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fettig

Form & Grammatik

Adjektiv
Stichwort
fettig
Worttrennung
fet·tig
Komparativ
fettiger
Superlativ
am fettigsten

Die Steigerung lautet fettiger und am fettigsten. Der Vergleich kann den Fettanteil oder den Eindruck der Oberfläche betreffen. Damit er eindeutig bleibt, sollte klar sein, welcher dieser Maßstäbe verwendet wird. Eine bloße Steigerungsform nennt noch keinen messbaren Fettgehalt.

Formen und Verwendung im Detail

Fettig: Fett enthaltend oder an der Oberfläche mit Fett überzogen, durchsetzt oder verschmiert.

Was bedeutet fettig?

Fettig kann die Zusammensetzung eines Stoffes beschreiben. Eine fettige Masse enthält merklich Fett. Das Wort nennt dabei keine genaue Zusammensetzung und ersetzt keine Mengenangabe. In einem anderen Zusammenhang beschreibt es vor allem eine Oberfläche, auf der sich Fett befindet.

Ein fettiger Fleck auf Papier und eine fettige Speise sind deshalb nicht genau dasselbe. Beim Fleck geht es um die Spur auf einem Material, bei der Speise um ihre Beschaffenheit. Die Beschreibung wird verständlicher, wenn der Gegenstand und das wahrgenommene Merkmal gemeinsam genannt werden.

Bei Haaren oder Haut benennt fettig einen sichtbaren oder fühlbaren Zustand. Aus dem Adjektiv allein lassen sich weder persönliche Gewohnheiten noch eine medizinische Ursache ableiten. Eine sachliche Beschreibung bleibt beim beobachteten Merkmal und vermeidet unbelegte Urteile über die betreffende Person.

Eigene Beispiele mit Erklärung

  • „Auf dem Packpapier blieb ein fettiger Fleck zurück.“ Der Satz beschreibt eine Spur auf dem Papier, nicht die gesamte Zusammensetzung des Materials.
  • „Der Griff fühlte sich nach der Arbeit fettig an.“ Gemeint ist die Oberfläche des Gegenstands. Die Wahrnehmung kann durch Berührung festgestellt werden.
  • „Die Figur streicht sich eine fettige Haarsträhne aus der Stirn.“ Das äußerliche Merkmal wird beschrieben, ohne daraus automatisch eine Charaktereigenschaft abzuleiten.

Bedeutungsunterschiede und typische Missverständnisse

Fetthaltig bezeichnet ausdrücklich, dass etwas Fett enthält. Fettig kann zusätzlich den Eindruck einer Oberfläche oder eine als stark empfundene Fettigkeit vermitteln. Deshalb sind beide Wörter nicht in jedem Satz gleich passend.

Ölig benennt eine Beziehung zu Öl oder einen entsprechenden Film. Schmierig kann den Tast- und Aussehenseindruck betonen und wird auch übertragen verwendet. Keines dieser Wörter belegt für sich allein Schmutz, Nachlässigkeit oder eine bestimmte Ursache.

Schreibweise und Grammatik

Fettig wird mit doppeltem t geschrieben. Die regelmäßigen Formen lauten ein fettiger Rand, eine fettige Oberfläche und auf fettigem Papier. In das Papier ist fettig bleibt die Grundform erhalten. Das Nomen Fett und das Adjektiv fettig gehören verschiedenen Wortarten an.

Steigerung

Die Steigerung lautet fettiger und am fettigsten. Der Vergleich kann den Fettanteil oder den Eindruck der Oberfläche betreffen. Damit er eindeutig bleibt, sollte klar sein, welcher dieser Maßstäbe verwendet wird. Eine bloße Steigerungsform nennt noch keinen messbaren Fettgehalt.

Beugung im Überblick

Die Tabellen zeigen die Grundstufe vor einem Nomen. Die hervorgehobene Endung richtet sich nach Artikel, Fall, Geschlecht und Zahl. Bei der gemischten Beugung steht im Plural beispielsweise keine oder meine; ein hat keinen Plural.

BeugungstabellenDie Formen nach Fall, Geschlecht und Artikel vergleichen.
Starke Beugung · ohne Artikel
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativfettigerfettigefettigesfettige
Genitivfettigenfettigerfettigenfettiger
Dativfettigemfettigerfettigemfettigen
Akkusativfettigenfettigefettigesfettige
Schwache Beugung · nach der, die, das
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativfettigefettigefettigefettigen
Genitivfettigenfettigenfettigenfettigen
Dativfettigenfettigenfettigenfettigen
Akkusativfettigenfettigefettigefettigen
Gemischte Beugung · nach ein/eine, im Plural nach keine
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativfettigerfettigefettigesfettigen
Genitivfettigenfettigenfettigenfettigen
Dativfettigenfettigenfettigenfettigen
Akkusativfettigenfettigefettigesfettigen

Die Grundregeln findest du im Überblick zu Adjektiven und ihrer Beugung.

Die Verwendung an einem Beispiel verstehen

Erfundenes Beispiel: In einer erfundenen Werkstattszene legt eine Figur nach dem Schmieren eines Scharniers ihre Hand auf ein sauberes Blatt. Beim Aufheben erkennt sie einen durchscheinenden Abdruck am Rand.

Der fettige Abdruck lässt sich in dieser Szene mit der vorangegangenen Arbeit am Scharnier verbinden. Die Beschreibung erklärt eine konkrete Spur und ihre naheliegende Entstehung. Sie sagt nichts über die allgemeine Sorgfalt der Figur aus.

Der Absatz nutzt die erzählte Handlung als Kontext für die Beobachtung. Erst wiederholte, genauer beschriebene Verhaltensweisen könnten eine weitergehende Charakterdeutung tragen. Eine einzelne fettige Spur ist zunächst ein Merkmal des Gegenstands in einer bestimmten Situation.

Weitere passende Wörter findest du in der Adjektivliste mit Suche, Filtern und Wortauswahl.