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ogottogott

Form & Grammatik

Interjektion
Stichwort
ogottogott
Worttrennung
ogott·ogott

Umgangssprachlich; kann eine Reaktion übertreibend hervorheben.

Gebrauch: Unveränderlicher Ausruf; keine Deklination, Konjugation oder Steigerung.

Formen und Verwendung im Detail

Ogottogott! drückt Erschrecken, Entsetzen oder deutliche Ablehnung aus. Der Ausruf kann eine Reaktion bewusst übertreiben.

Bedeutungen

1 Erschrocken oder entsetzt reagieren

Der Ausruf macht eine heftige Reaktion auf etwas Unerwartetes hörbar. Er benennt nicht selbst die Ursache und beweist nicht, dass tatsächlich eine große Gefahr besteht.

„Ogottogott, die Farbdose ist auf dem Teppich umgekippt!“

Die Person erschrickt über das Missgeschick. Wie groß der Schaden ist, muss erst festgestellt werden.

2 Eine Vorstellung entschieden abwehren

Ogottogott kann auch auf einen Vorschlag reagieren, den jemand unangenehm oder übertrieben findet. Dann steht die Ablehnung im Vordergrund, nicht ein plötzliches Unglück.

„Ogottogott, bitte keine dreistündige Vorstellungsrunde!“

Die Person lehnt den Umfang der vorgeschlagenen Runde ab. Sie muss damit nicht jede Form des Kennenlernens ablehnen.

Ogottogott und ähnliche Ausrufe

Erschrecken: herrje und oh nein

Herrje kann besorgtes Erstaunen begleiten. Oh nein passt zu einer unerwünschten Entdeckung. „Oh nein, die Farbe liegt auf dem Teppich“ nennt dieselbe Panne; ogottogott hebt die Reaktion nachdrücklicher hervor.

Ablehnen: bloß nicht

„Bloß nicht noch eine lange Runde“ formuliert den Widerstand direkter. Ogottogott zeigt zunächst die Reaktion; der folgende Satz erklärt, was die Person verhindern möchte.

Beispiele und Verwendung

„Ogottogott, ich habe den Kuchen im Ofen vergessen!“ Die Erinnerung löst Erschrecken aus. Der Ausruf sagt noch nicht, ob der Kuchen verbrannt ist.

„Ogottogott, so viele Formulare für eine einzige Anmeldung?“ Die Person kann den Aufwand übertrieben finden. Die Frage stellt die Menge infrage, ohne die einzelnen Formulare sachlich zu prüfen.

Grammatik und Beugung

Ogottogott ist eine unveränderliche Interjektion. Das Wort wird zusammengeschrieben; die Worttrennung ist ogott·ogott. Es geht auf die Wiederholung von „o Gott!“ zurück. Diese Wiederholung ist keine grammatische Mehrzahl.

Als eigene Äußerung kann „Ogottogott!“ stehen. Vor einem anschließenden Satz kann ein Komma die Reaktion abgrenzen. Die Großschreibung am Satzanfang ändert nichts daran, dass der ganze Ausruf kein gebeugtes Nomen ist.