irreal

Irreal bedeutet nicht wirklich oder nicht der tatsächlichen Wirklichkeit entsprechend.

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Was bedeutet irreal?

Eine irreale Szenerie kann traumhaft und unwirklich erscheinen. Ein irrealer Plan entfernt sich so weit von den tatsächlichen Bedingungen, dass seine Durchführung nicht plausibel ist. Welche Bedeutung gemeint ist, ergibt sich aus dem Gegenstand.

In der Grammatik kann irreal eine nur vorgestellte, nicht verwirklichte Bedingung beschreiben. Der Konjunktiv II wird dafür häufig verwendet, hat daneben aber weitere Funktionen. Nicht jeder Satz im Konjunktiv II ist deshalb eine Aussage über etwas Unmögliches.

Eigene Beispiele mit Erklärung

  • „Die leere Landschaft wirkt im fremden Licht irreal.“ Beschrieben wird ein unwirklicher Eindruck.
  • „Der Plan erscheint angesichts der fehlenden Mittel irreal.“ Die Vorstellung passt nicht zu den Bedingungen.
  • „Wenn ich gestern früher losgegangen wäre, hätte ich den Zug erreicht.“ Die vergangene Bedingung wird als nicht verwirklicht dargestellt.

Bedeutungsunterschiede und typische Missverständnisse

Unrealistisch betrifft besonders die mangelnde Berücksichtigung tatsächlicher Möglichkeiten. Irreal kann außerdem eine traumhafte Wirkung bezeichnen.

Erfunden heißt nicht tatsächlich geschehen. Eine erfundene Geschichte kann dennoch realistisch gestaltet sein.

Schreibweise und Grammatik

Die Schreibung lautet irreal mit Doppel-r. Formen sind ein irrealer Eindruck, eine irreale Bedingung.

Steigerung

Bei einer Wirkung sind irreal – irrealer – am irrealsten möglich. Als grammatische Einordnung einer Bedingung wird das Wort nicht sinnvoll gesteigert.

Beugung im Überblick

Die Tabellen zeigen die Grundstufe vor einem Nomen. Die hervorgehobene Endung richtet sich nach Artikel, Fall, Geschlecht und Zahl. Bei der gemischten Beugung steht im Plural beispielsweise keine oder meine; ein hat keinen Plural.

Starke Beugung · ohne Artikel
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativirrealerirrealeirrealesirreale
Genitivirrealenirrealerirrealenirrealer
Dativirrealemirrealerirrealemirrealen
Akkusativirrealenirrealeirrealesirreale
Schwache Beugung · nach der, die, das
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativirrealeirrealeirrealeirrealen
Genitivirrealenirrealenirrealenirrealen
Dativirrealenirrealenirrealenirrealen
Akkusativirrealenirrealeirrealeirrealen
Gemischte Beugung · nach ein/eine, im Plural nach keine
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativirrealerirrealeirrealesirrealen
Genitivirrealenirrealenirrealenirrealen
Dativirrealenirrealenirrealenirrealen
Akkusativirrealenirrealeirrealesirrealen

Die Grundregeln findest du im Überblick zu Adjektiven und ihrer Beugung.

Die Verwendung an einem Beispiel verstehen

Erfundenes Beispiel: In einer erfundenen Szene erkennt eine Figur ihre vertraute Straße kaum wieder: Nebel verdeckt die Häuser, einzelne Lichter scheinen ohne sichtbare Quelle im Raum zu stehen.

Die Straße wirkt irreal, weil vertraute räumliche Zusammenhänge durch Nebel und Licht aufgelöst erscheinen.

Die Analyse beschreibt eine Wirkung. Sie behauptet nicht, dass die Straße innerhalb der erzählten Welt tatsächlich nicht existiert.

Weitere passende Wörter findest du in der Adjektivliste mit Suche, Filtern und Wortauswahl.