temporal

Temporal bedeutet in sprachwissenschaftlichen Zusammenhängen die Zeit oder zeitliche Beziehungen betreffend. In der Anatomie hat es einen anderen Bezug: die Schläfe beziehungsweise den Temporallappen.

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Was bedeutet temporal?

Eine temporale Angabe ordnet ein Geschehen zeitlich ein. Sie kann beispielsweise sagen, wann, wie lange oder wie oft etwas geschieht. In „Wir lesen nach dem Essen“ stellt „nach dem Essen“ den Zeitbezug her.

Temporale Beziehungen können auch durch Nebensätze ausgedrückt werden: „Während sie las, machte er Notizen.“ Der Satz verknüpft zwei Geschehen zeitlich. Welche genaue Beziehung vorliegt, hängt vom verwendeten Ausdruck und vom Kontext ab.

Die anatomische Bedeutung darf nicht als Zeitangabe verstanden werden. In einer medizinischen Lagebeschreibung verweist temporal auf die Schläfenregion. Für das Verständnis ist daher zunächst das Fachgebiet zu klären.

Eigene Beispiele mit Erklärung

  • „Nach dem Unterricht ist hier eine temporale Angabe.“ Sie beantwortet die Frage, wann etwas stattfindet.
  • „Die temporale Verbindung während stellt die Vorgänge als gleichzeitig dar.“ Die Beziehung zwischen zwei Geschehen wird beschrieben.
  • „Temporal und temporär werden im Entwurf verwechselt.“ Die Wörter haben verschiedene Bedeutungen trotz ähnlichen Anfangs.

Bedeutungsunterschiede und typische Missverständnisse

Zeitlich ist im sprachlichen Zusammenhang meist die verständliche Entsprechung. Kausal bezeichnet dagegen eine Ursache-Wirkungs-Beziehung.

Temporär bedeutet vorübergehend. Eine temporale Angabe kann sich auch auf etwas Dauerhaftes oder immer Wiederkehrendes beziehen.

Schreibweise und Grammatik

Die Schreibung lautet temporal, ohne Umlaut. Formen sind ein temporaler Nebensatz, eine temporale Beziehung und mit temporalen Angaben.

Steigerung

Als fachliche Zuordnung wird das Wort nicht gesteigert. Bei genauerer zeitlicher Einordnung schreibt man beispielsweise „präzisere Zeitangabe“.

Beugung im Überblick

Die Tabellen zeigen die Grundstufe vor einem Nomen. Die hervorgehobene Endung richtet sich nach Artikel, Fall, Geschlecht und Zahl. Bei der gemischten Beugung steht im Plural beispielsweise keine oder meine; ein hat keinen Plural.

Starke Beugung · ohne Artikel
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativtemporalertemporaletemporalestemporale
Genitivtemporalentemporalertemporalentemporaler
Dativtemporalemtemporalertemporalemtemporalen
Akkusativtemporalentemporaletemporalestemporale
Schwache Beugung · nach der, die, das
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativtemporaletemporaletemporaletemporalen
Genitivtemporalentemporalentemporalentemporalen
Dativtemporalentemporalentemporalentemporalen
Akkusativtemporalentemporaletemporaletemporalen
Gemischte Beugung · nach ein/eine, im Plural nach keine
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativtemporalertemporaletemporalestemporalen
Genitivtemporalentemporalentemporalentemporalen
Dativtemporalentemporalentemporalentemporalen
Akkusativtemporalentemporaletemporalestemporalen

Die Grundregeln findest du im Überblick zu Adjektiven und ihrer Beugung.

Die Verwendung an einem Beispiel verstehen

Erfundenes Beispiel: Eine erfundene Schülerin vergleicht „Wir bleiben, weil es regnet“ mit „Wir bleiben, solange es regnet“.

Solange stellt eine temporale Beziehung her: Die Dauer des Bleibens wird mit der Dauer des Regens verknüpft. Weil nennt dagegen einen Grund.

Der Vergleich zeigt die Funktion an zwei ähnlich gebauten Sätzen. Die unterschiedlichen Verbindungen verändern die Beziehung der Aussagen.

Weitere passende Wörter findest du in der Adjektivliste mit Suche, Filtern und Wortauswahl.