heimlich

Heimlich: bedeutet, dass etwas verborgen geschieht oder anderen nicht bekannt werden soll. Das Wort kann Handlungen, Absichten, Gefühle oder Beziehungen beschreiben, die vor bestimmten Personen geheim gehalten werden.

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Was bedeutet heimlich?

Heimlich ist immer auf einen Wissensstand bezogen. Eine Überraschung kann vor dem Geburtstagskind verborgen bleiben, während mehrere andere Menschen davon wissen. Das Wort bedeutet daher nicht zwingend, dass niemand von der Sache Kenntnis hat.

Die Bezeichnung enthält auch nicht automatisch ein moralisches Urteil. Heimlich ein Geschenk vorzubereiten und heimlich ein fremdes Eigentum wegzunehmen sind unterschiedlich zu beurteilen. Der gemeinsame Bedeutungsanteil ist die Verbergung, nicht die Art oder Berechtigung der Handlung.

Bei Gefühlen kann heimlich heißen, dass sie nicht offen ausgesprochen oder gezeigt werden. Eine heimliche Hoffnung muss nicht aktiv durch komplizierte Maßnahmen versteckt werden. Sie bleibt zunächst im Inneren beziehungsweise einem begrenzten Personenkreis vorbehalten.

Eigene Beispiele mit Erklärung

  • „Die Freunde bereiten heimlich eine kleine Feier vor.“ Die Planung bleibt vor der zu überraschenden Person verborgen.
  • „Sie hegt die heimliche Hoffnung, noch einmal eingeladen zu werden.“ Das Gefühl wird nicht offen mitgeteilt.
  • „Das Treffen ist nur für zwei Außenstehende heimlich.“ Die Aussage macht deutlich, gegenüber wem das Wissen zurückgehalten wird.

Bedeutungsunterschiede und typische Missverständnisse

Geheim kann eine ähnliche Bedeutung haben und stärker den Status einer Information betonen. Unbemerkt beschreibt ein tatsächliches Nichtbemerken, das auch ohne Verbergungsabsicht eintreten kann.

Hinterhältig enthält eine deutlich negative Bewertung und unterstellt eine verdeckte schädigende Absicht. Das folgt nicht schon aus heimlich. Heimelig bedeutet dagegen behaglich und darf trotz ähnlicher Schreibung nicht damit verwechselt werden.

Schreibweise und Grammatik

Die Schreibweise lautet heimlich, ohne zusätzliches e zwischen m und l. Formen sind ein heimlicher Besuch, die heimliche Hoffnung und mit heimlichen Absprachen. Das Nomen heißt Heimlichkeit.

Steigerung

Die Steigerung lautet heimlich – heimlicher – am heimlichsten. Sie kann unterschiedliche Grade des Verbergens hervorheben. Für eine genaue Beschreibung ist oft hilfreicher zu erklären, welche Personen nichts erfahren sollen und wie die Verbergung erfolgt.

Beugung im Überblick

Die Tabellen zeigen die Grundstufe vor einem Nomen. Die hervorgehobene Endung richtet sich nach Artikel, Fall, Geschlecht und Zahl. Bei der gemischten Beugung steht im Plural beispielsweise keine oder meine; ein hat keinen Plural.

Starke Beugung · ohne Artikel
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativheimlicherheimlicheheimlichesheimliche
Genitivheimlichenheimlicherheimlichenheimlicher
Dativheimlichemheimlicherheimlichemheimlichen
Akkusativheimlichenheimlicheheimlichesheimliche
Schwache Beugung · nach der, die, das
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativheimlicheheimlicheheimlicheheimlichen
Genitivheimlichenheimlichenheimlichenheimlichen
Dativheimlichenheimlichenheimlichenheimlichen
Akkusativheimlichenheimlicheheimlicheheimlichen
Gemischte Beugung · nach ein/eine, im Plural nach keine
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativheimlicherheimlicheheimlichesheimlichen
Genitivheimlichenheimlichenheimlichenheimlichen
Dativheimlichenheimlichenheimlichenheimlichen
Akkusativheimlichenheimlicheheimlichesheimlichen

Die Grundregeln findest du im Überblick zu Adjektiven und ihrer Beugung.

Die Verwendung an einem Beispiel verstehen

Erfundenes Beispiel: In einer erfundenen Erzählung sprechen zwei Geschwister leise miteinander und schließen die Tür, sobald ihre Mutter kommt. Später zeigt sich, dass sie eine Geburtstagsüberraschung planen. Eine erste Deutung hatte bereits eine hinterhältige Absicht vermutet.

Die Geschwister handeln heimlich, weil sie ihre Planung vor der Mutter verbergen. Die spätere Auflösung erklärt den Anlass: Die Überraschung soll erhalten bleiben. Für die zunächst vermutete schädigende Absicht liefert die Szene dagegen keinen Beleg.

Die Analyse verbindet das beobachtbare Verbergen mit dem später bekannten Motiv. Sie zeigt, warum Heimlichkeit allein keine negative Charakterbewertung rechtfertigt. Ohne die Auflösung wäre die Absicht zunächst offen und müsste auch so beschrieben werden.

Weitere passende Wörter findest du in der Adjektivliste mit Suche, Filtern und Wortauswahl.