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trendy

Form & Grammatik

AdjektivJugendwortAnglizismus
Lemma
trendy
Wortart
Adjektiv
Worttrennung
tren·dy
Steigerung
trendy – trendyer – am trendysten; nicht dekliniert
Beugung
Grundform unverändert, auch vor einem Nomen.
Gebrauch
Lockerer, modebezogener Ausdruck; trendig ist eine regulär deklinierbare Alternative.

Definition · kurz erklärt

Trendy bedeutet umgangssprachlich einem aktuellen Trend entsprechend. Die Grundform wird nicht dekliniert.

Bedeutungen

1

Einem aktuellen Trend entsprechen

Trendy wird besonders für Mode, Gestaltung und einen als zeitgemäß empfundenen Stil verwendet. Der Ausdruck hebt hervor, dass etwas gerade gefragt ist oder so dargestellt werden soll. Er ist weniger sachlich als eine genaue Beschreibung von Schnitt, Material oder Funktion.

Das aus dem Englischen übernommene Wort wird im Deutschen meist ohne Beugungsendung gebraucht. Besonders unkompliziert ist es nach sein oder wirken: Die Einrichtung wirkt trendy. Vor einem Nomen ist oft die Form trendig mit einer deutschen Endung leichter in den Satz einzufügen.

„Die neuen Farben wirken trendy, doch für unser schlichtes Plakat sind sie zu auffällig.“

Die Farben werden als modisch beurteilt. Ob sie für eine bestimmte Aufgabe passen, ist eine andere Frage.

trendy: Synonyme und andere Wörter

Trendy ist eine lockere Bezeichnung für einen Stil oder ein Angebot, das einem aktuellen Trend entspricht. Ein Ersatz kann diesen Modebezug nüchterner ausdrücken oder die Beliebtheit stärker hervorheben. Dabei lohnt sich auch ein Blick auf die Satzform: Das übernommene trendy bleibt gewöhnlich unverändert, während trendig die normalen deutschen Adjektivendungen erhält.

Trendy oder trendig?

Trendig ist weitgehend gleichbedeutend, lässt sich aber vor einem Nomen regulär beugen: eine trendige Jacke. Die Alternative verändert vor allem die Grammatik und den Ton.

Modisch oder angesagt?

Modisch beschreibt Kleidung und Gestaltung nach gegenwärtigem Geschmack und wirkt weniger salopp. Angesagt hebt die aktuelle Beliebtheit eines Ortes, Stils oder Produkts in einem bestimmten Umfeld hervor. Wer eine genaue Beschreibung braucht, kann am aktuellen Trend orientiert schreiben und den Bezug ausdrücklich benennen. Eine allgemeine Qualitätsaussage entsteht dadurch nicht.

Im Satz vergleichen: Die folgenden Beispiele sind eigens formuliert.

Ausgangssatz: Die neue Verpackung wirkt trendy, lässt sich aber schlecht öffnen.

Alternative: Die neue Verpackung wirkt trendig, lässt sich aber schlecht öffnen.

Die Bedeutung bleibt hier nahezu unverändert. Der Gegensatz zur schwierigen Handhabung zeigt, dass modisches Aussehen und praktischer Nutzen getrennt bewertet werden.

Ausgangssatz: In der kleinen Gruppe gilt diese Bar als trendy.

Alternative: In der kleinen Gruppe gilt diese Bar als angesagt.

Angesagt betont die momentane Beliebtheit. Die Aussage bleibt auf die Gruppe begrenzt und behauptet keine allgemeine Bekanntheit oder besonders hohe Qualität.

Trendy und zeitgemäß unterscheiden

Trendig ist die regulär gebeugte deutsche Form: eine trendige Idee. Die beiden Wörter unterscheiden sich hier vor allem im sprachlichen Register und in der Grammatik.

Zeitgemäß kann auch eine sachlich angemessene Lösung für heutige Anforderungen meinen. Das muss keine kurzlebige Mode sein.

Beispiele und Verwendung

Beispiele im Zusammenhang

  • „Die neue Bar gilt in der Gruppe als trendy.“ Die Einschätzung bezieht sich auf den Geschmack eines bestimmten Umfelds.
  • „Die Verpackung sieht trendy aus, lässt sich aber schwer öffnen.“ Modisches Aussehen und praktische Verwendung werden getrennt.
  • „Im sachlichen Bericht wird trendy durch eine Beschreibung der Gestaltung ersetzt.“ Das modische Urteil wird durch überprüfbare Merkmale genauer.

Erfundenes Beispiel: In einer erfundenen Produktbesprechung heißt es nur, ein Rucksack sei trendy. Die Redaktion ergänzt, worauf das Urteil beruht: auf seiner auffälligen Form und gerade beliebten Farbgebung.

Der Rucksack wirkt trendy. Ob er für schwere Bücher geeignet ist, lässt sich aus diesem Modeurteil nicht ableiten.

Die Erklärung macht die Reichweite der Bewertung sichtbar, ohne eine Aussage über die Verarbeitung hinzuzuerfinden.

Weitere passende Wörter findest du in der Adjektivliste mit Suche, Filtern und Wortauswahl.

Grammatik und Beugung

Trendy ist ein indeklinables Adjektiv. Die Worttrennung lautet tren·dy. Es erhält in diesem deutschen Gebrauch keine Fall- oder Numerusendungen; auch vor einem Nomen kann es ungebeugt stehen.

Die Schreibung lautet trendy, mit y. Das Wort bleibt gewöhnlich unverändert. In formellen Texten ist trendig mit passender Endung oder eine genauere Sachbeschreibung oft günstiger.

Steigerung

Auch ein nicht dekliniertes Adjektiv kann Vergleichsformen haben: trendyer und am trendysten. Das y bleibt erhalten. Wer den Vergleich anders formulieren möchte, kann trendiger oder stärker am aktuellen Trend orientiert verwenden.

Unveränderte Form statt Beugungstabelle

Bei trendy sind Satzmuster hilfreicher als eine reguläre Tabelle mit erfundenen Endungen.

Passende Satzmuster
VerwendungBeispiel
Nach seinDas ist trendy.
Nach wirkenDie Gestaltung wirkt trendy.
Mit gebeugter Alternativeeine trendige Gestaltung
Vergleich mit AlternativeDiese Gestaltung wirkt trendiger.

Die Grundregeln findest du im Überblick zu Adjektiven und ihrer Beugung.

Herkunft

Das Wort wurde aus dem englischen trendy übernommen. Es ist dort zu trend gebildet. Die deutsche Alternative trendig macht dieselbe Beziehung mit einer regulär deklinierbaren Adjektivform deutlich.