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Rote Äpfel sind auch faul

Form & Grammatik

Sprichwort
Stichwort
Rote Äpfel sind auch faul.
Form
Aussagesatz mit dem Pluralsubjekt rote Äpfel und dem Prädikat sind faul.

Gebrauch: Historisch überliefert; heutige Häufigkeit nicht bestimmt.

Formen und Verwendung im Detail

Definition · kurz erklärt

Ein ansprechendes Äußeres beweist noch nicht, dass etwas auch im Inneren gut ist.

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Bedeutungen

Guten Eindruck und tatsächliche Qualität unterscheiden

Der rote Apfel sieht verlockend aus, kann innen aber verdorben sein. Das Sprichwort überträgt diesen Gegensatz auf Angebote, Gegenstände oder Versprechungen. Ein schöner erster Eindruck sollte die nähere Prüfung nicht ersetzen. Das Wort auch öffnet dabei eine Möglichkeit: Selbst etwas äußerlich Gelungenes kann einen verborgenen Mangel haben.

Das gebrauchte Fahrrad glänzte wie neu, doch bei der Probefahrt sprang ständig die Kette ab. Rote Äpfel sind auch faul.

Die glänzende Oberfläche entsprach dem roten Apfel. Erst die Benutzung zeigte, dass die technische Qualität nicht zum Eindruck passte.

Der Spruch behauptet nicht, alles Schöne sei schlecht. Auf das Aussehen von Menschen bezogen kann er unfair und abwertend wirken; ihr Charakter lässt sich daraus nicht ableiten.

Ähnliche Sprichwörter und ihre Unterschiede

Es ist nicht alles Gold, was glänzt

Beide Sprichwörter sind nahezu bedeutungsgleich und warnen vor einem trügerischen äußeren Eindruck. Sie unterscheiden sich vor allem im Bild: glänzendes vermeintliches Gold hier, ein schöner, aber innen fauler Apfel dort.

Das teure Siegel verspricht mehr, als das Produkt hält: Nicht alles ist Gold. Das schön verpackte Gerät ist innen beschädigt: Auch rote Äpfel können faul sein.

Beispiele und Verwendung

Einen Kauf prüfen

Lass dir die Funktionen zeigen; die hübschen Fotos allein reichen nicht. Rote Äpfel sind auch faul.

Hier begründet das Sprichwort eine sachliche Prüfung, ohne bereits einen Betrug zu behaupten.

Grammatik

Rote steht attributiv vor Äpfel und trägt die Endung -e. Faul beschreibt den Zustand nach sind und bleibt ungebeugt. Es bedeutet im Apfelbild verdorben, nicht arbeitsscheu. Sind ist die dritte Person Plural von sein; auch bezieht die scheinbar guten Äpfel ausdrücklich ein.