verdammt
Verdammt kann zu etwas verurteilt oder gezwungen bedeuten; umgangssprachlich dient es außerdem als starker Gefühlsausdruck oder Verstärkung.
Was bedeutet verdammt?
In zum Warten verdammt wird eine Lage als unausweichlich und belastend dargestellt. In einem religiösen oder erzählerischen Zusammenhang kann verdammt auch eine Verurteilung oder einen Fluch bezeichnen.
Umgangssprachlich verstärkt das Wort ganz unterschiedliche Aussagen: verdammt schwierig ist sehr schwierig, verdammt gut dagegen sehr gut. Als Ausruf drückt es oft Ärger aus. Der Ton ist deutlich emotional und passt nicht zu jedem Schreibanlass.
Eigene Beispiele mit Erklärung
- „Ohne den fehlenden Schlüssel sind die Figuren zunächst zum Warten verdammt.“ Die Formulierung hebt die als zwanghaft erlebte Lage hervor.
- „Das Rätsel ist verdammt schwierig, sagt sie nach dem dritten Versuch.“ Das Wort verstärkt umgangssprachlich den Schwierigkeitsgrad.
- „Die Szene ist verdammt gut geschrieben.“ Die Verstärkung muss keine negative Bewertung enthalten.
Bedeutungsunterschiede und typische Missverständnisse
Unumgänglich beschreibt eine Notwendigkeit, an der kein Weg vorbeiführt. Zum Warten verdammt stellt eine solche Lage zusätzlich emotional als belastend dar.
Ungemein kann ebenfalls stark verstärken, klingt aber weniger derb. Ungemein schwierig verändert daher den Ton gegenüber verdammt schwierig.
Schreibweise und Grammatik
Die Schreibung lautet verdammt mit doppeltem m. Vor einem Nomen wird gebeugt: der verdammte Schlüssel. Als Verstärkung bleibt es unverändert: eine verdammt schwierige Aufgabe. Typisch ist außerdem zu etwas verdammt sein mit Dativ.
Steigerung
Adjektivisch sind die Formen verdammt – verdammter – am verdammtesten möglich, gewöhnlich aber stilistisch auffällig. In der häufigen verstärkenden Verwendung, etwa verdammt gut, wird verdammt nicht selbst gesteigert.
Beugung im Überblick
Die Tabellen zeigen die Grundstufe vor einem Nomen. Die hervorgehobene Endung richtet sich nach Artikel, Fall, Geschlecht und Zahl. Bei der gemischten Beugung steht im Plural beispielsweise keine oder meine; ein hat keinen Plural.
| Fall | Maskulin, Singular | Feminin, Singular | Neutrum, Singular | Plural, alle Genera |
|---|---|---|---|---|
| Nominativ | verdammter | verdammte | verdammtes | verdammte |
| Genitiv | verdammten | verdammter | verdammten | verdammter |
| Dativ | verdammtem | verdammter | verdammtem | verdammten |
| Akkusativ | verdammten | verdammte | verdammtes | verdammte |
| Fall | Maskulin, Singular | Feminin, Singular | Neutrum, Singular | Plural, alle Genera |
|---|---|---|---|---|
| Nominativ | verdammte | verdammte | verdammte | verdammten |
| Genitiv | verdammten | verdammten | verdammten | verdammten |
| Dativ | verdammten | verdammten | verdammten | verdammten |
| Akkusativ | verdammten | verdammte | verdammte | verdammten |
| Fall | Maskulin, Singular | Feminin, Singular | Neutrum, Singular | Plural, alle Genera |
|---|---|---|---|---|
| Nominativ | verdammter | verdammte | verdammtes | verdammten |
| Genitiv | verdammten | verdammten | verdammten | verdammten |
| Dativ | verdammten | verdammten | verdammten | verdammten |
| Akkusativ | verdammten | verdammte | verdammtes | verdammten |
Die Grundregeln findest du im Überblick zu Adjektiven und ihrer Beugung.
Die Verwendung an einem Beispiel verstehen
Erfundenes Beispiel: In einer erfundenen Szene versuchen zwei Figuren, eine verschlossene Tür zu öffnen. Nach mehreren erfolglosen Versuchen bezeichnet eine den Mechanismus als verdammt kompliziert.
Die Verstärkung verdammt kompliziert lässt die zunehmende Ungeduld der Figur hören. Sie beschreibt nicht nur die Technik, sondern macht die emotionale Belastung der Situation sichtbar.
Die Analyse erklärt die Wirkung der umgangssprachlichen Wortwahl. Sie übernimmt deren Ton nicht unbesehen in die eigene sachliche Beschreibung.
Weitere passende Wörter findest du in der Adjektivliste mit Suche, Filtern und Wortauswahl.
