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ranzig

Form & Grammatik

Adjektiv
Stichwort
ranzig
Worttrennung
ran·zig
Komparativ
ranziger
Superlativ
am ranzigsten

Die Formen lauten ranzig – ranziger – am ranzigsten. Bei der Beschreibung wird damit meist die Stärke des auffälligen Geruchs oder Geschmacks verglichen.

Formen und Verwendung im Detail

Ranzig bezeichnet den unangenehm veränderten Geruch oder Geschmack verdorbener Fette beziehungsweise fetthaltiger Lebensmittel.

Was bedeutet ranzig?

Das Adjektiv wird besonders mit Öl, Butter und anderen Fetten verbunden. Auch ein fetthaltiges Lebensmittel kann ranzig werden. Es geht um eine Veränderung des Fettes, nicht bloß um einen kräftigen Eigengeruch.

Ranzig ist nicht einfach ein anderes Wort für sauer, bitter oder muffig. Diese Ausdrücke beschreiben unterschiedliche Wahrnehmungen. In einer genauen Beschreibung sollte deshalb nicht jedes ungeliebte Aroma als ranzig bezeichnet werden.

Die Wortbedeutung ersetzt keine umfassende Lebensmittelprüfung. Ein unauffälliger Geruch allein belegt nicht, dass ein Lebensmittel unter allen Umständen unbedenklich ist.

Eigene Beispiele mit Erklärung

  • „Die Beschreibung erwähnt einen ranzigen Geruch des alten Öls.“ Die Wahrnehmung wird mit einer Fettveränderung verbunden.
  • „Die Nüsse riechen ranzig, obwohl ihre Form unverändert aussieht.“ Auch fetthaltige feste Lebensmittel können betroffen sein.
  • „Ein kräftiges Pflanzenaroma ist nicht automatisch ranzig.“ Typischer Eigengeschmack und Verderbsmerkmal werden getrennt.

Bedeutungsunterschiede und typische Missverständnisse

Sauer ist eine eigene Geschmacksbezeichnung. Ranzig lässt sich damit nicht in jedem Fall umschreiben.

Alt beschreibt Zeit oder Alter. Das Alter eines Fettes und seine tatsächliche Beschaffenheit sind nicht dieselbe Aussage.

Schreibweise und Grammatik

Man schreibt ranzig, mit z: ranziges Fett, ein ranziger Geruch.

Steigerung

Die Formen lauten ranzig – ranziger – am ranzigsten. Bei der Beschreibung wird damit meist die Stärke des auffälligen Geruchs oder Geschmacks verglichen.

Beugung im Überblick

Die Tabellen zeigen die Grundstufe vor einem Nomen. Die hervorgehobene Endung richtet sich nach Artikel, Fall, Geschlecht und Zahl. Bei der gemischten Beugung steht im Plural beispielsweise keine oder meine; ein hat keinen Plural.

BeugungstabellenDie Formen nach Fall, Geschlecht und Artikel vergleichen.
Starke Beugung · ohne Artikel
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativranzigerranzigeranzigesranzige
Genitivranzigenranzigerranzigenranziger
Dativranzigemranzigerranzigemranzigen
Akkusativranzigenranzigeranzigesranzige
Schwache Beugung · nach der, die, das
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativranzigeranzigeranzigeranzigen
Genitivranzigenranzigenranzigenranzigen
Dativranzigenranzigenranzigenranzigen
Akkusativranzigenranzigeranzigeranzigen
Gemischte Beugung · nach ein/eine, im Plural nach keine
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativranzigerranzigeranzigesranzigen
Genitivranzigenranzigenranzigenranzigen
Dativranzigenranzigenranzigenranzigen
Akkusativranzigenranzigeranzigesranzigen

Die Grundregeln findest du im Überblick zu Adjektiven und ihrer Beugung.

Die Verwendung an einem Beispiel verstehen

Erfundenes Beispiel: In einer erfundenen Erzählung öffnet eine Figur eine lange abgestellte Ölflasche und bemerkt einen unangenehm veränderten Fettgeruch. Der Erzähler nennt ihn ranzig.

Das Wort benennt eine bestimmte unangenehme Veränderung des Fettes. Die Formulierung ist genauer als das allgemeine Urteil, die Flasche rieche seltsam.

Die Szene ist ein Sprachbeispiel und keine Anleitung, Lebensmittel durch Probieren auf ihre Sicherheit zu testen.

Weitere passende Wörter findest du in der Adjektivliste mit Suche, Filtern und Wortauswahl.