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wacker

Form & Grammatik

Adjektiv
Stichwort
wacker
Worttrennung
wa·cker
Komparativ
wackerer
Superlativ
am wackersten

Anerkennend, heute häufig altertümlich. Die Steigerung kann Mut, Ausdauer oder Einsatz vergleichen; wackerer vor einem Nomen kann auch die gebeugte Grundstufe sein.

Formen und Verwendung im Detail

Wacker beschreibt tüchtigen, mutigen Einsatz oder standhaftes Durchhalten. Das anerkennende Wort wirkt heute häufig etwas altertümlich.

Was bedeutet wacker?

Wer sich wacker schlägt, bewältigt eine schwierige Aufgabe nach Kräften. Der Ausdruck setzt keinen Sieg voraus: Auch bei einer Niederlage kann jemand wacker gekämpft oder mitgearbeitet haben. Im Mittelpunkt steht die Haltung während der Anstrengung.

Älter ist außerdem die Bedeutung ehrbar oder anständig, etwa in der Bezeichnung „ein wackerer Mann“. In heutigen Texten kann der Ausdruck warmherzig, scherzhaft oder bewusst altmodisch klingen. Ob er ernstes Lob oder einen leicht ironischen Unterton trägt, entscheidet der Zusammenhang.

Eigene Beispiele mit Erklärung

  • „Das kleine Team schlägt sich trotz des frühen Rückstands wacker.“ Gelobt wird der Einsatz, obwohl das Ergebnis noch ungünstig ist.
  • „Nora hält bei der mühsamen Sortierarbeit wacker durch.“ Das Wort würdigt Ausdauer bei einer unspektakulären Aufgabe.
  • „Der Erzähler nennt den Helfer einen wackeren Gefährten.“ Die Wortwahl kann eine ältere oder bewusst erzählerische Sprache markieren.

Synonyme für wacker: passend zum Zusammenhang

Wacker würdigt tüchtigen Einsatz, Mut oder beharrliches Durchhalten. Der Ausdruck kann warmherzig und etwas altmodisch klingen. Ein Ersatz sollte klären, welcher Teil des Lobs gemeint ist. Wer sich wacker schlägt, muss nicht gewinnen: Die anerkennende Bewertung kann gerade den Einsatz trotz ungünstiger Bedingungen betreffen.

Welches Wort passt für wacker?
AlternativePasst beiUnterschied
tapferDurchhalten angesichts von Belastung oder GefahrLiegt nahe, kann aber ernster und stärker auf Mut bezogen wirken.
tüchtigleistungsfähigen oder fleißigen EinsatzPasst zu praktischer Arbeit und setzt keine besondere Gefahr voraus.
beherztmutiges, entschlossenes AnpackenBetont den Entschluss stärker als langes Durchhalten.
standhaftdas Nichtaufgeben unter DruckHebt Beständigkeit hervor, nicht jede Art von Tüchtigkeit.

Im Satz vergleichen: Die folgenden Beispiele sind eigens formuliert.

Ausgangssatz: Das Team hält trotz des Rückstands wacker durch.

Alternative: Das Team hält trotz des Rückstands tapfer durch.

Beide Wörter würdigen den Einsatz unabhängig vom Ergebnis. Tapfer kann die Belastung und den Mut etwas ernster hervorheben.

Ausgangssatz: Die Helferin arbeitet beim mühsamen Sortieren wacker mit.

Alternative: Die Helferin arbeitet beim mühsamen Sortieren tüchtig mit.

Tüchtig richtet das Lob auf den Arbeitseinsatz. Eine gefährliche oder außergewöhnlich mutige Handlung muss dafür nicht vorliegen.

Weitere Abgrenzungen: Bedeutungsunterschiede und typische Missverständnisse

Mutig betont das Handeln trotz Risiko oder Befürchtung. Wacker kann auch fleißiges Durchhalten ohne besondere Gefahr loben.

Tapfer liegt bei belastenden Situationen nahe. Wacker klingt häufig leichter oder altmodischer; es sollte nicht als herablassendes Trostlob eingesetzt werden.

Schreibweise und Grammatik

Die Schreibung lautet wacker mit ck. Vor einem Nomen sind ein wackerer Helfer und eine wackere Helferin gebräuchliche Formen. Das e des Wortstamms bleibt in diesen Formen erhalten.

Steigerung

Die Steigerung lautet wacker – wackerer – am wackersten. Ein Vergleich sollte erklären, ob es um Mut, Ausdauer oder Einsatz geht.

Beugung im Überblick

Die Tabellen zeigen die Grundstufe vor einem Nomen. Die hervorgehobene Endung richtet sich nach Artikel, Fall, Geschlecht und Zahl. Bei der gemischten Beugung steht im Plural beispielsweise keine oder meine; ein hat keinen Plural.

BeugungstabellenDie Formen nach Fall, Geschlecht und Artikel vergleichen.
Starke Beugung · ohne Artikel
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativwackererwackerewackereswackere
Genitivwackerenwackererwackerenwackerer
Dativwackeremwackererwackeremwackeren
Akkusativwackerenwackerewackereswackere
Schwache Beugung · nach der, die, das
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativwackerewackerewackerewackeren
Genitivwackerenwackerenwackerenwackeren
Dativwackerenwackerenwackerenwackeren
Akkusativwackerenwackerewackerewackeren
Gemischte Beugung · nach ein/eine, im Plural nach keine
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativwackererwackerewackereswackeren
Genitivwackerenwackerenwackerenwackeren
Dativwackerenwackerenwackerenwackeren
Akkusativwackerenwackerewackereswackeren

Die Grundregeln findest du im Überblick zu Adjektiven und ihrer Beugung.

Die Verwendung an einem Beispiel verstehen

Erfundenes Beispiel: In einer erfundenen Erzählung fällt ein Teil der Dekoration kurz vor einer Feier aus. Eine Figur beginnt ohne großes Aufsehen, die beschädigten Teile zu ersetzen.

Obwohl die Arbeit länger dauert als erwartet, hält Paul wacker durch. Er repariert Stück für Stück und hilft den anderen anschließend beim Aufbau.

Das Lob stützt sich auf beharrlichen Einsatz. Es behauptet weder Fehlerlosigkeit noch eine außergewöhnliche Heldentat.

Weitere passende Wörter findest du in der Adjektivliste mit Suche, Filtern und Wortauswahl.