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Assoziation

Form & Grammatik

SubstantivFremdwort
Stichwort
Assoziation
Worttrennung
As·so·zi·a·ti·on
Artikel
die
Geschlecht
Femininum
Genitiv
der Assoziation
Plural
die Assoziationen

Gebrauch: Gedankliche Verbindung, Zusammenschluss und fachliche Verwendungen auseinanderhalten; der Kontext bestimmt die jeweilige Bedeutung.

Formen und Verwendung im Detail

Definition · kurz erklärt

Eine Assoziation ist häufig eine gedankliche Verbindung: Ein Eindruck ruft eine andere Vorstellung hervor. Das Wort kann außerdem einen Zusammenschluss bezeichnen. In Fachgebieten wie Statistik, Chemie und Vegetationskunde hat es jeweils genauer bestimmte Bedeutungen.

Bedeutungen

Eine Vorstellung ruft eine andere hervor

Bei einer gedanklichen Assoziation werden Eindrücke, Erinnerungen oder Vorstellungen miteinander verknüpft. Ein Klang, ein Geruch oder ein Wort kann eine solche Verbindung auslösen. Verschiedene Menschen können mit demselben Eindruck unterschiedliche Vorstellungen verbinden.

„Der Geruch nach Holz weckt bei ihr die Assoziation an die Werkstatt ihres Großvaters.“

Der Geruch löst eine Erinnerung aus. Daraus folgt nicht, dass alle Menschen dieselbe Verbindung herstellen oder dass die erinnerte Werkstatt in der Nähe liegt.

Eine Vereinigung oder ein Zusammenschluss

Als Assoziation kann eine Vereinigung von Personen, Gruppen oder Staaten bezeichnet werden. Die Mitglieder schließen sich für einen gemeinsamen Zweck zusammen. Welche Regeln und Verpflichtungen gelten, ergibt sich nicht allein aus dem Wort.

„Die Einrichtungen gründen eine Assoziation für den gemeinsamen fachlichen Austausch.“

Der Zweck ist genannt. Eine bestimmte Rechtsform oder politische Befugnis wird damit nicht behauptet.

Statistik: ein Zusammenhang zwischen Merkmalen

In statistischen Zusammenhängen bezeichnet Assoziation eine Beziehung zwischen Merkmalen oder untersuchten Größen. Ein festgestellter Zusammenhang zeigt für sich allein noch nicht, dass die eine Größe die andere verursacht.

„In den erhobenen Daten zeigt sich eine Assoziation zwischen Wohnort und Verkehrsmittelwahl.“

Der Satz berichtet einen Zusammenhang. Für eine Erklärung können weitere Bedingungen wichtig sein, etwa die verfügbaren Verkehrsverbindungen.

Chemie: Teilchen lagern sich zusammen

In der Chemie kann Assoziation das Zusammenlagern zuvor getrennter molekularer Einheiten zu einem Aggregat meinen. Dazu kann beispielsweise die Zusammenlagerung entgegengesetzt geladener Ionen gehören.

„Die Untersuchung beschreibt die Assoziation positiver und negativer Ionen zu Ionenpaaren.“

Das Beispiel betrifft die chemische Zusammenlagerung. Es ist keine gedankliche Verbindung und setzt nicht voraus, dass die beteiligten Teilchen gleichartig sind.

Vegetationskunde: eine Einheit von Pflanzengesellschaften

In der Pflanzensoziologie ist die Assoziation eine grundlegende Einheit zur Einordnung von Pflanzengesellschaften. Entscheidend ist die Zusammensetzung der Vegetation. Es geht um ein syntaxonomisches System, nicht um die Benennung einer einzelnen Pflanzenart.

„Die Untersuchung ordnet die aufgenommenen Waldbestände derselben Assoziation zu.“

Die Zuordnung betrifft Vegetationseinheiten. Sie muss auf fachlich ausgewerteten Bestandsdaten beruhen; eine einzelne auffällige Pflanze genügt dafür nicht.

Assoziation: Synonyme und andere Wörter

Bei Gedanken und Erinnerungen

Ideenassoziation · Gedankenverbindung · Vorstellungsverknüpfung · Einfall

Ideenassoziation benennt ausdrücklich die gedankliche Verbindung. Gedankenverbindung erklärt den Zusammenhang zwischen Vorstellungen. Einfall kann dagegen eine einzelne Idee bezeichnen, ohne ihre Verbindung zu einem Auslöser hervorzuheben.

„Das Wort löst eine Assoziation aus.“ – „Das Wort ruft eine damit verknüpfte Vorstellung hervor.“ Die zweite Fassung erläutert den Vorgang.

Bei Gruppen und Fachbegriffen

Vereinigung · Zusammenschluss · Zusammenhang

Vereinigung und Zusammenschluss passen zur gesellschaftlichen Bedeutung. Zusammenhang kann die statistische Bedeutung erläutern. Diese Ersatzwörter lassen sich nicht beliebig auf die chemische oder pflanzensoziologische Fachverwendung übertragen.

„Die Vereine bilden eine Assoziation.“ – „Die Vereine bilden einen Zusammenschluss.“ Hier ist eine Gruppe gemeint, keine Gedankenfolge.

Beispiele und Verwendung

„Beim Sammeln von Assoziationen notiert sie zunächst alle Vorstellungen zum Wort Garten.“ Die Sammlung kann Erinnerungen, Bilder und Begriffe umfassen. Für einen gegliederten Text werden sie anschließend geordnet und ausgewählt.

Eine assoziative Erzählweise verbindet Szenen etwa durch wiederkehrende Motive oder Erinnerungen. Im mathematischen Gebrauch von assoziativ geht es dagegen um eine besondere Eigenschaft von Verknüpfungen; diese darf nicht mit einer beliebigen Gedankenverbindung gleichgesetzt werden.

„Die Studie beschreibt eine Assoziation, erklärt aber noch keinen ursächlichen Mechanismus.“ Die Unterscheidung zwischen Zusammenhang und Ursache verhindert eine voreilige Schlussfolgerung.

Grammatik und Beugung

Assoziation ist feminin: die Assoziation, im Genitiv der Assoziation. Der Plural lautet die Assoziationen, im Dativ den Assoziationen. Die Worttrennung lautet As·so·zi·a·ti·on.

Man kann von einer Assoziation mit einer Erinnerung oder Assoziationen zu einem Begriff sprechen. Bei fachlichen Aussagen sollte der Bereich ausdrücklich erkennbar sein, weil die gleiche Form verschiedene Begriffe bezeichnet.

Assoziation: die vier Fälle
FallSingularPlural
Nominativdie Assoziationdie Assoziationen
Genitivder Assoziationder Assoziationen
Dativder Assoziationden Assoziationen
Akkusativdie Assoziationdie Assoziationen

Herkunft

Assoziation wurde aus französisch association übernommen. Das französische Wort geht auf die lateinische Wortfamilie von associare, vereinigen oder verbinden, zurück. Dieser Bezug zur Verbindung ist in mehreren heutigen Bedeutungen erkennbar.

Feste Verbindungen

Assoziationen wecken

Die Verbindung bedeutet, verknüpfte Vorstellungen hervorzurufen. „Die Musik weckt bei ihm Assoziationen an frühere Reisen.“ Der Zusatz bei ihm macht deutlich, dass die beschriebene Verbindung persönlich ist und nicht bei allen Hörenden entstehen muss.