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hoppla

Form & Grammatik

InterjektionJugendwort
Stichwort
hoppla
Worttrennung
hopp·la

Traditioneller Ausruf; lexikografisch als veraltend und noch scherzhaft eingeordnet. Kein behaupteter aktueller Jugendtrend.

Gebrauch: Unveränderliche Interjektion; keine Personen-, Kasus-, Plural- oder Steigerungsformen.

Formen und Verwendung im Detail

Hoppla ist ein kurzer Ausruf, mit dem man innehält oder auf etwas aufmerksam macht. Er passt etwa zu einer unerwarteten Bewegung oder einem kleinen Missgeschick. Das traditionelle Wort kann scherzhaft wirken.

Bedeutung

1 Innehalten und aufmerksam werden

Hoppla unterbricht kurz den Gesprächs- oder Handlungsablauf. Der Ausruf kann anzeigen, dass man gerade etwas bemerkt oder knapp ein Missgeschick vermieden hat. Welche Sache gemeint ist, ergibt sich erst aus der Situation oder dem folgenden Satz.

„Hoppla, mein Glas steht ja direkt an der Tischkante.“

Die Person bemerkt eine ungünstige Stelle und hält inne. Aus dem Ausruf folgt nicht, dass das Glas schon heruntergefallen ist.

Hoppla: ähnliche Ausrufe

Ups bei einem Missgeschick

Ups passt ebenfalls zu einer kleinen Panne oder überraschenden Entdeckung. „Ups, ich habe die falsche Datei geöffnet“ erkennt ein Versehen an. Ein solcher Ausruf erklärt noch nicht, wie der Fehler behoben wird.

Achtung als ausdrücklicher Hinweis

Achtung oder Vorsicht können ein Gegenüber direkter warnen. „Vorsicht, hinter dir steht eine Kiste“ benennt die mögliche Gefahr klarer. Hoppla kann in einer lockeren Situation darauf hinweisen, ersetzt aber keine genaue Warnung, wenn der Anlass sonst unverständlich bleibt.

Beispiele und Verwendung

„Hoppla, da habe ich zwei Termine auf dieselbe Uhrzeit gelegt.“ Hier begleitet der Ausruf das Bemerken eines eigenen Fehlers.

„Hoppla, jetzt ist die Tür doch aufgegangen!“ Die Überraschung betrifft einen gelungenen Vorgang. Hoppla setzt deshalb nicht zwingend einen Schaden voraus.

Das Wort gehört zum älteren umgangssprachlichen Ausrufbestand und wird auch scherzhaft gebraucht. Sein Auftreten in einer Nachricht ist kein verlässlicher Hinweis auf das Alter der schreibenden Person.

Grammatik und Beugung

Hoppla ist eine Interjektion. Der Ausruf kann selbstständig stehen: „Hoppla!“ Vor einer Erklärung kann er mit Komma abgesetzt werden: „Hoppla, das war knapp.“ Er wird nicht nach Fällen, Personen oder Zahlen gebeugt und nicht gesteigert.

Die Worttrennung lautet hopp·la. Die Trennstelle gehört zur Rechtschreibinformation, nicht in die gewöhnliche Wortschreibung. Innerhalb eines Satzes schreibt man das zitierte Wort klein; als Beginn einer selbstständigen Äußerung steht „Hoppla“.