Enzyklopädie
Form & Grammatik
- Stichwort
- Enzyklopädie
- Worttrennung
- En·zy·klo·pä·die
- Artikel
- die
- Geschlecht
- Femininum
- Genitiv
- der Enzyklopädie
- Plural
- die Enzyklopädien
Kann allgemeines Wissen oder ein einzelnes Fachgebiet erschließen; gedruckte und digitale Ausgaben sind möglich.
Gebrauch: Singular und Plural; keine Personenbezeichnung.
Definition · kurz erklärt
Eine Enzyklopädie sammelt und ordnet Wissen in einem umfassend angelegten Nachschlagewerk. Sie kann viele Wissensbereiche oder ein einzelnes Fachgebiet behandeln. Ihre Einträge lassen sich etwa alphabetisch oder nach Sachgebieten erschließen; sie kann gedruckt oder digital vorliegen.
Bedeutungen
Ein geordnetes Wissenswerk
Eine Enzyklopädie erläutert Gegenstände, Begriffe, Personen oder Zusammenhänge. Ihr Anspruch ist, einen größeren Wissensbereich im Überblick darzustellen und gezieltes Nachlesen zu ermöglichen. Umfassend bedeutet dabei nicht, dass jedes denkbare Detail enthalten oder jeder Eintrag fehlerfrei ist.
„Für die erste Orientierung liest die Arbeitsgruppe den Artikel in einer Enzyklopädie der Musik.“
Hier handelt es sich um eine Fachenzyklopädie. Die Beschränkung auf Musik widerspricht dem Wort nicht; es muss nicht immer das Wissen aller Fachgebiete versammelt werden.
Enzyklopädie: Synonyme und andere Wörter
Lexikon und Nachschlagewerk
Lexikon kann ebenfalls eine geordnete Sammlung erklärender Einträge meinen. Die Bezeichnungen überschneiden sich. Enzyklopädie hebt häufig den umfassenden Anspruch des Wissenswerks hervor; Nachschlagewerk ist der weitere Oberbegriff.
„Sie sucht den Begriff im Nachschlagewerk. – Sie sucht den Begriff in der Enzyklopädie.“
Der zweite Satz bezeichnet die Art des benutzten Werks genauer. Aus dem Namen allein ergibt sich noch kein Urteil über die Qualität des einzelnen Artikels.
Wörterbuch und Glossar
Ein Wörterbuch richtet sich besonders auf Wörter und ihren sprachlichen Gebrauch, etwa Schreibweise, Bedeutung oder Grammatik. Ein Glossar erklärt ausgewählte Ausdrücke eines Textes oder Fachgebiets. Eine Enzyklopädie stellt dagegen Sachwissen zusammen; die Grenzen können sich in konkreten Werken überschneiden.
„Das Wörterbuch nennt den Plural. – Die Enzyklopädie erläutert die Geschichte des Gegenstands.“
Die Sätze zeigen unterschiedliche Schwerpunkte. Sie behaupten nicht, dass ein Wörterbuch niemals Sachinformationen oder eine Enzyklopädie niemals Sprachhinweise enthalten kann.
Beispiele und Verwendung
Alphabet und Sachordnung unterscheiden
„Das Werk ordnet seine Artikel alphabetisch und verbindet verwandte Themen durch Verweise.“
Alphabetische Reihenfolge ist eine Möglichkeit der Erschließung. Eine systematisch gegliederte Enzyklopädie kann stattdessen Themenbereiche zusammenstellen.
Das Medium macht nicht die Bedeutung aus
„Die digitale Enzyklopädie wird laufend ergänzt; die ältere Druckausgabe bleibt unverändert im Regal.“
Beide können Enzyklopädien sein. Für die konkrete Recherche sind unter anderem Bearbeitungsstand und Zuständigkeit für die Inhalte wichtig.
Grammatik und Beugung
Es heißt die Enzyklopädie und der Enzyklopädie. Der Plural lautet die Enzyklopädien, im Dativ den Enzyklopädien.
Die verwendete Worttrennung lautet En·zy·klo·pä·die. Das Wort wird im heutigen Deutschen mit z geschrieben. In älteren Werktiteln können historische Schreibungen begegnen; sie bilden keine andere Kasusform. Beim Plural wird an die Grundform n angefügt.
| Fall | Singular | Plural |
|---|---|---|
| Nominativ | die Enzyklopädie | die Enzyklopädien |
| Genitiv | der Enzyklopädie | der Enzyklopädien |
| Dativ | der Enzyklopädie | den Enzyklopädien |
| Akkusativ | die Enzyklopädie | die Enzyklopädien |
Herkunft
Das deutsche Wort wurde aus französisch encyclopédie übernommen. Dahinter stehen mittellateinische und griechische Formen, die eine allgemeine Bildung beziehungsweise die zusammenhängende Lehre verschiedener Wissensgebiete bezeichneten. Die Herkunft passt zum umfassenden Anspruch eines solchen Wissenswerks.
