fortlassen
Form & Grammatik
Verb- Stichwort
- fortlassen
- Worttrennung
- fort·las·sen
- Präsens
- lässt fort
- Präteritum
- ließ fort
- Partizip II
- fortgelassen
- Hilfsverb
- haben
- Trennbarkeit
- trennbar
- Gebrauch
- Sechs Personen mit den finiten Grundformen. Die getrennte Ergänzung steht im Hauptsatz hinter dem gebeugten Verb.
Fortlassen heißt, jemanden weggehen zu lassen oder etwas bei einer Darstellung, Auswahl oder Handlung auszulassen. Die beiden Bedeutungen unterscheiden sich danach, ob eine Person gehen darf oder ein Bestandteil fehlt.
Gehen lassen oder nicht aufnehmen
Eine Person fortzulassen bedeutet, ihr das Weggehen zu erlauben oder sie nicht länger zurückzuhalten. Die Entscheidung über das Gehen spielt dabei eine Rolle. Wer jemanden fortschickt, fordert den Aufbruch dagegen selbst; wer ihn fortlässt, muss ihn nicht dazu auffordern.
In einem Bericht kann man unwichtige Einzelheiten fortlassen. Dann werden sie nicht wiedergegeben. Ob das eine sinnvolle Kürzung oder eine problematische Auslassung ist, hängt davon ab, wie wichtig die fehlenden Angaben für das Verständnis sind. Das Wort selbst entscheidet diese Frage nicht.
Alternativen nach Bedeutung
| Alternative | Verwendung | Grenze |
|---|---|---|
| gehen lassen | eine Person darf aufbrechen | Erklärt die persönliche Bedeutung besonders deutlich. |
| weglassen | Angaben oder Bestandteile nicht übernehmen | Ist im heutigen Alltag oft die vertrautere Form. |
| ausklammern | einen Themenbereich bewusst nicht behandeln | Betont eine Abgrenzung; nicht jedes fehlende Wort ist ausgeklammert. |
„Die Leiterin ließ den erschöpften Helfer früher fort.“
„Die Leiterin erlaubte dem erschöpften Helfer, früher zu gehen.“
Die zweite Fassung benennt die Erlaubnis ausdrücklich. „Sie schickte ihn fort“ würde mehr behaupten: Dann ginge der Anstoß zum Gehen von ihr aus.
„In der Zusammenfassung ließ Amir die Nebengeschichte fort.“
„In der Zusammenfassung ließ Amir die Nebengeschichte weg.“
Die Aussage bleibt in diesem Zusammenhang erhalten. Nicht enthalten ist die Bewertung, ob die Nebengeschichte tatsächlich entbehrlich war; das muss am Ausgangstext geprüft werden.
Die unregelmäßigen Formen
Das trennbare Verb hat die Formen lässt fort, ließ fort und hat fortgelassen. Im Nebensatz heißt es „weil sie die Einzelheit fortlässt“. Bei zu wird fortzulassen geschrieben. Das Weggelassene beziehungsweise die betreffende Person kann als Akkusativobjekt stehen.
Konjugation von fortlassenPräsens, Präteritum und Konjunktiv
| Person | Präsens | Präteritum | Konjunktiv I | Konjunktiv II |
|---|---|---|---|---|
| ich | lasse fort | ließ fort | lasse fort | ließe fort |
| du | lässt fort | ließest fort | lassest fort | ließest fort |
| er / sie / es | lässt fort | ließ fort | lasse fort | ließe fort |
| wir | lassen fort | ließen fort | lassen fort | ließen fort |
| ihr | lasst fort | ließt fort | lasset fort | ließet fort |
| sie / Sie | lassen fort | ließen fort | lassen fort | ließen fort |
Kürzungen verständlich machen
Wer über eine Bearbeitung schreibt, sollte die Art der Auslassung beschreiben: „Zeitangaben wurden fortgelassen“ ist genauer als „Etwas fehlt“. Bei wichtigen Zitaten darf eine Kürzung außerdem nicht unbemerkt den Sinn verschieben.
