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mampfen

Form & Grammatik

Verb
Stichwort
mampfen
Worttrennung
mamp·fen
Präsens
er/sie/es mampft
Präteritum
er/sie/es mampfte
Partizip II
gemampft
Perfekt
hat gemampft
Hilfsverb
haben
Infinitiv
mampfen
Trennbarkeit
nicht trennbar

Reflexiver Gebrauch: nicht obligatorisch reflexiv

Gebrauch: Salopp; Essen mit anschaulichem Kau-Eindruck. Mit oder ohne Akkusativobjekt.

Formen und Verwendung im Detail

Definition · kurz erklärt

Mampfen ist ein saloppes Wort für Essen. Es lässt oft an genüssliches oder ausgiebiges Kauen mit vollem Mund denken. Je nach Ton kann es freundlich, scherzhaft oder wenig fein wirken.

Bedeutungen

Bedeutung 1: Anschaulich und umgangssprachlich essen

Mampfen beschreibt das Essen anschaulicher als das neutrale Verb essen. Der Klang und der alltägliche Gebrauch lenken die Aufmerksamkeit auf die sichtbare Tätigkeit des Kauens. In einer lockeren Erzählung kann dadurch eine gemütliche oder komische Szene entstehen.

Das Wort schreibt keine feste Geschwindigkeit vor. Wer mampft, muss sein Essen nicht hastig verschlingen. Ebenso wenig beweist die Bezeichnung eine bestimmte Menge: Erst eine Ergänzung erklärt, was und wie viel gegessen wird.

Für eine sachliche Beschreibung reicht häufig essen. Übernimmt ein Erzähler dagegen mampfen, kann diese Wortwahl etwas über seinen Ton verraten. Eine Person wirkt dadurch vielleicht kindlich, behaglich oder unfein; welche Wirkung tatsächlich entsteht, hängt von der Szene ab.

„Gemütlich auf der Bank sitzend mampfte er sein belegtes Brot.“

Die Szene beschreibt Essen und Kauen. Eine besondere Hast oder riesige Menge ist nicht mitgemeint.

mampfen: Synonyme und andere Wörter

Neutral über Essen sprechen

essen · kauen

Essen nennt den gesamten Vorgang. Kauen beschreibt nur die Bewegung des Zerkleinerns im Mund; man kann beispielsweise Kaugummi kauen, ohne ihn zu essen. Mampfen gibt dem Essen einen saloppen und anschaulichen Ton.

„Die Kinder mampften ihre Brote.“ → „Die Kinder aßen ihre Brote.“ Die zweite Fassung beschreibt den Vorgang ohne dieselbe lockere Färbung.

Die Art des Essens genauer benennen

schlemmen · schmausen · verschlingen

Schlemmen und schmausen betonen Genuss oder ein gutes Essen. Verschlingen hebt häufig Hast oder große Begierde hervor. Diese zusätzliche Bedeutung steckt nicht zwingend in mampfen.

„Er mampfte das Brötchen“ lässt die Geschwindigkeit offen. „Er verschlang das Brötchen in wenigen Augenblicken“ beschreibt ausdrücklich ein sehr schnelles Essen.

Beispiele und Verwendung

„Auf der Picknickdecke mampften die Kinder ihre Brote und sahen den Wolken zu.“

Die ruhige Umgebung lässt die Tätigkeit eher behaglich wirken. Von Hast oder schlechtem Benehmen ist hier nicht automatisch die Rede.

„Mit vollen Backen mampfte die Figur weiter, während die anderen bereits aufbrechen wollten.“

Der Gegensatz macht die Szene komisch und zeigt eine Verzögerung. Das Verhalten in dieser Situation beschreibt noch keine dauerhafte Eigenschaft.

„Im sachlichen Bericht ersetzte sie mampfen durch essen.“

Beide Verben können denselben Vorgang meinen. Die Änderung betrifft vor allem den Ton der Darstellung.

Grammatik und Beugung

Die Stammformen lauten mampft – mampfte – hat gemampft. Das schwache Verb wird mamp·fen getrennt. Im Präsens heißt es du mampfst und ihr mampft.

Das Verb kann ohne Objekt stehen: „Er mampft.“ Mit Akkusativobjekt nennt man das Gegessene: „Er mampft ein Brötchen.“ Die Aufforderung lautet mampf! oder mampfe!; an mehrere Personen gerichtet heißt sie mampft!.

mampfen: Indikativ: Gegenwart und einfache Vergangenheit
PersonPräsensPräteritum
ichich mampfeich mampfte
dudu mampfstdu mampftest
er/sie/eser/sie/es mampfter/sie/es mampfte
wirwir mampfenwir mampften
ihrihr mampftihr mampftet
siesie mampfensie mampften
mampfen: Indikativ: abgeschlossene Handlungen
PersonPerfektPlusquamperfekt
ichich habe gemampftich hatte gemampft
dudu hast gemampftdu hattest gemampft
er/sie/eser/sie/es hat gemampfter/sie/es hatte gemampft
wirwir haben gemampftwir hatten gemampft
ihrihr habt gemampftihr hattet gemampft
siesie haben gemampftsie hatten gemampft
mampfen: Indikativ: Zukunft und Vermutung
PersonFutur IFutur II
ichich werde mampfenich werde gemampft haben
dudu wirst mampfendu wirst gemampft haben
er/sie/eser/sie/es wird mampfener/sie/es wird gemampft haben
wirwir werden mampfenwir werden gemampft haben
ihrihr werdet mampfenihr werdet gemampft haben
siesie werden mampfensie werden gemampft haben
mampfen: Konjunktiv I: Gegenwart und Vergangenheit
PersonGegenwartVergangenheit
ichich mampfeich habe gemampft
dudu mampfestdu habest gemampft
er/sie/eser/sie/es mampfeer/sie/es habe gemampft
wirwir mampfenwir haben gemampft
ihrihr mampfetihr habet gemampft
siesie mampfensie haben gemampft
mampfen: Konjunktiv II: Gegenwart und Vergangenheit
PersonEinfache FormVergangenheit
ichich mampfteich hätte gemampft
dudu mampftestdu hättest gemampft
er/sie/eser/sie/es mampfteer/sie/es hätte gemampft
wirwir mampftenwir hätten gemampft
ihrihr mampftetihr hättet gemampft
siesie mampftensie hätten gemampft
mampfen: Aufforderungsformen
AnredeImperativ
dumampf! / mampfe!
ihrmampft!
Siemampfen Sie!

Wortwahl verändert den Ton

Vergleiche „Er aß schweigend“ und „Er mampfte schweigend“. Der erste Satz bleibt sachlicher; der zweite stellt die Tätigkeit stärker vor Augen. Für eine Erzählung kann dieser Unterschied erwünscht sein. Bei einer neutralen Zusammenfassung sollte die ursprüngliche Handlung erhalten bleiben, ohne eine zusätzliche Wertung einzuführen.