Demission
Form & Grammatik
- Stichwort
- Demission
- Worttrennung
- De·mis·si·on
- Artikel
- die
- Geschlecht
- Femininum
- Genitiv
- der Demission
- Plural
- die Demissionen
Ankündigung und tatsächlichen Zeitpunkt des Ausscheidens unterscheiden.
Gebrauch: Besonders für den Rücktritt eines Ministers oder einer Regierung; im schweizerischen Gebrauch auch bei anderen leitenden Funktionen.
Definition · kurz erklärt
Eine Demission ist ein Rücktritt, besonders der Rücktritt einer Ministerin, eines Ministers oder einer Regierung. Im schweizerischen Gebrauch begegnet das Wort auch beim Ausscheiden aus anderen leitenden Funktionen.
Bedeutungen
Von einem Amt zurücktreten
Demission bezeichnet die Aufgabe einer Amts- oder Leitungsfunktion. Im politischen Zusammenhang kann eine einzelne Person oder eine Regierung gemeint sein. Der konkrete Text muss zeigen, wer zurücktritt, welche Funktion endet und zu welchem Zeitpunkt das geschieht.
„Die Ministerin kündigt ihre Demission für das Ende des Monats an.“
Das eigene Beispiel nennt einen angekündigten Rücktritt und seinen vorgesehenen Zeitpunkt. Aus der Ankündigung allein folgt nicht, dass das Amt bereits am Tag der Erklärung beendet ist. Das Wort legt außerdem keinen bestimmten Rücktrittsgrund fest.
Demission: Synonyme und andere Wörter
Rücktritt und Amtsniederlegung
Rücktritt ist die geläufige Umschreibung. Amtsniederlegung macht deutlicher, dass eine Funktion aufgegeben wird. Mit einem Verb kann man sagen, jemand tritt von seinem Amt zurück. Die räumliche Bedeutung einen Schritt zurücktreten ist damit nicht gemeint.
„Die Nachricht meldet die Demission des Regierungsmitglieds. – Die Nachricht meldet dessen Rücktritt.“
Beide Fassungen benennen im politischen Zusammenhang denselben Vorgang. Der Rücktritt vom Amt bedeutet noch nicht automatisch den Austritt aus einer Partei oder Organisation.
Abdanken und Entlassung unterscheiden
Abdanken kann ebenfalls eine Amtsaufgabe bezeichnen und wird besonders beim Thronverzicht verwendet. Entlassung stellt dagegen die Beendigung einer Stellung durch eine andere zuständige Stelle in den Vordergrund. Die Wörter sind deshalb keine beliebig austauschbaren Beschreibungen.
„Sie erklärt ihre Demission. – Sie wird aus ihrer Funktion entlassen.“
Der zweite Satz beschreibt eine andere Perspektive auf das Ausscheiden. Ob ein Rücktritt aus freien Stücken, unter Druck oder aus einem anderen Anlass erfolgt, muss gesondert belegt werden.
Beispiele und Verwendung
Eine Person oder eine Regierung nennen
„Die Darstellung behandelt zunächst die Demission des Ministers und danach die der Regierung.“
Die Ergänzungen unterscheiden einen einzelnen Amtsinhaber vom Regierungsgremium. Welche Folgen das in einer bestimmten politischen Ordnung hat, erklärt das Wort allein nicht.
Den weiteren schweizerischen Gebrauch erkennen
„Die Mitteilung informiert über die Demission des Direktors.“
Im schweizerischen Zusammenhang kann auch der Rücktritt aus einer solchen Leitungsfunktion gemeint sein. Die Verwendung darf deshalb nicht überall auf Ministerämter beschränkt werden.
Den Zeitpunkt präzisieren
„Zwischen der angekündigten Demission und der Amtsübergabe liegen mehrere Monate.“
Die Formulierung unterscheidet die Erklärung vom späteren Übergang. Der genaue Ablauf muss im betreffenden Fall beschrieben werden; aus dem Fremdwort lassen sich weder eine feste Frist noch eine allgemeine Rechtsfolge ableiten.
Grammatik und Beugung
Das Nomen ist feminin: die Demission, im Genitiv der Demission. Die Mehrzahl lautet die Demissionen, im Dativ den Demissionen. Im Singular bleibt die Wortform in allen vier Fällen gleich.
Die Worttrennung lautet De·mis·si·on. Ergänzungen wie die Demission des Ministers oder die Demission der Regierung nennen, wessen Rücktritt gemeint ist. Demissionen kann mehrere entsprechende Vorgänge bezeichnen.
| Fall | Singular | Plural |
|---|---|---|
| Nominativ | die Demission | die Demissionen |
| Genitiv | der Demission | der Demissionen |
| Dativ | der Demission | den Demissionen |
| Akkusativ | die Demission | die Demissionen |
Herkunft
Demission geht auf französisch démission und weiter auf lateinisch demissio zurück. Im heutigen deutschen Gebrauch steht die Bezeichnung für den Rücktritt im Vordergrund. Die Herkunft ersetzt keine Erklärung des konkreten Amts oder politischen Zusammenhangs.
