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Das Reisen kost’t Geld, doch sieht man die Welt

Form & Grammatik

Sprichwort
Stichwort
Das Reisen kost’t Geld, doch sieht man die Welt
Form
Zwei gereimte Hauptsätze mit dem Gegensatzwort doch.

Gebrauch: Historisch überliefert; kost’t entspricht kostet. Die Wertung einer Reise bleibt persönlich.

Formen und Verwendung im Detail

Definition · kurz erklärt

Eine Reise beansprucht Geld, bietet dafür aber neue Eindrücke. Der Spruch hält Aufwand und möglichen Gewinn des Unterwegsseins nebeneinander fest.

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Bedeutungen

Reiseaufwand und neue Erfahrungen zusammen betrachten

Der erste Teil nennt einen konkreten Nachteil, der zweite einen möglichen Gegenwert: Man lernt andere Orte und Verhältnisse kennen. Doch stellt beide Seiten in einen Gegensatz. Die Welt sehen meint dabei nicht, tatsächlich überall gewesen zu sein, sondern über die vertraute Umgebung hinauszublicken.

„Die Bahnfahrt und die Unterkunft waren teuer, aber zum ersten Mal habe ich die Küste gesehen. Das Reisen kost’t Geld, doch sieht man die Welt.“

Die Person verschweigt die Kosten nicht. Sie bewertet die eigenen Eindrücke als einen Gewinn, der für sie den Aufwand aufwiegt.

Ob eine Reise ihren Aufwand wert ist, hängt von Möglichkeiten und Interessen ab. Niemand muss reisen, um gebildet oder offen zu sein. Der Spruch rechtfertigt keine Ausgaben, die eine Person nicht tragen kann oder nicht tragen möchte.

Ähnliche Sprichwörter und ihre Unterschiede

Jedes Ding hat zwei Seiten

Die zwei Seiten fordern allgemein, verschiedene Folgen zu betrachten. Der Reise-Spruch nennt einen bestimmten Gegensatz: finanzielle Ausgaben und den Gewinn neuer Anschauung.

Ein größerer Veranstaltungsraum kann zugleich weiter entfernt sein; eine Reise kann zugleich die Kasse belasten und neue Orte erschließen.

Beispiele und Verwendung

Eine persönliche Reisebilanz ziehen

„Ich habe dafür gespart und viele neue Eindrücke mitgenommen. Das Reisen kost’t Geld, doch sieht man die Welt.“

Die Bewertung bezieht sich am besten auf die eigene Erfahrung und nicht auf eine Pflicht zum Reisen.

Grammatik

Das Reisen ist das Subjekt des ersten Satzes. Kost’t ist die verkürzte historische Form von kostet; der Apostroph markiert die Auslassung. Im zweiten Satz steht man als Subjekt zu sieht. Geld und die Welt sind jeweils Akkusativobjekte. Das Komma trennt die beiden Hauptsätze.