todkrank

Todkrank bedeutet so schwer krank, dass der Tod droht.

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Was bedeutet todkrank?

Todkrank beschreibt einen äußerst ernsten Krankheitszustand. Das Wort nennt jedoch weder die Erkrankung noch eine genaue verbleibende Lebenszeit. Auch behauptet es nicht, dass der Mensch bereits tot sei oder eine Besserung grundsätzlich ausgeschlossen werden könne.

In Erzählungen kann die Bezeichnung von einer Figur, einer Erzählinstanz oder einer späteren Rückschau stammen. Für die Analyse ist wichtig, wer die Lage so einschätzt und was der Text tatsächlich darüber mitteilt. Eine dramatische Wortwahl ersetzt keine gesicherte medizinische Prognose.

Eigene Beispiele mit Erklärung

  • „Die Erzählung beginnt am Bett des todkranken Vaters.“ Die Ausgangslage wird als lebensbedrohlich beschrieben; die konkrete Krankheit bleibt zunächst offen.
  • „Sie pflegt ihren todkranken Freund und hofft auf eine Besserung.“ Die Hoffnung widerspricht der Wortbedeutung nicht: drohender Tod und bereits eingetretener Tod sind verschieden.
  • „Der Bericht nennt ihn schwer verletzt, aber nicht todkrank.“ Eine Verletzung und eine Krankheit werden sprachlich unterschieden; die Schwere allein macht die Wörter nicht austauschbar.

Bedeutungsunterschiede und typische Missverständnisse

Krank umfasst sehr unterschiedliche Beeinträchtigungen. Todkrank bezeichnet einen besonders schweren, lebensbedrohlichen Zustand.

Tödlich beschreibt etwas, das den Tod verursacht oder verursachen kann. Todkrank beschreibt den Zustand eines erkrankten Lebewesens.

Schreibweise und Grammatik

Die Schreibung lautet todkrank, mit d im ersten Wortteil: ein todkranker Mensch. Das Bezugswort ist der Tod; totkrank ist nicht die Standardschreibung.

Steigerung

Todkrank wird gewöhnlich nicht gesteigert. Für abgestufte Einschätzungen sind konkrete Angaben zur Schwere oder Veränderung des Zustands verständlicher als todkränker.

Beugung im Überblick

Die Tabellen zeigen die Grundstufe vor einem Nomen. Die hervorgehobene Endung richtet sich nach Artikel, Fall, Geschlecht und Zahl. Bei der gemischten Beugung steht im Plural beispielsweise keine oder meine; ein hat keinen Plural.

Starke Beugung · ohne Artikel
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativtodkrankertodkranketodkrankestodkranke
Genitivtodkrankentodkrankertodkrankentodkranker
Dativtodkrankemtodkrankertodkrankemtodkranken
Akkusativtodkrankentodkranketodkrankestodkranke
Schwache Beugung · nach der, die, das
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativtodkranketodkranketodkranketodkranken
Genitivtodkrankentodkrankentodkrankentodkranken
Dativtodkrankentodkrankentodkrankentodkranken
Akkusativtodkrankentodkranketodkranketodkranken
Gemischte Beugung · nach ein/eine, im Plural nach keine
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativtodkrankertodkranketodkrankestodkranken
Genitivtodkrankentodkrankentodkrankentodkranken
Dativtodkrankentodkrankentodkrankentodkranken
Akkusativtodkrankentodkranketodkrankestodkranken

Die Grundregeln findest du im Überblick zu Adjektiven und ihrer Beugung.

Die Verwendung an einem Beispiel verstehen

Erfundenes Beispiel: In einer erfundenen Erzählung bezeichnet die Schwester den Erkrankten als todkrank. Ein späterer Abschnitt berichtet von seiner Genesung.

Die Bezeichnung drückt zunächst eine lebensbedrohliche Lage beziehungsweise deren Einschätzung aus. Sie legt den Ausgang der Geschichte nicht schon verbindlich fest.

Die Deutung trennt den damaligen Zustand vom späteren Verlauf. Sie erfindet keine Diagnose und berücksichtigt die Perspektive der sprechenden Figur.

Weitere passende Wörter findest du in der Adjektivliste mit Suche, Filtern und Wortauswahl.