widersinnig

Widersinnig beschreibt etwas, das vernünftigen Überlegungen, einem nachvollziehbaren Zweck oder dem inneren Sinn einer Sache entgegensteht.

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Was bedeutet widersinnig?

Ein widersinniger Plan kann sein eigenes Ziel vereiteln. Die Bezeichnung enthält gewöhnlich eine deutliche Kritik: Nicht nur der Aufwand, sondern der Zusammenhang zwischen Mittel und Zweck erscheint unvernünftig.

Was widersinnig wirkt, hängt auch von den bekannten Voraussetzungen ab. Eine zunächst unverständliche Regel kann einen guten Grund haben. Wer das Wort verwendet, sollte deshalb erklären, worin der Widersinn liegt.

Eigene Beispiele mit Erklärung

  • „Es wäre widersinnig, für mehr Ruhe ausgerechnet den lautesten Raum zu wählen.“ Das gewählte Mittel steht dem genannten Ziel entgegen.
  • „Die Anweisung wirkt widersinnig, weil sie gleichzeitig zum Öffnen und Verschließen derselben Tür auffordert.“ Die verlangten Handlungen lassen sich unter denselben Bedingungen nicht gemeinsam erfüllen.
  • „Mit der zusätzlichen Erklärung erscheint die Regel nicht mehr widersinnig.“ Neue Informationen verändern die Beurteilung.

Bedeutungsunterschiede und typische Missverständnisse

Absurd kann ebenfalls etwas völlig Unvernünftiges bezeichnen, aber auch eine bewusst gestaltete Unstimmigkeit in Kunst und Literatur. Widersinnig hebt stärker den Gegensatz zu Sinn oder Vernunft hervor.

Widersprüchlich beschreibt nicht zusammenpassende Aussagen oder Merkmale. Widersinnig kann auch ein in sich ausführbarer Plan sein, wenn er seinem eigenen Zweck schadet.

Schreibweise und Grammatik

Widersinnig wird mit wider im Sinn von gegen geschrieben. Das enthaltene Sinn behält sein doppeltes n: ein widersinniger Vorschlag.

Steigerung

Die Formen lauten widersinnig – widersinniger – am widersinnigsten. Die Steigerung verstärkt die Bewertung und ersetzt keine Begründung.

Beugung im Überblick

Die Tabellen zeigen die Grundstufe vor einem Nomen. Die hervorgehobene Endung richtet sich nach Artikel, Fall, Geschlecht und Zahl. Bei der gemischten Beugung steht im Plural beispielsweise keine oder meine; ein hat keinen Plural.

Starke Beugung · ohne Artikel
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativwidersinnigerwidersinnigewidersinnigeswidersinnige
Genitivwidersinnigenwidersinnigerwidersinnigenwidersinniger
Dativwidersinnigemwidersinnigerwidersinnigemwidersinnigen
Akkusativwidersinnigenwidersinnigewidersinnigeswidersinnige
Schwache Beugung · nach der, die, das
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativwidersinnigewidersinnigewidersinnigewidersinnigen
Genitivwidersinnigenwidersinnigenwidersinnigenwidersinnigen
Dativwidersinnigenwidersinnigenwidersinnigenwidersinnigen
Akkusativwidersinnigenwidersinnigewidersinnigewidersinnigen
Gemischte Beugung · nach ein/eine, im Plural nach keine
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativwidersinnigerwidersinnigewidersinnigeswidersinnigen
Genitivwidersinnigenwidersinnigenwidersinnigenwidersinnigen
Dativwidersinnigenwidersinnigenwidersinnigenwidersinnigen
Akkusativwidersinnigenwidersinnigewidersinnigeswidersinnigen

Die Grundregeln findest du im Überblick zu Adjektiven und ihrer Beugung.

Die Verwendung an einem Beispiel verstehen

Erfundenes Beispiel: In einer erfundenen Gruppenszene soll Zeit gespart werden. Ein neuer Ablauf verlangt jedoch, jede schon vorhandene Angabe dreimal abzuschreiben.

Der Vorschlag erscheint widersinnig, weil er den Schreibaufwand erhöht, obwohl er ausdrücklich Zeit sparen soll.

Die Erklärung verbindet Urteil und überprüfbaren Grund. Sie nennt nicht bloß eine andere Vorliebe.

Weitere passende Wörter findest du in der Adjektivliste mit Suche, Filtern und Wortauswahl.