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herabblicken

Form & Grammatik

Verb
Stichwort
herabblicken
Worttrennung
he·rab·bli·cken
Präsens
blickt herab
Präteritum
blickte herab
Partizip II
herabgeblickt
Hilfsverb
haben
Trennbarkeit
trennbar
Ergänzungen
auf jemanden oder etwas herabblicken (auf + Akkusativ)

Das Verb ist trennbar: „Er blickt herab“, aber „weil er herabblickt“. Das Perfekt lautet „hat herabgeblickt“. Häufig folgt „auf“ mit Akkusativ. Die Ergänzung und der Zusammenhang zeigen, ob ein Ort betrachtet oder eine Person abgewertet wird. Für eine genaue Erklärung sollten Blickrichtung, Handlung und vermutete Einstellung nicht unbemerkt gleichgesetzt werden. Eine aufrechtere Körperhaltung allein belegt ebenfalls keine Überheblichkeit.

Formen und Verwendung im Detail

herabblicken: Herabblicken bedeutet wörtlich, von einer höheren Stelle nach unten zu schauen. Übertragen bezeichnet es eine geringschätzige Haltung: Jemand betrachtet andere so, als stünde er über ihnen. Die räumliche Richtung und die soziale Abwertung sind zu unterscheiden.

Bedeutung und Gebrauch

Wer vom Balkon auf eine Straße herabblickt, muss die Menschen dort nicht verachten. Im Satz „Sie blickt auf seine Arbeit herab“ ist dagegen meist eine negative Bewertung gemeint. Die Übertragung nutzt Höhe als Bild für angenommene Überlegenheit. In einer Analyse sollte gezeigt werden, woran sich die Geringschätzung erkennen lässt, etwa an abwertenden Bemerkungen oder demonstrativem Nichtbeachten. Ein tatsächlicher Höhenunterschied allein ist kein Beweis für Hochmut.

Synonyme im Gebrauch

AlternativeWann sie passt – und was sich ändert
hinuntersehenPasst häufig zur räumlichen Blickrichtung. Eine abwertende Haltung ist damit nicht zwingend gemeint.
geringschätzenErläutert den übertragenen Sinn. Das Wort benennt eine Bewertung, nicht eine beobachtbare Bewegung der Augen.
verachtenIst meist stärker und kann eine umfassende Ablehnung ausdrücken. Nicht jedes Herabblicken erreicht diese Intensität.

Beispiele im Vergleich

Räumlich beschreiben

„Vom Turm blickte er auf den Markt herab.“ – „Vom Turm schaute er hinunter auf den Markt.“

Beide Fassungen beschreiben zunächst die Blickrichtung. Eine Überlegenheit gegenüber den Menschen auf dem Markt wäre eine zusätzliche Interpretation.

Eine Haltung erläutern

„Sie blickte auf die Anfänger herab.“ – „Sie hielt die Anfänger für weniger wert und nahm ihre Beiträge nicht ernst.“

Die zweite Fassung macht die Abwertung konkret. Sie ist nur passend, wenn der Zusammenhang sie tatsächlich trägt; bloße Fachkenntnis oder ein kritischer Hinweis reichen dafür nicht aus.

Grammatik und Verwendung

Das Verb ist trennbar: „Er blickt herab“, aber „weil er herabblickt“. Das Perfekt lautet „hat herabgeblickt“. Häufig folgt „auf“ mit Akkusativ. Die Ergänzung und der Zusammenhang zeigen, ob ein Ort betrachtet oder eine Person abgewertet wird. Für eine genaue Erklärung sollten Blickrichtung, Handlung und vermutete Einstellung nicht unbemerkt gleichgesetzt werden. Eine aufrechtere Körperhaltung allein belegt ebenfalls keine Überheblichkeit.

Das Verb ist trennbar: „Er blickt herab“, aber „weil er herabblickt“. Das Perfekt lautet „hat herabgeblickt“. Häufig folgt „auf“ mit Akkusativ. Die Ergänzung und der Zusammenhang zeigen, ob ein Ort betrachtet oder eine Person abgewertet wird. Für eine genaue Erklärung sollten Blickrichtung, Handlung und vermutete Einstellung nicht unbemerkt gleichgesetzt werden. Eine aufrechtere Körperhaltung allein belegt ebenfalls keine Überheblichkeit.

Konjugation von herabblickenPräsens, Präteritum und Konjunktiv
herabblicken: einfache Aktivformen im Hauptsatz
PersonPräsensPräteritumKonjunktiv IKonjunktiv II
ichblicke herabblickte herabblicke herabblickte herab
dublickst herabblicktest herabblickest herabblicktest herab
er/sie/esblickt herabblickte herabblicke herabblickte herab
wirblicken herabblickten herabblicken herabblickten herab
ihrblickt herabblicktet herabblicket herabblicktet herab
sie/Sieblicken herabblickten herabblicken herabblickten herab