guttural

Guttural: Kehlig klingend; in älterer oder fachlich unterschiedlich verwendeter Lautbeschreibung auf Laute im hinteren Mund- und Rachenbereich bezogen.

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Was bedeutet guttural?

Guttural beschreibt allgemein einen kehlig wirkenden Klang. Eine Stimme oder Aussprache kann so wahrgenommen werden. Das Wort gibt zunächst einen Höreindruck wieder. Es benennt damit weder eine bestimmte Persönlichkeit noch automatisch eine Störung der Stimme.

In der Sprachwissenschaft wurde und wird guttural unterschiedlich abgegrenzt. Als ältere Sammelbezeichnung ist es für eine genaue Lautanalyse häufig zu unbestimmt. Fachliche Texte müssen deshalb erkennen lassen, welche Laute und Artikulationsbereiche sie unter dem Begriff zusammenfassen. Die allgemeine Klangbeschreibung darf nicht mit einer präzisen Ortsangabe verwechselt werden.

Eigene Beispiele mit Erklärung

  • „Die Erzählung beschreibt ein gutturales Murmeln.“ Gemeint ist ein kehliger Höreindruck; die genaue Lautbildung bleibt offen.
  • „Die ältere Lautlehre ordnet bestimmte Konsonanten als guttural ein.“ Die Definition des verwendeten Fachsystems muss geprüft werden.
  • „Die Sprecherin erzeugt für eine Rolle einen stärker guttural wirkenden Klang.“ Eine veränderte Stimmwirkung wird beschrieben, ohne daraus ein dauerhaftes Merkmal abzuleiten.

Bedeutungsunterschiede und typische Missverständnisse

Kehlig ist die verständliche Entsprechung für den allgemeinen Höreindruck. Rau kann eine andere Klangqualität beschreiben und ist nicht in jedem Fall gleichbedeutend. Eine tiefe Stimme muss ebenfalls nicht guttural klingen. Tonhöhe, Rauheit und kehliger Eindruck sind verschiedene Merkmale.

Glottal bezeichnet einen bestimmteren Bezug zur Stimmritze. Guttural ist deshalb kein beliebiger Ersatz für glottal. Ebenso sollten genauere Fachausdrücke für einzelne Artikulationsorte nur dann verwendet werden, wenn diese Orte tatsächlich bestimmt wurden. Ein bloßes Hörempfinden reicht dafür nicht immer aus.

Schreibweise und Grammatik

Guttural wird mit doppeltem t und der Endung -al geschrieben. Formen sind ein gutturaler Laut, eine gutturale Aussprache, mit gutturalen Klängen. Das Adjektiv steht klein. Das Substantiv der Guttural wird großgeschrieben und besitzt eine eigene fachgeschichtliche Verwendung.

Steigerung

Beim allgemeinen Höreindruck ist eine Steigerung möglich: guttural – gutturaler – am gutturalsten. Eine präzisierende Umschreibung ist stärker kehlig klingend. Bei einer festgelegten Lautklasse ist eine Steigerung dagegen normalerweise nicht sinnvoll; dort geht es um eine Zuordnung.

Beugung im Überblick

Die Tabellen zeigen die Grundstufe vor einem Nomen. Die hervorgehobene Endung richtet sich nach Artikel, Fall, Geschlecht und Zahl. Bei der gemischten Beugung steht im Plural beispielsweise keine oder meine; ein hat keinen Plural.

Starke Beugung · ohne Artikel
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativgutturalergutturalegutturalesgutturale
Genitivgutturalengutturalergutturalengutturaler
Dativgutturalemgutturalergutturalemgutturalen
Akkusativgutturalengutturalegutturalesgutturale
Schwache Beugung · nach der, die, das
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativgutturalegutturalegutturalegutturalen
Genitivgutturalengutturalengutturalengutturalen
Dativgutturalengutturalengutturalengutturalen
Akkusativgutturalengutturalegutturalegutturalen
Gemischte Beugung · nach ein/eine, im Plural nach keine
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativgutturalergutturalegutturalesgutturalen
Genitivgutturalengutturalengutturalengutturalen
Dativgutturalengutturalengutturalengutturalen
Akkusativgutturalengutturalegutturalesgutturalen

Die Grundregeln findest du im Überblick zu Adjektiven und ihrer Beugung.

Die Verwendung an einem Beispiel verstehen

Erfundenes Beispiel: In einer erfundenen Hörspielprobe spricht eine Schauspielerin denselben Satz auf zwei verschiedene Arten. In einer Fassung klingt ihre Stimme deutlich kehliger. Die Regie bezeichnet diese Fassung als gutturaler und bespricht, wie der Klang zur Rolle passt.

Gutturaler benennt hier eine wahrgenommene Klangveränderung. Die Regie beschreibt eine gespielte Wirkung und nicht den Charakter der Schauspielerin. Ob die Stimme freundlich oder bedrohlich wirkt, hängt außerdem von Text, Lautstärke und Situation ab.

Der Absatz trennt Klang, Darstellung und Persönlichkeit. Er behauptet keine genaue anatomische Ursache der Stimmwirkung. Für eine fachliche phonetische Analyse wären präzisere Begriffe und Untersuchungen erforderlich; für die erzählerische Beschreibung bleibt zunächst der begründete Höreindruck maßgeblich.

Weitere passende Wörter findest du in der Adjektivliste mit Suche, Filtern und Wortauswahl.