Meine Wörter

KSchG

Form & Grammatik

SubstantivAbkürzung
Lemma
KSchG
Wortart
Substantiv; Abkürzung gesetzlicher Namen, Neutrum Singular
Schreibung
Die Schreibweise lautet KSchG: K, S und G groß, die übrigen Buchstaben klein; Punkte stehen nicht zwischen den Buchstaben.
Worttrennung
Die feste Kurzform KSchG wird nicht silbisch getrennt.
Langform
Kündigungsschutzgesetz (Deutschland); Konsumentenschutzgesetz (Österreich)
Formen
das KSchG; des KSchG; dem KSchG; das KSchG
Gebrauch
KSchG ist mehrdeutig über Rechtsordnungen hinweg. Im deutschen Bundesrecht steht es für Kündigungsschutzgesetz, im österreichischen Bundesrecht für Konsumentenschutzgesetz. Das grammatische Geschlecht folgt in beiden Fällen dem Grundwort Gesetz.
Kürzelart
Kurzform zweier gesetzlicher Titel in unterschiedlichen Rechtsordnungen

Formen und Verwendung im Detail ↓

Definition · kurz erklärt

KSchG KSchG ist eine amtlich verwendete Kurzform von Gesetzestiteln. In Deutschland bezeichnet sie das Kündigungsschutzgesetz, in Österreich das Konsumentenschutzgesetz.

Bedeutungen

1 Kündigungsschutzgesetz in Deutschland

Im deutschen Bundesrecht steht KSchG für das Kündigungsschutzgesetz. Der Gesetzestitel begegnet vor allem in juristischen Verweisen, Fachtexten und Erläuterungen zum Schutz vor sozial ungerechtfertigten Kündigungen.

„Der deutsche Kommentar verweist auf § 1 KSchG.“

Der Satz ordnet die Abkürzung dem deutschen Gesetz zu. Er beantwortet nicht, ob eine konkrete Kündigung rechtmäßig ist oder welche Regel im Einzelfall gilt.

2 Konsumentenschutzgesetz in Österreich

Im österreichischen Bundesrecht bezeichnet KSchG das Konsumentenschutzgesetz. Es enthält Bestimmungen für Verträge zwischen Unternehmern und Verbrauchern. Der vollständige Titel unterscheidet sich vom deutschen Gesetz, obwohl dieselbe Kurzform verwendet wird.

„Der österreichische Vertragstext nennt das KSchG.“

Der Satz legt mit der Landesangabe die österreichische Bedeutung nahe. Ohne einen solchen Hinweis oder eine konkrete Fundstelle kann die Abkürzung mehrdeutig bleiben.

Zwei Gesetze, eine Kurzform

Das deutsche Kündigungsschutzgesetz und das österreichische Konsumentenschutzgesetz sind verschiedene Gesetze. KSchG ist deshalb nicht allein anhand der Buchstaben eindeutig auflösbar. Rechtsordnung, Themengebiet und Fundstelle müssen zum Text passen.

In beiden Langformen ist das Grundwort Gesetz sächlich. Die grammatische Form bleibt daher gleich: das KSchG, unabhängig davon, welches der beiden Gesetze gemeint ist. Ein allgemeiner Überblick über ein Gesetz ersetzt nicht die Prüfung des konkreten Titels.

Beispiele und Verwendung

„Der deutsche Schriftsatz führt eine Bestimmung des KSchG an.“

Der Satz zeigt, wie die Landesangabe das deutsche Gesetz vom österreichischen Konsumentenschutzgesetz unterscheidet.

„Der österreichische Text verweist auf das KSchG.“

Der Satz macht die Landesangabe zum entscheidenden Hinweis. Bei einer unklaren Fundstelle sollte der Gesetzestitel ausgeschrieben werden. Für den allgemeinen Begriff Kündigung gilt dieselbe Sorgfalt: Das Wort benennt einen Vorgang, nicht ein bestimmtes Gesetz.

Grammatik und Beugung

KSchG ist mehrdeutig über Rechtsordnungen hinweg. Im deutschen Bundesrecht steht es für Kündigungsschutzgesetz, im österreichischen Bundesrecht für Konsumentenschutzgesetz. Das grammatische Geschlecht folgt in beiden Fällen dem Grundwort Gesetz.

KSchG: Fälle im Singular
FallForm
Nominativdas KSchG
Genitivdes KSchG
Dativdem KSchG
Akkusativdas KSchG

Beide Langformen sind Gesetzestitel im Singular. Im üblichen juristischen Gebrauch wird das Kürzel nicht mit einer eigenen Pluralendung versehen; bei mehreren Gesetzen werden die Titel oder Rechtsordnungen genannt.

Zur Abkürzungssammlung