intersubjektiv

Intersubjektiv bedeutet mehreren erkennenden oder urteilenden Personen gemeinsam zugänglich beziehungsweise zwischen ihnen nachvollziehbar.

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Was bedeutet intersubjektiv?

Eine intersubjektiv nachvollziehbare Begründung legt ihre Beobachtungen und Denkschritte so offen, dass andere sie prüfen können. Sie bleibt nicht bei einem nur persönlich erlebten Eindruck stehen.

Intersubjektiv bedeutet nicht, dass alle Menschen tatsächlich derselben Meinung sind. Gerade eine offene Begründung ermöglicht Widerspruch und Prüfung. Übereinstimmung allein garantiert außerdem noch keine Wahrheit.

Eigene Beispiele mit Erklärung

  • „Die Analyse macht ihre Schritte intersubjektiv nachvollziehbar.“ Andere können die Begründung am Material prüfen.
  • „Ein bloßes Bauchgefühl wird durch Belege intersubjektiv diskutierbar.“ Die Aussage erhält einen zugänglichen Bezug.
  • „Trotz intersubjektiv zugänglicher Daten unterscheiden sich die Deutungen.“ Gemeinsame Prüfbarkeit und Einigkeit sind nicht identisch.

Bedeutungsunterschiede und typische Missverständnisse

Subjektiv bezieht sich auf die Perspektive eines einzelnen Subjekts. Intersubjektiv richtet den Blick auf das zwischen mehreren Personen Nachvollziehbare.

Objektiv kann eine Unabhängigkeit von persönlichen Perspektiven beanspruchen. Eine intersubjektive Prüfung ist damit verwandt, aber nicht bloß ein anderes Wort für erwiesene Objektivität.

Schreibweise und Grammatik

Die Schreibung lautet intersubjektiv: ein intersubjektiver Vergleich, eine intersubjektive Prüfung.

Steigerung

Das Wort wird gewöhnlich nicht gesteigert. Für mehr Personen nachvollziehbar oder genauer überprüfbar benennt Unterschiede klarer.

Beugung im Überblick

Die Tabellen zeigen die Grundstufe vor einem Nomen. Die hervorgehobene Endung richtet sich nach Artikel, Fall, Geschlecht und Zahl. Bei der gemischten Beugung steht im Plural beispielsweise keine oder meine; ein hat keinen Plural.

Starke Beugung · ohne Artikel
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativintersubjektiverintersubjektiveintersubjektivesintersubjektive
Genitivintersubjektivenintersubjektiverintersubjektivenintersubjektiver
Dativintersubjektivemintersubjektiverintersubjektivemintersubjektiven
Akkusativintersubjektivenintersubjektiveintersubjektivesintersubjektive
Schwache Beugung · nach der, die, das
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativintersubjektiveintersubjektiveintersubjektiveintersubjektiven
Genitivintersubjektivenintersubjektivenintersubjektivenintersubjektiven
Dativintersubjektivenintersubjektivenintersubjektivenintersubjektiven
Akkusativintersubjektivenintersubjektiveintersubjektiveintersubjektiven
Gemischte Beugung · nach ein/eine, im Plural nach keine
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativintersubjektiverintersubjektiveintersubjektivesintersubjektiven
Genitivintersubjektivenintersubjektivenintersubjektivenintersubjektiven
Dativintersubjektivenintersubjektivenintersubjektivenintersubjektiven
Akkusativintersubjektivenintersubjektiveintersubjektivesintersubjektiven

Die Grundregeln findest du im Überblick zu Adjektiven und ihrer Beugung.

Die Verwendung an einem Beispiel verstehen

Erfundenes Beispiel: In einer erfundenen Gedichtbesprechung heißt es zunächst nur, eine Strophe wirke traurig. Danach werden Wortwahl, Rhythmus und ein Gegensatz zwischen zwei Bildern erläutert.

Die Deutung wird intersubjektiv nachvollziehbar, weil andere die genannten Textmerkmale prüfen und die Schlussfolgerung diskutieren können.

Das Beispiel zeigt Prüfbarkeit, ohne von allen Lesenden dieselbe Gefühlsreaktion zu verlangen.

Weitere passende Wörter findest du in der Adjektivliste mit Suche, Filtern und Wortauswahl.