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auditiv

Form & Grammatik

Adjektiv
Stichwort
auditiv
Worttrennung
au·di·tiv

Für die sachliche Zuordnung zum Hören wird auditiv gewöhnlich nicht gesteigert. Soll der Anteil gemeint sein, passen Formulierungen wie stärker auditiv ausgerichtet oder mit mehr Höraufgaben. So bleibt deutlich, was tatsächlich verglichen wird.

Formen und Verwendung im Detail

Auditiv: Das Hören oder die Wahrnehmung über das Ohr betreffend.

Über das Hören wahrnehmen

Auditiv beschreibt Vorgänge, Eindrücke oder Aufgaben, die mit dem Hören zusammenhängen. Eine auditive Information wird über Klänge, Geräusche oder gesprochene Sprache wahrgenommen. Eine Durchsage und ein gesprochener Dialog liefern beispielsweise auditive Informationen.

Der Ausdruck ist sachlich und wird besonders in fachlichen Zusammenhängen verwendet. Im Alltag sind hörbar, über das Hören oder zum Anhören oft verständlicher. Auditiv bedeutet nicht automatisch laut: Auch ein leises Geräusch kann auditiv wahrgenommen werden.

Eigene Beispiele erläutert

  • „Die Übung verbindet eine schriftliche Vorlage mit einem auditiven Beispiel.“ Ein Teil wird gelesen, der andere gehört. Damit sind zwei Zugänge zur Aufgabe benannt.
  • „Das Signal gibt eine auditive Rückmeldung.“ Die Rückmeldung wird durch einen Ton vermittelt. Welche Bedeutung dieser hat, muss aus der Anwendung hervorgehen.
  • „Bei der auditiven Aufgabe sollen zwei vorgespielte Rhythmen verglichen werden.“ Die Aufgabe erfordert Zuhören; sie ist kein allgemeines Urteil über die Fähigkeiten einer Person.

Auditiv, akustisch oder visuell?

akustisch
Kann Schall, Klang und deren Eigenschaften betreffen. Auditiv hebt besonders das Hören und die Wahrnehmung hervor. Im allgemeinen Gebrauch überschneiden sich die Wörter etwa bei Signalen.
visuell
Bezieht sich auf das Sehen. Ein blinkendes Licht vermittelt eine visuelle, ein Signalton eine auditive Information.
hörbar
Besagt, dass etwas gehört werden kann. Auditiv bezeichnet allgemeiner den Bezug zum Hören, beispielsweise auch bei einer Untersuchungsaufgabe.

Eine angebotene Hörfassung sollte nicht pauschal als überlegen für bestimmte Menschen beschrieben werden. Aus dem Wort auditiv folgt weder ein fester „Lerntyp“ noch die Aussage, dass jemand Inhalte ausschließlich über das Hören verstehen könne.

Grammatik und Schreibweise

Wortart: Adjektiv. Geschrieben wird auditiv mit abschließendem v. Vor einem Nomen erhält es die passende Endung: ein auditiver Eindruck, mit auditiven Signalen. Bei auditiv wahrnehmen bleibt die Grundform stehen.

Steigerung

Für die sachliche Zuordnung zum Hören wird auditiv gewöhnlich nicht gesteigert. Soll der Anteil gemeint sein, passen Formulierungen wie stärker auditiv ausgerichtet oder mit mehr Höraufgaben. So bleibt deutlich, was tatsächlich verglichen wird.

Beugung vor einem Nomen

Die Tabellen zeigen die Formen des hier erklärten Adjektivs. Die hervorgehobene Endung richtet sich nach Artikel, Fall, Geschlecht und Zahl des Nomens. Die Pluralspalte gilt für alle grammatischen Geschlechter. Bei der gemischten Beugung steht im Plural etwa keine oder meine; ein hat keinen Plural.

BeugungstabellenDie Formen nach Fall, Geschlecht und Artikel vergleichen.
auditiv: Starke Beugung – ohne Artikel
FallMaskulinum · SingularFemininum · SingularNeutrum · SingularPlural · alle Genera
Nominativauditiverauditiveauditivesauditive
Genitivauditivenauditiverauditivenauditiver
Dativauditivemauditiverauditivemauditiven
Akkusativauditivenauditiveauditivesauditive
auditiv: Schwache Beugung – nach der, die, das
FallMaskulinum · SingularFemininum · SingularNeutrum · SingularPlural · alle Genera
Nominativauditiveauditiveauditiveauditiven
Genitivauditivenauditivenauditivenauditiven
Dativauditivenauditivenauditivenauditiven
Akkusativauditivenauditiveauditiveauditiven
auditiv: Gemischte Beugung – nach ein/eine; Plural nach keine
FallMaskulinum · SingularFemininum · SingularNeutrum · SingularPlural · alle Genera
Nominativauditiverauditiveauditivesauditiven
Genitivauditivenauditivenauditivenauditiven
Dativauditivenauditivenauditivenauditiven
Akkusativauditivenauditiveauditivesauditiven

Höreindrücke in einer Erzählung erklären

Erfundene Szene: Eine Figur wartet nachts in einem fremden Haus. Die Passage erwähnt tropfendes Wasser, einen knackenden Balken und entfernte Schritte.

Die Beschreibung betont auditive Eindrücke. Die Geräusche machen Vorgänge bemerkbar, deren Ursache die Figur nicht vollständig sieht. Dadurch entsteht Unsicherheit. Das Knacken allein beweist jedoch noch keine Gefahr.

Eine schriftliche Erzählung lässt den Leser die Geräusche zunächst vorstellen; eine Hörfassung kann sie zusätzlich tatsächlich erklingen lassen. Wörter, die einen Klang nachahmen, gehören zur Lautmalerei. Nicht jede Beschreibung eines Geräusches ist schon lautmalerisch.

Weitere Wörter zum Beschreiben, Vergleichen und Auswählen findest du in der Adjektivliste.