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meckern

Form & Grammatik

Verb
Stichwort
meckern
Worttrennung
me·ckern
Präsens
er/sie/es meckert
Präteritum
meckerte
Partizip II
gemeckert
Perfekt
hat gemeckert
Hilfsverb
haben

Gebrauch: Schwach, nicht trennbar. Bei menschlicher Kritik umgangssprachlich und oft abwertend; der Tierlaut ist damit nicht gemeint.

Ergänzungen: Über jemanden oder etwas meckern (Akkusativ); gegen etwas meckern. Meist ohne direktes Akkusativobjekt.

Formen und Verwendung im Detail

Definition · kurz erklärt

Meckern heißt umgangssprachlich, ärgerlich etwas auszusetzen zu haben. Wörtlich bezeichnet das Verb die Laute einer Ziege; es kann außerdem eine helle, stoßweise klingende menschliche Stimme beschreiben.

Bedeutungen

Bedeutung 1: Ärgerlich Kritik äußern

Wer meckert, äußert Unzufriedenheit oder findet etwas zu beanstanden. Das Wort bewertet dabei meist auch den Ton: Die Kritik wird als lästig, kleinlich oder dauernd wiederkehrend dargestellt. Daraus folgt nicht, dass sie sachlich falsch ist.

„Tom meckert über die neue Sitzordnung, statt seinen Einwand zu erklären.“

Der Satz kritisiert die Art, wie Tom seinen Ärger äußert. Ob die Sitzordnung tatsächlich unpraktisch ist, bleibt offen.

Bedeutung 2: Den Laut einer Ziege beschreiben

Bei Ziegen bezeichnet meckern ihren charakteristischen Laut. Diese Bedeutung beschreibt ein hörbares Tierverhalten. Eine menschliche Unzufriedenheit sollte man daraus nicht ohne weiteren Zusammenhang ableiten.

„Hinter dem Holzzaun meckert eine Ziege.“

Hier wird ein Tierlaut benannt. Sich beschweren wäre eine vermenschlichende Deutung und kein neutraler Ersatz.

Bedeutung 3: Hell und stoßweise lachen oder sprechen

Bei einer menschlichen Stimme kann meckern ihre helle, etwas blechern oder abgehackt klingende Art wiedergeben. In dieser Lesart muss die Person überhaupt keine Kritik äußern.

„Beim unerwarteten Schluss der Geschichte stößt er ein meckerndes Lachen aus.“

Das Partizip beschreibt den Klang des Lachens. Der Satz sagt nicht, dass er die Geschichte beanstandet.

Synonyme: andere Wörter für meckern

Unzufriedenheit und Einwände

nörgeln · motzen · sich beschweren · beanstanden

Nörgeln betont wiederholte kleinliche Kritik; motzen klingt oft gröber. Beanstanden richtet den Blick sachlicher auf einen behaupteten Mangel.

„Sie meckert über die fehlende Seitenzahl.“ – „Sie beanstandet die fehlende Seitenzahl.“ Der Gegenstand bleibt gleich, die zweite Fassung übernimmt aber nicht die abwertende Einschätzung ihres Tons.

Laut und Stimmklang

einen Ziegenlaut ausstoßen · hell und abgehackt lachen

Für die Tierbedeutung ist eine genaue Umschreibung häufig besser als ein vermeintliches Synonym. Lachen allein lässt den besonderen Klang weg.

„Er lacht meckernd.“ – „Er lacht hell und stoßweise.“ Die zweite Fassung beschreibt die hörbaren Eigenschaften, ohne den Vergleich mit dem Tierlaut zu verwenden.

Beispiele und Verwendung

Kritik nicht abwertend verkürzen

„Die Besucherin meckert über die gesperrte Rampe.“

Geht es tatsächlich darum, dass die Besucherin den Eingang mit ihrem Rollstuhl nicht erreicht, kann ein neutraler Bericht genau diesen Einwand nennen. Das erklärt das Problem, statt nur ihren Ton zu bewerten.

