Meine Wörter

analog

Form & Grammatik

Adjektiv · PräpositionFremdwort
Lemma
analog
Wortart
Adjektiv; daneben Präposition mit Dativ
Worttrennung
ana·log
Steigerung und Gebrauch
In den hier erklärten Einordnungen nicht gesteigert; analoger kann eine gebeugte Grundform sein.

analog: Analog bedeutet entsprechend oder in wichtigen Beziehungen ähnlich. In der Technik bezeichnet es eine kontinuierliche Darstellung oder Verarbeitung; im Alltag wird es auch für nicht digitale Arbeitsweisen verwendet.

Bedeutungen

In wesentlichen Beziehungen entsprechend

Zwei Fälle sind analog, wenn für einen bestimmten Vergleich wichtige Beziehungen übereinstimmen. Sie müssen nicht in jedem Einzelpunkt gleich sein. Wer ein Verfahren analog überträgt, sollte nennen, welche Gemeinsamkeit diese Übertragung trägt.

„Beide Projekte sind analog aufgebaut: Ein Team plant, ein zweites prüft das Ergebnis.“

Die Organisation ist vergleichbar. Über Größe, Dauer oder Schwierigkeit der Projekte sagt der Vergleich nichts aus.

Kontinuierlich statt digital

In technischen Zusammenhängen beschreibt analog eine Darstellung oder Verarbeitung mit kontinuierlichen Größen. Ein Zeiger kann etwa eine Veränderung fortlaufend abbilden. Das Wort bedeutet hier weder alt noch stromlos noch ohne Internet.

„Das analoge Messgerät stellt die Veränderung durch eine entsprechende Zeigerbewegung dar.“

Beschrieben wird die Darstellung der Messgröße. Die Stromversorgung oder die Verbindung zu einem Netzwerk ist eine andere Frage.

Im Alltag: nicht digital

Locker wird analog auch für Tätigkeiten mit greifbaren Gegenständen und ohne digitale Darstellung gebraucht. Diese alltagssprachliche Gegenüberstellung ist weiter als der technische Begriff.

„Die Klasse sammelt ihre Ideen zunächst analog auf Papier.“

Gemeint ist die Arbeitsweise mit Papier. Daraus folgt keine Behauptung über eine physikalische Signalverarbeitung.

analog: Synonyme und andere Wörter

Bei einem Vergleich

entsprechend · vergleichbar · ähnlich

Vergleichbar nennt eine Beziehung, identisch behauptet eine weitergehende Gleichheit. Ähnlich kann auch eine bloße äußere Ähnlichkeit betreffen, die für die gewünschte Schlussfolgerung nicht genügt.

Für den zweiten Fall gilt eine analoge Regel. → Für den zweiten Fall gilt eine entsprechende Regel.

Bei Arbeitsweisen

nicht digital · auf Papier

Auf Papier benennt ein konkretes Medium. Digital ist nur in den passenden technischen oder alltäglichen Lesarten ein Gegenbegriff: Zwei digitale Verfahren können einander durchaus analog, also entsprechend, aufgebaut sein.

Wir notieren die Ideen analog. → Wir notieren die Ideen auf Papier.

Beispiele und Verwendung

„Die zweite Untersuchung wurde analog zur ersten aufgebaut, verwendete aber andere Beispiele.“

Die Einschränkung zeigt, was gleich und was verschieden ist. Eine genaue Analogie erklärt ihre Grenzen. Für Argumentationen behandelt der vorhandene Beitrag das analogisierende Argument.

Grammatik und Beugung

Das Adjektiv wird gebeugt: ein analoger Fall. Nach sein steht die Grundform: Die Abläufe sind analog. In den erklärten Einordnungen wird es nicht gesteigert. Analoger in analoger Aufbau ist eine Beugungsform. Daneben wird analog als Präposition mit Dativ gebraucht: analog dem ersten Beispiel. In analog zu dem Beispiel verlangt zu den Dativ.

Die Tabellen zeigen die gebeugte Grundstufe. In der gemischten Deklination gilt der Plural etwa nach keine oder meine; der unbestimmte Artikel ein hat keinen Plural. Die dezent markierten Teile sind tatsächliche Endungen.

analog: Starke Deklination – ohne Artikel
FallMaskulinumFemininumNeutrumPlural
Nominativanalogeranalogeanalogesanaloge
Genitivanalogenanalogeranalogenanaloger
Dativanalogemanalogeranalogemanalogen
Akkusativanalogenanalogeanalogesanaloge
analog: Schwache Deklination – nach der, die, das
FallMaskulinumFemininumNeutrumPlural
Nominativanalogeanalogeanalogeanalogen
Genitivanalogenanalogenanalogenanalogen
Dativanalogenanalogenanalogenanalogen
Akkusativanalogenanalogeanalogeanalogen
analog: Gemischte Deklination – nach ein, kein oder einem Possessivwort
FallMaskulinumFemininumNeutrumPlural
Nominativanalogeranalogeanalogesanalogen
Genitivanalogenanalogenanalogenanalogen
Dativanalogenanalogenanalogenanalogen
Akkusativanalogenanalogeanalogesanalogen

Herkunft

Das Wort führt über lateinisch analogos zu griechisch análogos, also entsprechend oder verhältnismäßig. Bei der Aufnahme ins Deutsche wirkte auch französisch analogue mit. Die technische Bedeutung ist von dieser allgemeinen Vorstellung einer Entsprechung zu unterscheiden.