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akustisch

Form & Grammatik

AdjektivFremdwort
Lemma
akustisch
Wortart
Adjektiv
Worttrennung
akus·tisch
Steigerung
in der Grundbedeutung nicht steigerbar
Beugung
ein akustischer Hinweis; mit akustischen Signalen
Schreibung
akustisch und Akustik mit einem k im Wortinneren
Gebrauch
dem Schall oder Hören zugeordnet; laut und leise sind davon getrennte Eigenschaften

akustisch bedeutet, dass etwas den Schall, den Klang oder das Hören betrifft. Das Wort kann sich außerdem auf die Akustik als Fachgebiet beziehen.

Bedeutungen

Schall, Klang oder Hören betreffend

Ein akustisches Signal vermittelt eine Information durch Schall. Wer etwas akustisch wahrnimmt, hört es. Das Adjektiv sagt für sich allein nichts über Lautstärke, Wohlklang oder Störwirkung.

„Ein leiser Piepton gab das Ende der Aufnahme akustisch bekannt.“

Auch das leise Signal ist akustisch. Der Gegensatz wäre hier eine sichtbare Anzeige, nicht ein noch leiserer Ton.

Auf die Akustik als Fachgebiet bezogen

Akustisch kann eine Untersuchung, ein Modell oder eine Eigenschaft bezeichnen, die zur Beschäftigung mit Schall und seiner Ausbreitung gehört. In Räumen spielen dabei etwa Reflexion und Nachhall eine Rolle.

„Bei der akustischen Untersuchung des Saals wurde der Nachhall erfasst.“

Der Satz nennt eine Untersuchung der Schalleigenschaften. Eine Aussage über die bauliche Sicherheit oder die optische Wirkung wäre damit nicht verbunden.

akustisch: Synonyme und andere Wörter

Bei Klang und Hören

klanglich · auditiv

Klanglich passt besonders zur Beschaffenheit und Wirkung eines Klangs. Auditiv hebt die Aufnahme oder Verarbeitung über das Gehör hervor; akustisch kann außerdem die physikalische Seite des Schalls bezeichnen.

‚Die Aufnahme wurde akustisch überarbeitet.‘ → ‚Die Aufnahme wurde klanglich überarbeitet.‘ Geht es dagegen um Hörverarbeitung, kann auditiv der genauere Fachausdruck sein.

Beim Gegensatz zum Sehen

optisch · visuell

Diese Wörter bezeichnen den Bezug zum Sehen und sind hier Gegenbegriffe. Ein Vorgang kann gleichzeitig optisch und akustisch angezeigt werden.

‚Die Lampe blinkt, und zugleich ertönt ein Signal.‘ Die erste Anzeige ist optisch, die zweite akustisch.

Bei der Stärke eines Geräusches

laut · leise

Diese Adjektive benennen die Stärke beziehungsweise den Höreindruck. Sie ersetzen akustisch nicht, weil ein akustisches Signal laut oder leise sein kann.

‚Das Ende wird akustisch angezeigt.‘ sagt nicht dasselbe wie ‚Das Ende wird laut angezeigt.‘ Die erste Fassung benennt den Übertragungsweg, die zweite würde eine Lautstärke behaupten.

Beispiele und Verwendung

  • „Ein akustisches Signal kündigt das Ende der Aufnahme an.“ Die Information wird hörbar vermittelt. Über Tonhöhe und Lautstärke erfahren wir noch nichts.
  • „Die Ansage war akustisch kaum zu verstehen.“ Das Problem liegt beim Hören, etwa wegen Nebengeräuschen. Der Inhalt muss deshalb nicht sachlich schwierig gewesen sein.
  • „Die Gruppe untersucht die akustischen Eigenschaften des Saals.“ Gemeint sind Eigenschaften, die den Klang im Raum betreffen. Eine zusätzliche Beschreibung sollte erklären, was genau untersucht wird.

Grammatik und Beugung

Akustisch ist ein Adjektiv. Vor einem Nomen erhält es eine Endung: ein akustischer Hinweis, durch ein akustisches Signal. In akustisch wahrnehmen bleibt es als adverbial verwendetes Adjektiv ungebeugt. Das verwandte Nomen Akustik wird großgeschrieben.

Steigerung

In seiner Grundbedeutung ordnet das Wort etwas dem Schall oder Hören zu. Dafür ist eine Steigerung gewöhnlich nicht sinnvoll. Beschreibe besser das tatsächlich verglichene Merkmal: lauter, besser hörbar, klanglich ausgewogener. Eine akustisch bessere Lösung ist eine Lösung, die hinsichtlich des Klangs besser ist; gesteigert wird hier gut.

Beugung im Überblick

Die Tabellen zeigen die gebeugten Formen vor einem Nomen. Die passende Endung richtet sich nach Artikel, Fall, Geschlecht und Zahl. Die Pluralformen der gemischten Beugung stehen beispielsweise nach keine oder meine; ein hat keinen Plural.

Starke Beugung · ohne Artikel
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativakustischerakustischeakustischesakustische
Genitivakustischenakustischerakustischenakustischer
Dativakustischemakustischerakustischemakustischen
Akkusativakustischenakustischeakustischesakustische
Schwache Beugung · nach der, die, das
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativakustischeakustischeakustischeakustischen
Genitivakustischenakustischenakustischenakustischen
Dativakustischenakustischenakustischenakustischen
Akkusativakustischenakustischeakustischeakustischen
Gemischte Beugung · nach ein/eine, im Plural nach keine
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativakustischerakustischeakustischesakustischen
Genitivakustischenakustischenakustischenakustischen
Dativakustischenakustischenakustischenakustischen
Akkusativakustischenakustischeakustischesakustischen

Warum sich die Endungen ändern, erklärt der Überblick zu Adjektiven und ihrer Beugung.

Herkunft

Akustisch gehört zur Wortfamilie von Akustik. Die griechische Grundlage akoustikós bedeutet das Gehör betreffend. Im Deutschen wird das Adjektiv mit der Endung -isch verwendet. Der Herkunftsbezug zum Hören hilft beim Verständnis, legt aber noch keine bestimmte Lautstärke fest.

Akustisch oder akkustisch?

Richtig: akustisch, Akustik.
Falsch: akkustisch, Akkustik.
Beide Wörter werden mit nur einem k im Wortinneren geschrieben.

Eine Beobachtung genau wiedergeben

Erfundenes Beispiel: „Die Anzeige blinkte dreimal. Gleichzeitig ertönte ein kurzer, hoher Ton. Das Ende des Vorgangs wurde damit sowohl optisch als auch akustisch angezeigt.“

Der Absatz beginnt mit den wahrnehmbaren Einzelheiten und ordnet sie anschließend fachsprachlich ein. So verstehen Leser auch ohne Vorwissen, was akustisch bedeutet. Die Beschreibung behauptet nicht, dass die Anzeige für jede Person gleich gut wahrnehmbar ist; dafür wären weitere Angaben nötig.

Weitere passende Wörter findest du in der Adjektivliste mit Suche und Wortauswahl.

Akustisch nicht verstanden

Die Formulierung akustisch nicht verstanden grenzt das Hören vom inhaltlichen Verstehen ab.

„Ich habe den letzten Satz akustisch nicht verstanden; draußen fuhr gerade ein lauter Wagen vorbei.“

Die Bitte zielt hier auf eine Wiederholung. Wird ein deutlich gehörter Gedanke nicht nachvollzogen, ist inhaltlich nicht verstanden die passendere Erklärung.