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weiß

Form & Grammatik

Adjektiv
Stichwort
weiß
Worttrennung
weiß
Komparativ
weißer
Superlativ
am weißesten

Bei einem Vergleich des Farbeindrucks sind weiß – weißer – am weißesten möglich. Gemeint sein kann etwa ein reinerer oder deutlicher weißer Eindruck. Gesellschaftliche Personenzuordnungen werden dadurch nicht zu einer objektiven Farbskala.

Formen und Verwendung im Detail

Weiß bezeichnet eine sehr helle unbunte Farbe. Je nach Zusammenhang kann es außerdem blass bedeuten oder als gesellschaftliche beziehungsweise symbolische Bezeichnung verwendet werden.

Was bedeutet weiß?

Eine weiße Fläche unterscheidet sich von einer farblosen, durchsichtigen Fläche. Weiß beschreibt einen Farbeindruck; durchsichtig beschreibt, ob man hindurchsehen kann. Ein weißes Blatt kann zudem unbeschrieben sein, doch nicht jedes weiße Blatt ist leer.

Wird ein Gesicht vor Schreck weiß, meint die Erzählung ein Erblassen. Feste Wendungen brauchen ebenfalls eine eigene Erklärung: Eine weiße Weste haben bedeutet übertragen, sich nichts zuschulden kommen zu lassen. Ob eine Figur tatsächlich unschuldig ist, muss der Text zeigen.

Bei Menschen kann weiß eine gesellschaftliche Zuschreibung benennen. Das ist nicht einfach ein exakter Farbwert der Haut und bezeichnet keine biologisch klar abgegrenzte Menschenrasse. In solchen Texten sollte erkennbar bleiben, welche soziale oder historische Einteilung untersucht wird.

Eigene Beispiele mit Erklärung

  • „Auf dem weißen Papier ist schwarze Schrift gut erkennbar.“ Der Satz beschreibt einen Farbkontrast.
  • „Beim Lesen der Nachricht wird die Figur ganz weiß im Gesicht.“ Die Farbe steht für ein sichtbares Erblassen; die Ursache ergibt sich aus der Szene.
  • „Der Erzähler behauptet, der Kaufmann habe eine weiße Weste.“ Die feste Wendung betrifft die behauptete Unbescholtenheit, kein Kleidungsstück.

Bedeutungsunterschiede und typische Missverständnisse

Hell beschreibt eine große Helligkeit und kann auf viele Farben bezogen sein. Hellgelb bleibt gelb; weiß ist eine eigene Farbbezeichnung.

Blass betrifft eine schwache Farbintensität oder übertragene Wirkung. Farblos und durchsichtig sind keine allgemeinen Synonyme für weiß.

Schreibweise und Grammatik

Die Schreibung lautet weiß, in der Schweiz und Liechtenstein weiss. Vor einem Nomen klein: weißer Stoff. Als Farbname groß: ein warmes Weiß. In ich weiß steht dagegen eine gleich geschriebene Form des Verbs wissen.

Steigerung

Bei einem Vergleich des Farbeindrucks sind weiß – weißer – am weißesten möglich. Gemeint sein kann etwa ein reinerer oder deutlicher weißer Eindruck. Gesellschaftliche Personenzuordnungen werden dadurch nicht zu einer objektiven Farbskala.

Beugung im Überblick

Die Tabellen zeigen die Grundstufe vor einem Nomen. Die hervorgehobene Endung richtet sich nach Artikel, Fall, Geschlecht und Zahl. Bei der gemischten Beugung steht im Plural beispielsweise keine oder meine; ein hat keinen Plural.

BeugungstabellenDie Formen nach Fall, Geschlecht und Artikel vergleichen.
Starke Beugung · ohne Artikel
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativweißerweißeweißesweiße
Genitivweißenweißerweißenweißer
Dativweißemweißerweißemweißen
Akkusativweißenweißeweißesweiße
Schwache Beugung · nach der, die, das
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativweißeweißeweißeweißen
Genitivweißenweißenweißenweißen
Dativweißenweißenweißenweißen
Akkusativweißenweißeweißeweißen
Gemischte Beugung · nach ein/eine, im Plural nach keine
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativweißerweißeweißesweißen
Genitivweißenweißenweißenweißen
Dativweißenweißenweißenweißen
Akkusativweißenweißeweißesweißen

Die Grundregeln findest du im Überblick zu Adjektiven und ihrer Beugung.

Die Verwendung an einem Beispiel verstehen

Erfundenes Beispiel: In einer erfundenen Materialbeschreibung werden eine weiße Folie und eine durchsichtige Folie miteinander verwechselt. Beide erscheinen vor einem hellen Hintergrund zunächst ähnlich.

Die erste Folie ist weiß und undurchsichtig; die zweite lässt den Hintergrund erkennen. Die Farbangabe allein sagt nicht alles über das Material.

Das Beispiel verbindet Farbe und Lichtdurchlässigkeit als zwei getrennte Merkmale. Es hilft, eine Beschreibung genauer als mit einem einzigen Farbetikett zu gestalten.

Weitere passende Wörter findest du in der Adjektivliste mit Suche, Filtern und Wortauswahl.