wink
Form & Grammatik
- Stichwort
- wink
- Worttrennung
- wink
- Form
- Inflektiv: unveränderliches Reaktionswort aus einem Verbstamm.
Ältere informelle Chatsprache; nicht ausschließlich jugendlich.
Stellt eine winkende Geste dar. Die gleich geschriebene Verbaufforderung und das Substantiv der Wink sind zu unterscheiden.
Gebrauch: Als dargestellte Handlung ohne Personen-, Zeit-, Kasus- oder Steigerungsformen. Gleich geschriebene Verbformen sind grammatisch davon zu unterscheiden.
Definition · kurz erklärt
Wink kann in einer informellen Nachricht eine winkende Geste darstellen. Das Reaktionswort passt etwa zu einem Gruß oder Abschied. Es gehört zur älteren Chatsprache und ist vom Substantiv der Wink sowie von einer Aufforderung zum Winken zu unterscheiden.
Bedeutung
1 Eine winkende Geste darstellen
Wer wink schreibt, kann die Bewegung mit der Hand sprachlich in Szene setzen. Die Geste kann eine Kontaktaufnahme begleiten oder einen Abschied abrunden. Welche Funktion sie erfüllt, zeigt die übrige Nachricht.
„Ich muss jetzt los. Wink!“
Hier begleitet das Reaktionswort den angekündigten Abschied. Es behauptet nicht, dass die andere Person eine tatsächliche Handbewegung sehen kann.
Wink und andere Grüße
Hallo oder wink?
Hallo ist ein ausdrücklicher Gruß oder Zuruf. Wink stellt dagegen eine Geste dar. „Hallo, ich bin wieder da!“ eröffnet den Kontakt unmittelbar; „Bin wieder da. *wink*“ begleitet dieselbe Mitteilung mit einer schriftlichen Gebärde.
Ich winke dir
„Ich winke dir“ ist ein vollständiger Aussagesatz mit einer gebeugten Form von winken. Das kurze wink lässt Person und Zeit grammatisch unausgedrückt und setzt stärker auf den Zusammenhang. Die beiden Fassungen können eine ähnliche Geste vermitteln, haben aber einen anderen Satzbau.
Beispiele und Verwendung
„Hallo in die Runde! *wink*“
Die dargestellte Bewegung ergänzt die Begrüßung. Sie ist kein zusätzlicher Empfänger und fordert auch nicht automatisch alle Anwesenden zu einer Antwort auf.
Der Gebrauch ist aus informellen Chats bekannt und nicht ausschließlich jugendlich. In einem förmlichen Schreiben kann die gestische Darstellung unpassend verspielt wirken. Ob ein Gruß herzlich oder beiläufig gemeint ist, lässt sich nicht allein an den vier Buchstaben erkennen.
Grammatik und Beugung
Als Reaktionswort ist wink ein Inflektiv aus dem Verbstamm von winken und gehört zu den Interjektionen. Es bleibt unverändert; Personen, Zeiten und Fälle werden daran nicht markiert. Das einsilbige Wort wird nicht getrennt: wink.
Die Schreibung *wink* hebt die dargestellte Handlung mit Sternchen hervor. Diese Zeichen sind keine Beugungsbestandteile. Am Beginn eines gewöhnlichen Satzes steht Wink groß; eine solche Großschreibung allein macht das Wort noch nicht zum Substantiv.
Reaktion, Aufforderung oder Nomen?
„Wink deiner Schwester!“ ist eine Aufforderung mit dem Verb winken. „Ich bin weg. Wink!“ stellt dagegen eine eigene Abschiedsgeste dar. Die gleich geschriebene Kurzform hat daher nicht in jedem Satz dieselbe grammatische Funktion.
In „Sie gab mir einen Wink“ steht das Substantiv Wink: Gemeint ist ein Zeichen oder Hinweis. Auch die Verbindung ein Wink mit dem Zaunpfahl gehört zum Nomen. Sie bezeichnet einen indirekten, aber sehr deutlichen Hinweis und ist keine Erweiterung des Chatgrußes.
