lohnenswert

Lohnenswert bedeutet einen Aufwand durch seinen Nutzen, Gewinn oder Erlebniswert rechtfertigend. Etwas lohnt sich aus einer bestimmten Perspektive.

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Was bedeutet lohnenswert?

Der Nutzen muss nicht finanziell sein. Ein Gespräch, ein Ausflug oder eine Überarbeitung kann lohnenswert sein, weil man etwas lernt, Freude erlebt oder ein besseres Ergebnis erhält.

Die Einschätzung hängt vom Ziel und Aufwand ab. Was für eine Person lohnenswert ist, muss es für eine andere nicht sein.

Eigene Beispiele mit Erklärung

  • „Der Umweg zur Aussicht ist für sie lohnenswert.“ Der Erlebniswert rechtfertigt aus ihrer Sicht den zusätzlichen Weg.
  • „Eine weitere Überarbeitung wäre lohnenswert.“ Der erwartete Textgewinn steht im Verhältnis zur Arbeit.
  • „Das Gespräch war trotz der offenen Fragen lohnenswert.“ Nutzen bedeutet nicht, dass alle Probleme gelöst wurden.

Bedeutungsunterschiede und typische Missverständnisse

Lukrativ betont besonders finanziellen Gewinn. Lohnenswert kann auch ideellen oder persönlichen Nutzen meinen.

Lobenswert bedeutet Anerkennung verdienend. Ein lohnenswerter Ausflug muss keine moralisch lobenswerte Handlung sein.

Schreibweise und Grammatik

Zusammengeschrieben: lohnenswert, ein lohnenswerter Besuch. In älteren Texten ist außerdem die heute seltene Bedeutung einer Belohnung würdig belegt.

Steigerung

Lohnenswert – lohnenswerter – am lohnenswertesten. Der Vergleich wird klarer, wenn Ziel und Aufwand genannt werden.

Beugung im Überblick

Die Tabellen zeigen die Grundstufe vor einem Nomen. Die hervorgehobene Endung richtet sich nach Artikel, Fall, Geschlecht und Zahl. Bei der gemischten Beugung steht im Plural beispielsweise keine oder meine; ein hat keinen Plural.

Starke Beugung · ohne Artikel
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativlohnenswerterlohnenswertelohnenswerteslohnenswerte
Genitivlohnenswertenlohnenswerterlohnenswertenlohnenswerter
Dativlohnenswertemlohnenswerterlohnenswertemlohnenswerten
Akkusativlohnenswertenlohnenswertelohnenswerteslohnenswerte
Schwache Beugung · nach der, die, das
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativlohnenswertelohnenswertelohnenswertelohnenswerten
Genitivlohnenswertenlohnenswertenlohnenswertenlohnenswerten
Dativlohnenswertenlohnenswertenlohnenswertenlohnenswerten
Akkusativlohnenswertenlohnenswertelohnenswertelohnenswerten
Gemischte Beugung · nach ein/eine, im Plural nach keine
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativlohnenswerterlohnenswertelohnenswerteslohnenswerten
Genitivlohnenswertenlohnenswertenlohnenswertenlohnenswerten
Dativlohnenswertenlohnenswertenlohnenswertenlohnenswerten
Akkusativlohnenswertenlohnenswertelohnenswerteslohnenswerten

Die Grundregeln findest du im Überblick zu Adjektiven und ihrer Beugung.

Die Verwendung an einem Beispiel verstehen

Erfundenes Beispiel: Eine erfundene Schreibberatung begründet eine Empfehlung.

Eine Überarbeitung der Einleitung ist lohnenswert, weil wenige zusätzliche Sätze die Fragestellung deutlich machen können. Die Empfehlung nennt damit einen konkreten Nutzen und eine überschaubare Arbeit.

Die Begründung ist stärker als ein bloßes Werturteil. Ob sich die Änderung tatsächlich bewährt, zeigt der überarbeitete Text.

Muss etwas Lohnenswertes Geld einbringen?

Nein. Auch Erkenntnis, Freude oder ein besser verständlicher Text können den Aufwand rechtfertigen.

Weitere passende Wörter findest du in der Adjektivliste mit Suche, Filtern und Wortauswahl.