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zuteilwerden

Form & Grammatik

Verb
Stichwort
zuteilwerden
Worttrennung
zu·teil·wer·den
Präsens
es wird zuteil
Präteritum
es wurde zuteil; auch ward zuteil
Partizip II
zuteilgeworden
Hilfsverb
sein
Trennbarkeit
trennbar

Gehoben. Sache oder Erfahrung als Subjekt; empfangende Person im Dativ. Üblicherweise dritte Person, kein Imperativ.

Formen und Verwendung im Detail

Definition · kurz erklärt

Zuteilwerden bedeutet in gehobener Sprache, jemandem gewährt oder auferlegt zu werden. Anerkennung kann einer Person zuteilwerden, aber auch eine schwere Erfahrung. Der Empfänger steht im Dativ.

Bedeutungen

Etwas gewährt oder auferlegt bekommen

Einer Person wird etwas zuteil, wenn sie es erhält oder erfahren muss. Das kann eine Begünstigung, Aufmerksamkeit oder ein schwieriges Los betreffen. Das Verb enthält daher nicht automatisch ein Lob.

Dem lange unbeachteten Bühnenentwurf wird in der Ausstellung endlich große Aufmerksamkeit zuteil.

Der Entwurf wird nun beachtet. Eine Auszeichnung oder Geldzahlung ist damit nicht behauptet.

Synonyme: andere Wörter für zuteilwerden

Beim Empfangen

erhalten · erfahren · gewährt werden

Erhalten klingt gewöhnlicher und rückt die Person als Subjekt in den Satz. Zuteilwerden ist gehoben und stellt die erhaltene Sache oder Erfahrung als Subjekt voran.

„Ihr wird Anerkennung zuteil“ lässt sich als „sie erhält Anerkennung“ erläutern. Der Fall und das Subjekt wechseln dabei.

Beim Zuwenden

jemandem etwas erweisen · zuteilwerden lassen

Erweisen passt etwa zu Respekt oder einer Gefälligkeit. Zuteilwerden lassen nennt jemanden, der die Zuwendung veranlasst. Nicht jede auferlegte schwere Erfahrung ist eine erwiesene Gefälligkeit.

„Die Gruppe lässt ihr Anerkennung zuteilwerden“ hebt die handelnde Gruppe hervor; „ihr wird Anerkennung zuteil“ stellt das Empfangen heraus.

Beispiele und Verwendung

Positives und Belastendes unterscheiden

Der Figur wird große Unterstützung zuteil, ihrer Schwester dagegen kaum Beachtung.

Die Ergänzungen bestimmen, was die beiden erfahren. Die gehobene Formulierung macht fehlende Beachtung nicht zu einer positiven Auszeichnung.

Subjekt und Empfänger bestimmen

Den beiden Gruppen werden unterschiedliche Aufgaben zuteil.

Die Aufgaben sind Subjekt und stehen in der Mehrzahl. Den beiden Gruppen ist ein Dativ und nicht der Grund für die Mehrzahl der Verbform.

Grammatik und Beugung

Das unregelmäßige, trennbare Verb lautet wird zuteil, wurde zuteil, ist zuteilgeworden. Im Präteritum ist auch ward zuteil möglich. Das Partizip heißt zuteilgeworden, nicht zuteilworden.

Die Trennung ist zu·teil·wer·den, der zu-Infinitiv zuteilzuwerden. In ihr wird Beachtung zuteil steht ihr im Dativ; Beachtung ist das Subjekt. Die passende dritte Person ist in der Tabelle vollständig dargestellt. Ein Imperativ gehört nicht zum hier erklärten gewöhnlichen Gebrauch.

Zuteilwerden: dritte Person Einzahl und Mehrzahl
Zeit oder ModusEinzahl: etwa die AufmerksamkeitMehrzahl: etwa die Ehren
Präsenswird zuteilwerden zuteil
Präteritumwurde zuteil / ward zuteilwurden zuteil
Perfektist zuteilgewordensind zuteilgeworden
Plusquamperfektwar zuteilgewordenwaren zuteilgeworden
Futur Iwird zuteilwerdenwerden zuteilwerden
Futur IIwird zuteilgeworden seinwerden zuteilgeworden sein
Konjunktiv I: Präsenswerde zuteilwerden zuteil
Konjunktiv I: Perfektsei zuteilgewordenseien zuteilgeworden
Konjunktiv I: Futur Iwerde zuteilwerdenwerden zuteilwerden
Konjunktiv I: Futur IIwerde zuteilgeworden seinwerden zuteilgeworden sein
Konjunktiv II: Präteritumwürde zuteilwürden zuteil
Konjunktiv II: Plusquamperfektwäre zuteilgewordenwären zuteilgeworden
Konjunktiv II: Futur Iwürde zuteilwerdenwürden zuteilwerden
Konjunktiv II: Futur IIwürde zuteilgeworden seinwürden zuteilgeworden sein