passiert

Passiert bezeichnet in der Küche etwas, das durch ein Sieb oder Tuch gestrichen beziehungsweise gefiltert wurde. Daneben ist passiert eine Verbform von passieren.

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Was bedeutet passiert?

Passierte Tomaten oder eine passierte Suppe wurden so verarbeitet, dass eine feinere Masse beziehungsweise Flüssigkeit entsteht und größere feste Bestandteile zurückbleiben können. Das Adjektiv beschreibt die Verarbeitung, nicht automatisch die Würzung oder weitere Zutaten.

Die Form sieht genauso aus wie passiert in Was ist passiert? Dort geht es jedoch um ein Geschehen. Auch in Ein Zug passiert den Bahnhof steht eine Verbform, diesmal in der Bedeutung vorbeifahren oder durchqueren. Die Umgebung im Satz entscheidet über die Lesart.

Passiert ist außerdem nicht genau dasselbe wie püriert. Pürieren zerkleinert, während beim Passieren die Masse durch ein Sieb oder eine entsprechende Vorrichtung geführt wird. In einem Rezept können beide Arbeitsschritte nacheinander vorkommen.

Eigene Beispiele mit Erklärung

  • „Für die Sauce verwendet die Figur passierte Tomaten.“ Das Adjektiv benennt die Verarbeitung des Lebensmittels.
  • „Die passierte Suppe wird anschließend abgeschmeckt.“ Passiert sagt noch nichts über die endgültige Würzung.
  • „Was ist während der Pause passiert?“ Hier ist passiert Teil der Verbform und keine Eigenschaft eines Lebensmittels.

Bedeutungsunterschiede und typische Missverständnisse

Pastös beschreibt eine dickliche Konsistenz. Ein passiertes Lebensmittel muss nicht in jedem Fall pastös sein.

Püriert bedeutet zerkleinert und zu einer breiigen oder feineren Masse verarbeitet. Der Unterschied liegt im beschriebenen Verfahren, nicht in einer pauschalen Bewertung der Qualität.

Schreibweise und Grammatik

Passiert wird mit doppeltem s und ohne ge- geschrieben. Als vorangestelltes Partizip erhält es Endungen: passierte Tomaten, eine passierte Suppe. In Es ist passiert gehört die Form dagegen zum Verb.

Steigerung

In der hier behandelten Verarbeitungsbedeutung wird passiert gewöhnlich nicht gesteigert. Eine Masse kann feiner passiert sein; feiner beschreibt dann die Ausführung des Vorgangs.

Beugung im Überblick

Die Tabellen zeigen die Grundstufe vor einem Nomen. Die hervorgehobene Endung richtet sich nach Artikel, Fall, Geschlecht und Zahl. Bei der gemischten Beugung steht im Plural beispielsweise keine oder meine; ein hat keinen Plural.

Starke Beugung · ohne Artikel
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativpassierterpassiertepassiertespassierte
Genitivpassiertenpassierterpassiertenpassierter
Dativpassiertempassierterpassiertempassierten
Akkusativpassiertenpassiertepassiertespassierte
Schwache Beugung · nach der, die, das
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativpassiertepassiertepassiertepassierten
Genitivpassiertenpassiertenpassiertenpassierten
Dativpassiertenpassiertenpassiertenpassierten
Akkusativpassiertenpassiertepassiertepassierten
Gemischte Beugung · nach ein/eine, im Plural nach keine
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativpassierterpassiertepassiertespassierten
Genitivpassiertenpassiertenpassiertenpassierten
Dativpassiertenpassiertenpassiertenpassierten
Akkusativpassiertenpassiertepassiertespassierten

Die Grundregeln findest du im Überblick zu Adjektiven und ihrer Beugung.

Die Verwendung an einem Beispiel verstehen

Erfundenes Beispiel: In einer erfundenen Kochszene streicht eine Figur eine vorbereitete Gemüsemasse durch ein feines Sieb. Erst danach gibt sie Gewürze hinzu.

Die Beschreibung passierte Gemüsemasse nennt den bereits erfolgten Verarbeitungsschritt. Die spätere Würzung ist eine davon getrennte Handlung.

Das Beispiel erklärt die sprachliche Bedeutung des Arbeitsschritts. Aus dem Wort allein lassen sich weder das verwendete Sieb noch genaue Zutaten oder die Dicke der fertigen Masse bestimmen.

Weitere passende Wörter findest du in der Adjektivliste mit Suche, Filtern und Wortauswahl.