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jungen

Form & Grammatik

Verb
Stichwort
jungen
Worttrennung
jun·gen
Präsens
das Tier jungt; die Tiere jungen
Präteritum
das Tier jungte; die Tiere jungten
Partizip II
gejungt
Perfekt
hat gejungt
Hilfsverb
haben
Infinitiv
jungen
Trennbarkeit
nicht trennbar

Selten; von Tieren. Im gewöhnlichen Gebrauch dritte Person, keine übliche Aufforderungsform. Nicht mit der Adjektivform jungen verwechseln.

Reflexiver Gebrauch: nicht reflexiv

Formen und Verwendung im Detail

Definition · kurz erklärt

Jungen ist ein seltenes Verb mit der Bedeutung Junge zur Welt bringen. Es wird von Tieren gebraucht, besonders von Haustieren. Im heutigen Alltag ist eine Umschreibung wie Junge bekommen oft verständlicher.

Bedeutungen

Das Verb bezeichnet den Geburtsvorgang bei einem Tier. In „Die Katze hat gejungt“ wird also eine Geburt mitgeteilt. Das Wort meint weder, dass die Katze selbst noch jung ist, noch dass sie allmählich jünger wird.

Die Schreibung jungen kann außerdem in ganz anderen grammatischen Zusammenhängen auftreten: In „die jungen Katzen“ ist jungen eine gebeugte Form des Adjektivs jung. In „die Jungen“ liegt dagegen ein großgeschriebenes Substantiv vor. Erst der Satzbau zeigt, welche Wortart gemeint ist.

Wegen seines seltenen Gebrauchs kann das Verb in einem allgemein verständlichen Text erklärungsbedürftig sein. In einem älteren Bericht oder einer Tierbeschreibung lässt es sich meist durch „Junge zur Welt bringen“ wiedergeben.

jungen: Synonyme und andere Wörter

Eine Geburt bei Tieren beschreiben

Junge bekommen · Junge zur Welt bringen · werfen

Junge bekommen und Junge zur Welt bringen sind unmittelbar verständliche Umschreibungen. Werfen ist ebenfalls ein Verb für das Gebären von Tieren, hat außerhalb dieses Zusammenhangs aber viele andere Bedeutungen.

„Das Tier hat in der Nacht gejungt.“ → „Das Tier hat in der Nacht Junge zur Welt gebracht.“ Die zweite Fassung erklärt das seltene Verb.

Den allgemeinen Vorgang benennen

gebären

Gebären ist der allgemeinere Ausdruck für das Zur-Welt-Bringen von Nachwuchs. Er lässt sich auch von Menschen verwenden; jungen ist im hier beschriebenen Gebrauch dagegen auf Tiere bezogen.

„Die Katze wird bald jungen.“ → „Die Katze wird bald Junge bekommen.“ Die zweite Formulierung wirkt im Alltag weniger ungewöhnlich.

Verwendung und Beispiele

„Die Hündin hatte bereits gejungt, als die Betreuung eintraf.“

Das Plusquamperfekt ordnet die Geburt zeitlich vor dem Eintreffen ein. Über den Gesundheitszustand der Tiere wird damit noch nichts gesagt.

„Im alten Bericht steht, dass die Tiere im Frühjahr jungen.“

Hier bezeichnet jungen eine Tätigkeit der Tiere. In „die jungen Tiere“ wäre dieselbe Buchstabenfolge dagegen ein Adjektiv und würde das Alter beschreiben.

Grammatik

Die Grundformen lauten jungt – jungte – hat gejungt. Jungen ist ein schwaches, nicht trennbares Verb; das Hilfsverb ist haben. Die Worttrennung lautet jun·gen.

Im gewöhnlichen Gebrauch spricht man über Tiere. Deshalb zeigt die Tabelle die passenden Formen der dritten Person: „das Tier jungt“ und „die Tiere jungen“. Eine schematische Reihe mit ich und du wäre für eine normale Tierbeschreibung wenig nützlich. Auch eine Aufforderung ist für diesen Geburtsvorgang keine übliche Verwendung.

Der Infinitiv mit zu lautet zu jungen, das Partizip I jungend. Das Verb wird ohne reflexives sich gebraucht.

jungen: Gebrauchsformen im Indikativ
Zeit oder Modus3. Person Singular3. Person Plural
Präsensjungtjungen
Präteritumjungtejungten
Perfekthat gejungthaben gejungt
Plusquamperfekthatte gejungthatten gejungt
Futur Iwird jungenwerden jungen
Futur IIwird gejungt habenwerden gejungt haben
jungen: Gebrauchsformen im Konjunktiv
Zeit oder Modus3. Person Singular3. Person Plural
Konjunktiv I, Gegenwartjungejungen
Konjunktiv I, Vergangenheithabe gejungthaben gejungt
Konjunktiv I, Futurwerde jungenwerden jungen
Konjunktiv II, einfache Formjungtejungten
Konjunktiv II, Vergangenheithätte gejungthätten gejungt
würde-Formwürde jungenwürden jungen