empirisch

Empirisch bedeutet „auf Erfahrung, Beobachtung oder Untersuchung beruhend“. In wissenschaftlichen Zusammenhängen bezeichnet das Wort Erkenntnisse und Verfahren, die sich auf erhobene Daten und nachvollziehbare Beobachtungen stützen.

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Was bedeutet empirisch?

Eine empirische Untersuchung fragt nach dem, was sich beobachten oder anhand geeigneter Daten untersuchen lässt. Dazu können beispielsweise Messungen, Befragungen oder die Auswertung dokumentierter Vorgänge gehören. Welche Methode passt, hängt von der Fragestellung ab.

Empirisch bedeutet nicht automatisch experimentell. Ein Experiment ist eine mögliche Untersuchungsform, aber nicht jede empirische Arbeit verändert gezielt Bedingungen. Auch eine sorgfältig dokumentierte Beobachtung kann einen empirischen Beitrag leisten.

Ebenso wenig ist empirisch gleichbedeutend mit endgültig bewiesen. Daten müssen im Hinblick auf ihre Erhebung, Reichweite und mögliche Erklärungen beurteilt werden. Eine Beobachtung an wenigen Fällen erlaubt nicht ohne Weiteres eine Aussage über alle vergleichbaren Situationen. Das Wort bezeichnet zunächst die Grundlage einer Erkenntnis, nicht ihre uneingeschränkte Gewissheit.

Eigene Beispiele mit Erklärung

  • „Die Vermutung wird empirisch anhand von Beobachtungen geprüft.“ Die Prüfung stützt sich auf erhobene Informationen.
  • „Für die Aussage fehlt bislang eine empirische Grundlage.“ Es liegen noch keine passenden Beobachtungen oder Daten zur Stützung vor.
  • „Die empirische Untersuchung umfasst nur eine kleine Gruppe.“ Die Art der Untersuchung und die Reichweite ihrer Ergebnisse sind unterschiedliche Fragen.

Bedeutungsunterschiede und typische Missverständnisse

Theoretisch hebt Modelle und gedankliche Zusammenhänge hervor. Theorie und Empirie müssen sich nicht ausschließen: Eine Theorie kann empirisch untersucht werden und bei der Deutung von Daten helfen.

Objektiv ist kein automatisches Synonym. Auch empirische Daten können unvollständig oder einseitig erhoben sein. Erfahrungsgemäß passt eher zu einer allgemeinen Erfahrung und bezeichnet nicht unbedingt eine systematische wissenschaftliche Untersuchung.

Schreibweise und Grammatik

Die Schreibweise lautet empirisch, mit mp. Formen sind ein empirischer Befund, die empirische Untersuchung und mit empirischen Daten. In empirisch prüfen bleibt das Adjektiv ungebeugt.

Steigerung

Steigerungsformen wie empirischer und am empirischsten sind möglich, wenn der Grad der Orientierung an Erfahrung gemeint ist. Häufig ist stärker empirisch gestützt genauer. Ein einzelner Befund wird dadurch nicht automatisch wahrer.

Beugung im Überblick

Die Tabellen zeigen die Grundstufe vor einem Nomen. Die hervorgehobene Endung richtet sich nach Artikel, Fall, Geschlecht und Zahl. Bei der gemischten Beugung steht im Plural beispielsweise keine oder meine; ein hat keinen Plural.

Starke Beugung · ohne Artikel
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativempirischerempirischeempirischesempirische
Genitivempirischenempirischerempirischenempirischer
Dativempirischemempirischerempirischemempirischen
Akkusativempirischenempirischeempirischesempirische
Schwache Beugung · nach der, die, das
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativempirischeempirischeempirischeempirischen
Genitivempirischenempirischenempirischenempirischen
Dativempirischenempirischenempirischenempirischen
Akkusativempirischenempirischeempirischeempirischen
Gemischte Beugung · nach ein/eine, im Plural nach keine
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativempirischerempirischeempirischesempirischen
Genitivempirischenempirischenempirischenempirischen
Dativempirischenempirischenempirischenempirischen
Akkusativempirischenempirischeempirischesempirischen

Die Grundregeln findest du im Überblick zu Adjektiven und ihrer Beugung.

Die Verwendung an einem Beispiel verstehen

Erfundenes Beispiel: Eine erfundene Schulgruppe vermutet, dass ein bestimmter Eingang morgens besonders stark genutzt wird. Sie zählt an mehreren Tagen die dort eintreffenden Personen und hält Zeiträume sowie Zählregeln fest. Danach vergleicht sie die Beobachtungen.

Die Gruppe untersucht ihre Vermutung empirisch. Ihre Einschätzung beruht nun auf dokumentierten Zählungen und nicht allein auf dem ersten Eindruck. Die Ergebnisse gelten zunächst für die beobachteten Tage und Zeiträume; andere Situationen wurden nicht erfasst.

Der Absatz verbindet die Einordnung mit der tatsächlichen Methode und ihrer Grenze. Er behauptet keine allgemeine Gesetzmäßigkeit. Ob die Daten für eine weitergehende Aussage ausreichen, hängt unter anderem von der Fragestellung und der Auswahl der Beobachtungszeiten ab.

Weitere passende Wörter findest du in der Adjektivliste mit Suche, Filtern und Wortauswahl.