen lauten klebt fest, klebte fest, festgeklebt.

Formen und Verwendung im Detail

festkleben: Festkleben bedeutet, etwas mit Klebstoff oder durch Haftung zu befestigen. Das Verb kann außerdem beschreiben, dass etwas selbst an einer Fläche haftet und sich nicht leicht löst.

Eine Handlung oder einen Zustand beschreiben

„Sie klebt das Schild fest“ beschreibt das Befestigen. „Das Schild klebt fest“ beschreibt dagegen, dass es an der Fläche haftet. Dieser Unterschied ist klein im Wortlaut, aber wichtig für die Rollen im Satz: Im zweiten Beispiel handelt das Schild nicht selbst.

Festkleben sagt nichts darüber, ob die Verbindung dauerhaft hält oder gewollt ist. Ein Etikett kann absichtlich befestigt sein, eine Verpackung dagegen ungewollt am Inhalt haften. Erst der Zusammenhang zeigt, ob das Haften als Erfolg oder als Problem erscheint.

Ankleben, befestigen oder haften?

AlternativePassender Zusammenhang
anklebenDie Befestigung an einer anderen Fläche.
befestigenOberbegriff, der auch Schrauben, Binden und andere Mittel umfasst.
haftenDer Zustand des Verbundenseins, ohne die ausführende Handlung.
festhängenWeiter gefasste Behinderung; nicht notwendig durch Klebstoff.

„Er klebt den Ausschnitt fest.“ – „Er befestigt den Ausschnitt.“

Befestigen lässt das Mittel offen. Vielleicht nutzt er Klammern oder Klebestreifen. Festkleben legt eine haftende Verbindung näher fest und ist deshalb keine neutrale Ersetzung für jede Befestigung.

„Das Papier ist festgeklebt.“ – „Jemand hat das Papier festgeklebt.“

Die erste Fassung beschreibt einen Zustand und kann auch ein unbeabsichtigtes Haften meinen. Die zweite nennt eine vorausgegangene Handlung. Der Hilfsverbwechsel zeigt somit einen Unterschied im Satzbau und im Blick auf das Geschehen.

Haben und sein nach dem Gebrauch

Beim transitiven Befestigen steht im Perfekt haben: „Sie hat das Bild festgeklebt.“ Beim intransitiven Haften steht sein: „Das Blatt ist festgeklebt.“ Die Grundformen lauten klebt fest, klebte fest, festgeklebt.

Beim transitiven Befestigen steht im Perfekt haben: „Sie hat das Bild festgeklebt.“ Beim intransitiven Haften steht sein: „Das Blatt ist festgeklebt.“ Die Grundformen lauten klebt fest, klebte fest, festgeklebt.

Konjugation von festklebenPräsens, Präteritum und Konjunktiv
Sechs Personen: Präsens, Präteritum, Konjunktiv I und Konjunktiv II. Die finiten Formen gelten für die im Text unterschiedenen Verwendungen; das Perfekthilfsverb richtet sich nach der Bedeutung.
PersonPräsensPräteritumKonjunktiv IKonjunktiv II
ichklebe festklebte festklebe festklebte fest
duklebst festklebtest festklebest festklebtest fest
er/sie/esklebt festklebte festklebe festklebte fest
wirkleben festklebten festkleben festklebten fest
ihrklebt festklebtet festklebet festklebtet fest
sie/Siekleben festklebten festkleben festklebten fest

In einer Anleitung hilft die Nennung von Gegenstand und Fläche: „Klebe den Streifen an der markierten Stelle fest.“ Die genauere Angabe verhindert, dass nur aus einem vorherigen Satz erraten werden muss, was befestigt werden soll. Wird dagegen nur das Haften beobachtet, sollte der Text keine unbekannte Person als Verursacher nennen.