unbezwingbar

Unbezwingbar bedeutet nicht zu überwinden oder zu besiegen; bei Gefühlen auch nicht zu unterdrücken.

Adjektivliste & Wortwerkstatt öffnen

Was bedeutet unbezwingbar?

Ein Hindernis oder Gegner kann unbezwingbar erscheinen, wenn kein Weg zu seiner Überwindung erkennbar ist. In Erzählungen handelt es sich häufig um einen Eindruck, der später bestätigt oder widerlegt wird. Unbezwingbar scheinen lässt diese Perspektive ausdrücklich offen.

Bei einem unbezwingbaren Lachen oder Verlangen wird die fehlende Beherrschbarkeit betont. Hier gibt es keinen Gegner im wörtlichen Sinn. Das Bild überträgt die Vorstellung des Bezwingens auf einen inneren Vorgang.

Eigene Beispiele mit Erklärung

  • „Die steile Wand erscheint der Gruppe zunächst unbezwingbar.“ Der Eindruck beruht auf der gegenwärtig erkennbaren Schwierigkeit.
  • „Ein unbezwingbares Lachen unterbricht ihre ernst gemeinte Erklärung.“ Sie kann das Lachen in diesem Moment nicht zurückhalten.
  • „Der Gegner wird im ersten Kapitel als unbezwingbar dargestellt.“ Die Formulierung betrifft eine erzählerische Darstellung, nicht zwingend den späteren Verlauf.

Bedeutungsunterschiede und typische Missverständnisse

Unbesiegbar liegt bei Gegnern nahe. Unbezwingbar passt zusätzlich zu Hindernissen und inneren Regungen.

Unbändig betont schwer zu zügelnde Lebhaftigkeit oder Intensität. Ein unbezwingbares Lachen muss nicht besonders laut sein; entscheidend ist, dass es sich nicht unterdrücken lässt.

Schreibweise und Grammatik

Man schreibt unbezwingbar mit z und ng. Attributive Formen sind ein unbezwingbares Hindernis und mit unbezwingbarem Willen. Das zugrunde liegende Verb heißt bezwingen.

Steigerung

Die Formen unbezwingbarer und am unbezwingbarsten sind bei einer wertenden Abstufung möglich. Wenn absolute Unmöglichkeit gemeint ist, ist eine Steigerung inhaltlich nicht nötig. Meist erklärt noch schwerer zu überwinden den Vergleich genauer.

Beugung im Überblick

Die Tabellen zeigen die Grundstufe vor einem Nomen. Die hervorgehobene Endung richtet sich nach Artikel, Fall, Geschlecht und Zahl. Bei der gemischten Beugung steht im Plural beispielsweise keine oder meine; ein hat keinen Plural.

Starke Beugung · ohne Artikel
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativunbezwingbarerunbezwingbareunbezwingbaresunbezwingbare
Genitivunbezwingbarenunbezwingbarerunbezwingbarenunbezwingbarer
Dativunbezwingbaremunbezwingbarerunbezwingbaremunbezwingbaren
Akkusativunbezwingbarenunbezwingbareunbezwingbaresunbezwingbare
Schwache Beugung · nach der, die, das
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativunbezwingbareunbezwingbareunbezwingbareunbezwingbaren
Genitivunbezwingbarenunbezwingbarenunbezwingbarenunbezwingbaren
Dativunbezwingbarenunbezwingbarenunbezwingbarenunbezwingbaren
Akkusativunbezwingbarenunbezwingbareunbezwingbareunbezwingbaren
Gemischte Beugung · nach ein/eine, im Plural nach keine
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativunbezwingbarerunbezwingbareunbezwingbaresunbezwingbaren
Genitivunbezwingbarenunbezwingbarenunbezwingbarenunbezwingbaren
Dativunbezwingbarenunbezwingbarenunbezwingbarenunbezwingbaren
Akkusativunbezwingbarenunbezwingbareunbezwingbaresunbezwingbaren

Die Grundregeln findest du im Überblick zu Adjektiven und ihrer Beugung.

Die Verwendung an einem Beispiel verstehen

Erfundenes Beispiel: In einer erfundenen Geschichte versucht eine Figur, bei einer feierlichen Ansprache ernst zu bleiben. Eine komische Erinnerung kehrt zurück; sie presst die Lippen zusammen, muss dann aber lachen.

Das Lachen wird als unbezwingbar dargestellt. Gerade ihre sichtbaren Versuche, es zurückzuhalten, machen erkennbar, dass die Regung sich in diesem Moment ihrer Kontrolle entzieht.

Die Deutung bezieht sich auf den konkreten inneren Vorgang. Sie beschreibt nicht automatisch eine grundsätzliche Rücksichtslosigkeit der Figur.

Weitere passende Wörter findest du in der Adjektivliste mit Suche, Filtern und Wortauswahl.