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intim

Form & Grammatik

Adjektiv
Stichwort
intim
Worttrennung
in·tim
Komparativ
intimer
Superlativ
am intimsten

Die Steigerung lautet intim – intimer – am intimsten. Verglichen wird die Nähe oder der Grad persönlicher Vertrautheit.

Formen und Verwendung im Detail

Intim bedeutet sehr persönlich, vertraut oder eng verbunden. Je nach Zusammenhang kann es auch den sexuellen Bereich betreffen.

Was bedeutet intim?

Ein intimes Gespräch behandelt persönliche Dinge in einem vertrauten Rahmen. Intime Kenntnisse können eine besonders genaue Vertrautheit mit einem Gegenstand ausdrücken. Eine intime Beziehung kann sexuelle Nähe meinen, muss aber im jeweiligen Zusammenhang gelesen werden.

Das Adjektiv zeigt häufig eine Grenze zur Öffentlichkeit. Ob etwas geteilt werden darf, ergibt sich jedoch nicht allein aus der sprachlichen Bezeichnung, sondern aus dem konkreten vertraulichen Verhältnis.

Eigene Beispiele mit Erklärung

  • „Die beiden führen ein intimes Gespräch über ihre Sorgen.“ Das Gespräch berührt sehr persönliche Erfahrungen.
  • „Er verfügt über intime Kenntnisse der örtlichen Abläufe.“ Gemeint ist eine besonders genaue Vertrautheit.
  • „Die Erzählung stellt eine intime Beziehung dar.“ Ob sexuelle oder vor allem emotionale Nähe gemeint ist, zeigt der Zusammenhang.

Synonyme für intim: passend zum Zusammenhang

Intim kann sehr persönliche Nähe, Vertraulichkeit, genaue Kenntnis oder einen sexuellen Bezug ausdrücken. Die Alternative muss den jeweiligen Zusammenhang beachten. Ein intimes Gespräch über Sorgen ist nicht automatisch sexuell. Intime Kenntnisse eines Betriebs betreffen wiederum besondere Vertrautheit mit Abläufen und keine persönliche Beziehung zu jedem Beteiligten.

Alternativen nach Zusammenhang auswählen
AlternativePassend beiUnterschied
vertrautPersönliche Nähe zwischen MenschenBetont Bekanntheit und Nähe; kann weniger stark auf einen geschützten persönlichen Bereich zielen.
höchst persönlichBesonders private Erfahrungen oder FragenVerständliche Umschreibung ohne notwendige sexuelle Bedeutung.
vertraulichInformationen für einen begrenzten EmpfängerkreisBetont den Umgang mit Informationen, nicht jede emotionale oder körperliche Nähe.

Eigene Sprachbeispiele mit Erläuterung.

Erstes Satzpaar

Ausgangssatz: „Die beiden führen ein intimes Gespräch über ihre Ängste.“

Alternative: „Die beiden führen ein höchst persönliches Gespräch über ihre Ängste.“

Die Umschreibung benennt den persönlichen Gegenstand. Sie setzt keine sexuelle Beziehung voraus und erklärt allein noch nicht, ob die Beteiligten ausdrücklich Vertraulichkeit vereinbart haben.

Zweites Satzpaar

Ausgangssatz: „Sie besitzt intime Kenntnisse der internen Abläufe.“

Alternative: „Sie ist mit den internen Abläufen sehr genau vertraut.“

Der umgebaute Satz macht die Kenntnisbedeutung unmittelbar verständlich. Er behauptet keine besondere private oder körperliche Nähe zu den Menschen, die dort arbeiten.

Grenze des Austauschs: privat ist weiter: Eine private Anschrift oder Freizeitplanung muss nicht bereits zum intimsten persönlichen Bereich gehören. Innig beschreibt vor allem Gefühlstiefe; nicht jedes vertrauliche Sachgespräch ist zugleich innig.

Bei intimen Beziehungen kann der Zusammenhang eine sexuelle Bedeutung nahelegen. Diese darf weder pauschal ergänzt noch durch ein beliebiges Ersatzwort unterschlagen werden. Für klare Texte ist es daher oft besser, die konkrete Nähe oder Information zu benennen, statt das mehrdeutige Adjektiv ohne weiteren Bezug stehen zu lassen.

Weitere Abgrenzungen: Bedeutungsunterschiede und typische Missverständnisse

Innig betont tiefes Gefühl und Verbundenheit. Intim hebt häufig das sehr Persönliche oder Vertrauliche hervor.

Privat bedeutet nicht öffentlich beziehungsweise persönlich zugehörig. Nicht jede private Angelegenheit ist bereits intim.

Schreibweise und Grammatik

Richtig ist intim: ein intimer Moment, eine intime Frage. Das Nomen heißt Intimität.

Steigerung

Die Steigerung lautet intim – intimer – am intimsten. Verglichen wird die Nähe oder der Grad persönlicher Vertrautheit.

Beugung im Überblick

Die Tabellen zeigen die Grundstufe vor einem Nomen. Die hervorgehobene Endung richtet sich nach Artikel, Fall, Geschlecht und Zahl. Bei der gemischten Beugung steht im Plural beispielsweise keine oder meine; ein hat keinen Plural.

BeugungstabellenDie Formen nach Fall, Geschlecht und Artikel vergleichen.
Starke Beugung · ohne Artikel
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativintimerintimeintimesintime
Genitivintimenintimerintimenintimer
Dativintimemintimerintimemintimen
Akkusativintimenintimeintimesintime
Schwache Beugung · nach der, die, das
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativintimeintimeintimeintimen
Genitivintimenintimenintimenintimen
Dativintimenintimenintimenintimen
Akkusativintimenintimeintimeintimen
Gemischte Beugung · nach ein/eine, im Plural nach keine
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativintimerintimeintimesintimen
Genitivintimenintimenintimenintimen
Dativintimenintimenintimenintimen
Akkusativintimenintimeintimesintimen

Die Grundregeln findest du im Überblick zu Adjektiven und ihrer Beugung.

Die Verwendung an einem Beispiel verstehen

Erfundenes Beispiel: In einer erfundenen Szene erzählt eine Figur ihrer Freundin erstmals von einer sehr persönlichen Sorge und bittet darum, das Gespräch für sich zu behalten.

Das Gespräch schafft einen intimen Rahmen, weil die Figur etwas Persönliches anvertraut und eine Grenze zur Öffentlichkeit setzt.

Die Erklärung macht Nähe und Vertraulichkeit sichtbar, ohne dem Gespräch eine nicht belegte sexuelle Bedeutung zu geben.

Weitere passende Wörter findest du in der Adjektivliste mit Suche, Filtern und Wortauswahl.