verstorben

Verstorben bedeutet gestorben und nicht mehr am Leben.

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Was bedeutet verstorben?

Verstorben wird besonders in respektvollen, persönlichen oder förmlichen Mitteilungen über den Tod eines Menschen verwendet. Das Wort benennt denselben grundlegenden Sachverhalt wie gestorben, klingt aber oft behutsamer oder feierlicher.

Die Bezeichnung sagt für sich genommen nichts über Todesursache, Alter oder Zeitpunkt aus. Solche Angaben müssen zusätzlich vorhanden sein. In Biografien können verstorbene Angehörige erwähnt werden, ohne dass ihr Tod selbst Gegenstand der Darstellung ist.

Eigene Beispiele mit Erklärung

  • „Die Erzählerin erinnert sich an ihre verstorbene Großmutter.“ Das Adjektiv ordnet die erinnerte Person biografisch ein.
  • „In der Mitteilung steht, der frühere Lehrer sei im vergangenen Monat verstorben.“ Der Zeitpunkt wird ausdrücklich ergänzt.
  • „Der Text nennt den Verstorbenen beim Namen, beschreibt aber die Todesursache nicht.“ Eine unbekannte Einzelheit bleibt auch in der Zusammenfassung offen.

Bedeutungsunterschiede und typische Missverständnisse

Verwitwet beschreibt eine lebende Person nach dem Tod ihres Ehepartners. Verstorben bezieht sich auf die Person, die gestorben ist.

Verschieden heißt gewöhnlich unterschiedlich; in gehobener, heute seltener Verwendung kann verschieden sein auch gestorben bedeuten. Der Kontext muss diese Lesart deutlich machen.

Schreibweise und Grammatik

Die Schreibung lautet verstorben mit o. Vor einem Nomen wird kleingeschrieben: die verstorbene Nachbarin. Substantiviert gilt Großschreibung: die Verstorbene, ein Verstorbener. Das Perfekt lautet sie ist verstorben.

Steigerung

Verstorben wird nicht gesteigert. Unterschiede betreffen allenfalls den Zeitpunkt: früher verstorben vergleicht die Zeit, keinen Grad des Zustands.

Beugung im Überblick

Die Tabellen zeigen die Grundstufe vor einem Nomen. Die hervorgehobene Endung richtet sich nach Artikel, Fall, Geschlecht und Zahl. Bei der gemischten Beugung steht im Plural beispielsweise keine oder meine; ein hat keinen Plural.

Starke Beugung · ohne Artikel
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativverstorbenerverstorbeneverstorbenesverstorbene
Genitivverstorbenenverstorbenerverstorbenenverstorbener
Dativverstorbenemverstorbenerverstorbenemverstorbenen
Akkusativverstorbenenverstorbeneverstorbenesverstorbene
Schwache Beugung · nach der, die, das
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativverstorbeneverstorbeneverstorbeneverstorbenen
Genitivverstorbenenverstorbenenverstorbenenverstorbenen
Dativverstorbenenverstorbenenverstorbenenverstorbenen
Akkusativverstorbenenverstorbeneverstorbeneverstorbenen
Gemischte Beugung · nach ein/eine, im Plural nach keine
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativverstorbenerverstorbeneverstorbenesverstorbenen
Genitivverstorbenenverstorbenenverstorbenenverstorbenen
Dativverstorbenenverstorbenenverstorbenenverstorbenen
Akkusativverstorbenenverstorbeneverstorbenesverstorbenen

Die Grundregeln findest du im Überblick zu Adjektiven und ihrer Beugung.

Die Verwendung an einem Beispiel verstehen

Erfundenes Beispiel: In einer erfundenen Familienerzählung findet eine Figur Briefe ihres verstorbenen Vaters. Sie liest die Texte und erfährt dadurch Einzelheiten aus einer ihr bisher unbekannten Lebensphase.

Die Briefe des verstorbenen Vaters ermöglichen eine nachträgliche Annäherung. Die Figur kann ihn nicht mehr befragen und ist deshalb auf die erhaltenen Aufzeichnungen angewiesen.

Die Analyse zeigt die Funktion der biografischen Angabe für die Erzählung. Sie ergänzt keine Todesumstände und setzt die schriftlichen Selbstzeugnisse nicht mit einer vollständigen Lebensgeschichte gleich.

Weitere passende Wörter findest du in der Adjektivliste mit Suche, Filtern und Wortauswahl.