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gutmachen

Form & Grammatik

Verb
Stichwort
gutmachen
Worttrennung
gut·ma·chen
Präsens
macht gut
Präteritum
machte gut
Partizip II
gutgemacht
Perfekt
hat gutgemacht
Hilfsverb
haben
Infinitiv
gutmachen; gutzumachen
Trennbarkeit
Trennbar: macht gut.

Reflexiver Gebrauch: Grundverb nicht reflexiv; sich revanchieren nur als Umschreibung.

Gebrauch: Unrecht oder Fehler so weit wie möglich ausgleichen; auch Dank erwidern oder einen finanziellen Überschuss erzielen. Nicht mit eine Arbeit gut machen gleichsetzen.

Ergänzungen: einen Fehler/Schaden gutmachen (Akkusativ); etwas an jemandem gutmachen; einen Betrag gutmachen

Formen und Verwendung im Detail

Definition · kurz erklärt

Gutmachen bedeutet, einen Fehler oder ein Unrecht so gut wie möglich wieder in Ordnung zu bringen. Es kann außerdem ein dankbares Erwidern von Hilfe oder das Erzielen eines Überschusses bezeichnen. Der Zusammenhang entscheidet über die Bedeutung.

Bedeutungen

Bedeutung 1: Ein Unrecht oder einen Fehler ausgleichen

Die Folgen eines Fehlers oder einer schädigenden Handlung sollen möglichst in Ordnung gebracht werden. Nicht jeder Ausgleich kann das Geschehene vollständig rückgängig machen. Eine Absicht muss als solche benannt werden.

„Nela wollte das versäumte Helfen gutmachen und übernahm beim nächsten Termin zusätzliche Aufgaben.“

Wollte nennt ihre Absicht; die späteren Aufgaben sind ein konkreter Ausgleichsversuch. Die Bewertung der Betroffenen wird nicht vorweggenommen.

Bedeutung 2: Sich erkenntlich zeigen

Eine erfahrene Hilfe wird durch eine eigene hilfreiche oder freundliche Handlung erwidert. Hier muss kein vorangegangenes Unrecht vorliegen. Die Formulierung kann den Wunsch ausdrücken, etwas zurückzugeben.

„Für die vielen Fahrdienste wollte Lio sich bedanken und fragte, wie er das gutmachen könne.“

Die erwiderte Hilfe steht im Vordergrund. Es wird keine Schuld aufgrund eines Fehlverhaltens behauptet.

Bedeutung 3: Einen Überschuss erzielen

Bei einem Geschäft kann gutmachen einen erzielten finanziellen Überschuss nennen. Ein zusätzlicher Betrag kann das Ergebnis genauer bestimmen.

„Beim Verkauf der übrig gebliebenen Materialien hat die Gruppe nach Abzug ihrer Ausgaben zwanzig Euro gutgemacht.“

Zwanzig Euro sind im Beispiel der Überschuss, nicht der gesamte Verkaufserlös. Das Verb betrifft hier keinen moralischen Ausgleich.

gutmachen: Synonyme und andere Wörter

Beim Ausgleich eines Fehlers

ausgleichen · in Ordnung bringen

Ausgleichen ist eine nahe Alternative. In Ordnung bringen erklärt das Ziel allgemeiner. Vollständig ungeschehen machen wäre stärker und ist nicht bei jedem Fehler möglich.

„Nela will das Versäumnis gutmachen.“ → „Nela will das Versäumnis ausgleichen.“

Beide Sätze nennen eine Absicht. Der Erfolg ist damit noch nicht berichtet.

Beim Dank

sich revanchieren · sich erkenntlich zeigen

Diese reflexiven Umschreibungen passen zum Erwidern erfahrener Hilfe. Sie machen aus gutmachen selbst kein reflexives Verb.

„Lio möchte die Hilfe gutmachen.“ → „Lio möchte sich für die Hilfe erkenntlich zeigen.“

Die dankbare Erwiderung bleibt erhalten. Ein früheres Unrecht wird nicht hinzugefügt.

Beispiele und Verwendung

Zusammen- und Getrenntschreibung auseinanderhalten

„Sie hat den Fehler gutgemacht; sie hat die Arbeit gut gemacht.“

Gutgemacht gehört zum Ausgleichsverb. Gut gemacht kann dagegen die gute Qualität einer ausgeführten Arbeit beschreiben.