Zurückhaltendes Lob

„An diesem Entwurf gibt es nichts zu meckern.“

Die umgangssprachliche Verbindung bedeutet, dass man keine Einwände hat. Sie kann als Lob gemeint sein, ist aber zurückhaltender als Der Entwurf ist ausgezeichnet.

Grammatik und Beugung

Die Stammformen sind meckert – meckerte – hat gemeckert. Meckern ist nicht trennbar; der Infinitiv lautet mit zu entsprechend zu meckern.

Das Thema der Kritik kann mit über und Akkusativ folgen: über den Lärm meckern. Wer eine Sache beanstandet, verwendet dagegen ein direktes Akkusativobjekt: den Lärm beanstanden.

Neben ich meckere sind die gekürzten Formen ich mecker und ich meckre belegt. Die vollständige Form mit -ere ist beim Schreiben besonders leicht zu erkennen.

Indikativ: Präsens und Präteritum
PersonPräsensPräteritum
ichmecker / meckere / meckremeckerte
dumeckerstmeckertest
er/sie/esmeckertmeckerte
wirmeckernmeckerten
ihrmeckertmeckertet
sie/Siemeckernmeckerten
Indikativ: Perfekt und Plusquamperfekt
PersonPerfektPlusquamperfekt
ichhabe gemeckerthatte gemeckert
duhast gemeckerthattest gemeckert
er/sie/eshat gemeckerthatte gemeckert
wirhaben gemeckerthatten gemeckert
ihrhabt gemeckerthattet gemeckert
sie/Siehaben gemeckerthatten gemeckert
Indikativ: Futur I und Futur II
PersonFutur IFutur II
ichwerde meckernwerde gemeckert haben
duwirst meckernwirst gemeckert haben
er/sie/eswird meckernwird gemeckert haben
wirwerden meckernwerden gemeckert haben
ihrwerdet meckernwerdet gemeckert haben
sie/Siewerden meckernwerden gemeckert haben
Konjunktiv: einfache Formen
PersonKonjunktiv IKonjunktiv II
ichmeckere / meckremeckerte
dumeckerstmeckertest
er/sie/esmeckere / meckremeckerte
wirmeckernmeckerten
ihrmeckertmeckertet
sie/Siemeckernmeckerten
Konjunktiv: Vergangenheit
PersonKonjunktiv I: PerfektKonjunktiv II: Vergangenheit
ichhabe gemeckerthätte gemeckert
duhabest gemeckerthättest gemeckert
er/sie/eshabe gemeckerthätte gemeckert
wirhaben gemeckerthätten gemeckert
ihrhabet gemeckerthättet gemeckert
sie/Siehaben gemeckerthätten gemeckert
Konjunktiv: Verbindungen mit werden und würde
PersonKonjunktiv I: Futur Iwürde-Form
ichwerde meckernwürde meckern
duwerdest meckernwürdest meckern
er/sie/eswerde meckernwürde meckern
wirwerden meckernwürden meckern
ihrwerdet meckernwürdet meckern
sie/Siewerden meckernwürden meckern
Konjunktiv: zusammengesetzte Formen
PersonKonjunktiv I: Futur IIwürde-Form mit Partizip II
ichwerde gemeckert habenwürde gemeckert haben
duwerdest gemeckert habenwürdest gemeckert haben
er/sie/eswerde gemeckert habenwürde gemeckert haben
wirwerden gemeckert habenwürden gemeckert haben
ihrwerdet gemeckert habenwürdet gemeckert haben
sie/Siewerden gemeckert habenwürden gemeckert haben
Imperativ
FormWortform
dumecker! / meckere! / meckre!
ihrmeckert!
Siemeckern Sie!
Infinitiv und Partizipien
FormWortform
Infinitivmeckern
Infinitiv mit zuzu meckern
Infinitiv Perfektgemeckert haben
Partizip Imeckernd
Partizip IIgemeckert