Den Betrag einordnen

„Die Gruppe nahm achtzig Euro ein und machte nach den Ausgaben zwanzig Euro gut.“

Einnahmen und Überschuss sind verschieden. Der Satz nennt ausdrücklich beide Größen.

Grammatik und Beugung

Gutmachen ist schwach und trennbar: macht gut – machte gut – hat gutgemacht. Der zu-Infinitiv heißt gutzumachen.

Der auszugleichende Fehler oder Schaden steht im Akkusativ. In etwas an jemandem gutmachen steht die betroffene Person nach an im Dativ.

Sich revanchieren und sich erkenntlich zeigen sind reflexive Umschreibungen, nicht die Grundkonstruktion von gutmachen.

Die einfachen Konjunktiv-I-Formen lauten unter anderem machest gut und machet gut. Das Partizip I ist gutmachend.

Indikativ – Präsens
Person Form
ich mache gut
du machst gut
er/sie/es macht gut
wir machen gut
ihr macht gut
sie machen gut
Indikativ – Präteritum
Person Form
ich machte gut
du machtest gut
er/sie/es machte gut
wir machten gut
ihr machtet gut
sie machten gut
Indikativ – Perfekt
Person Form
ich habe gutgemacht
du hast gutgemacht
er/sie/es hat gutgemacht
wir haben gutgemacht
ihr habt gutgemacht
sie haben gutgemacht
Indikativ – Plusquamperfekt
Person Form
ich hatte gutgemacht
du hattest gutgemacht
er/sie/es hatte gutgemacht
wir hatten gutgemacht
ihr hattet gutgemacht
sie hatten gutgemacht
Indikativ – Futur I
Person Form
ich werde gutmachen
du wirst gutmachen
er/sie/es wird gutmachen
wir werden gutmachen
ihr werdet gutmachen
sie werden gutmachen
Indikativ – Futur II
Person Form
ich werde gutgemacht haben
du wirst gutgemacht haben
er/sie/es wird gutgemacht haben
wir werden gutgemacht haben
ihr werdet gutgemacht haben
sie werden gutgemacht haben
Konjunktiv I – Präsens
Person Form
ich mache gut
du machest gut
er/sie/es mache gut
wir machen gut
ihr machet gut
sie machen gut
Konjunktiv I – Perfekt
Person Form
ich habe gutgemacht
du habest gutgemacht
er/sie/es habe gutgemacht
wir haben gutgemacht
ihr habet gutgemacht
sie haben gutgemacht
Konjunktiv I – Futur I
Person Form
ich werde gutmachen
du werdest gutmachen
er/sie/es werde gutmachen
wir werden gutmachen
ihr werdet gutmachen
sie werden gutmachen
Konjunktiv I – Futur II
Person Form
ich werde gutgemacht haben
du werdest gutgemacht haben
er/sie/es werde gutgemacht haben
wir werden gutgemacht haben
ihr werdet gutgemacht haben
sie werden gutgemacht haben
Konjunktiv II – Präteritum
Person Form
ich machte gut
du machtest gut
er/sie/es machte gut
wir machten gut
ihr machtet gut
sie machten gut
Konjunktiv II – Plusquamperfekt
Person Form
ich hätte gutgemacht
du hättest gutgemacht
er/sie/es hätte gutgemacht
wir hätten gutgemacht
ihr hättet gutgemacht
sie hätten gutgemacht
Konjunktiv II – Futur I
Person Form
ich würde gutmachen
du würdest gutmachen
er/sie/es würde gutmachen
wir würden gutmachen
ihr würdet gutmachen
sie würden gutmachen
Konjunktiv II – Futur II
Person Form
ich würde gutgemacht haben
du würdest gutgemacht haben
er/sie/es würde gutgemacht haben
wir würden gutgemacht haben
ihr würdet gutgemacht haben
sie würden gutgemacht haben
Imperativ
Person Form
2. Person Singular [du] mach gut, mache gut!
2. Person Plural [ihr] macht gut!
Infinite Formen
Form Schreibung
Infinitiv mit zu gutzumachen
Partizip I gutmachend
Partizip II gutgemacht