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an

Form & Grammatik

Präposition
Stichwort
an
Worttrennung
an
Kasus
Dativ oder Akkusativ je nach Konstruktion; räumlich Ort versus Ziel unterscheiden.
Form
unveränderlich

Kasusangaben betreffen die Ergänzung. Die Beispieltabelle zeigt keine Beugung der Präposition.

Gebrauch: Steht als Präposition vor der Ergänzung; wird nicht dekliniert oder konjugiert.

Ergänzungen: Nominalgruppe oder Pronomen; am = an + dem, ans = an + das.

Formen und Verwendung im Detail

Definition · kurz erklärt

An ist eine Präposition für räumliche, zeitliche und weitere Beziehungen. Räumlich unterscheidet sie etwa einen Ort (an der Wand) und ein Ziel (an die Wand). Sie gehört zu den Wechselpräpositionen. Welcher Fall passt, hängt von der jeweiligen Konstruktion ab.

Bedeutungen

Eine räumliche Beziehung

An kann einen Ort am Rand, in der Nähe oder in Berührung mit etwas nennen. Wird ein entsprechendes Ziel bezeichnet, steht eine andere Fallform.

„Das Plakat hängt an der Tür. Mira hängt ein zweites Plakat an die Tür.“

An der Tür bezeichnet den Ort des ersten Plakats, an die Tür das Ziel beim Aufhängen. Die Tür ist dieselbe; die Aussage über die Beziehung ist verschieden.

Einen Zeitpunkt nennen

Mit Tagesbezeichnungen und anderen Zeitangaben ordnet an ein Ereignis zeitlich ein.

„An diesem Freitag stellen wir unsere Bücher vor.“

Die Vorstellung findet am genannten Tag statt. An diesem Freitag sagt nicht, dass sie den gesamten Tag dauert. Für eine Uhrzeit brauchst du eine weitere Angabe.

Eine vom Verb bestimmte Beziehung

In Verbindungen mit einem Verb lässt sich an nicht immer räumlich erklären. Der ganze Ausdruck bestimmt, welche Ergänzung folgt.

„Ben schreibt an einem Bericht. Danach schreibt er an den Klassenrat.“

Im ersten Satz ist der Bericht die bearbeitete Aufgabe, im zweiten der Klassenrat der Adressat. Die Fälle unterscheiden sich. Eine einfache Frage nach Bewegung würde diesen Unterschied nicht erklären.

Synonyme: andere Wörter für an

Einen Ort genauer beschreiben

„Wir treffen uns an der Schule.“ → „Wir treffen uns neben der Schule.“

Neben ist genauer, verändert aber die Ortsangabe: an der Schule legt die Seite nicht fest. Für einen Treffpunkt kann eine solche Präzisierung nützlicher sein als ein möglichst ähnliches Wort.

Eine Verbverbindung umformulieren

„Ben schreibt an einem Bericht.“ → „Ben arbeitet an einem Bericht.“

Die zweite Fassung ist allgemeiner: Arbeiten kann auch das Ordnen von Material umfassen. Hier wird das Verb ersetzt; an bleibt stehen. Nicht jede Präposition hat ein überall passendes Ersatzwort.

Beispiele und Verwendung

Auch bei Bewegung kann der Dativ passen

„Die Kinder laufen am Ufer entlang.“

Die Kinder bewegen sich. Am Ufer nennt trotzdem den Ort beziehungsweise den Verlauf ihres Laufens, kein erst noch zu erreichendes Ziel. Bewegung allein ist kein Akkusativsignal.

Die gewünschte Beziehung nennen

„Ich schreibe an den Verein, weil ich eine Frage habe.“

Der Verein ist der Adressat. Wer dagegen an einer Geschichte schreibt, arbeitet an einem Text. Beide Ergänzungen gehören zum Verb; ihre Funktion muss aus dem Satz erschlossen werden.

Grammatik und Beugung

An ist unveränderlich. Die Fälle betreffen die nachfolgende Nominalgruppe oder das Pronomen. Die Tabelle ist deshalb eine Übersicht der Ergänzungen, keine Deklination der Präposition.

VerwendungBeispielFall und Erklärung
Räumlicher Ortan der Wand stehenDativ: Wo befindet sich etwas?
Räumliches Zielan die Wand stellenAkkusativ: Welches Ziel hat das Stellen?
Zeitangabean einem DienstagDativ in dieser Zeitangabe.
Bearbeitete Aufgabean einem Aufsatz schreibenDativ in dieser Verbindung mit schreiben.
Adressatan den Verein schreibenAkkusativ beim Adressaten.

Am und ans

Am verbindet an + dem, ans verbindet an + das: am Fenster, ans Fenster. Die Verschmelzung enthält also auch einen Artikel. Sie ist keine Beugungsendung von an.

Worttrennung: an ist einsilbig und wird nicht getrennt. In „Das Licht ist an“ steht das gleich geschriebene Adverb. In „Sie macht das Licht an“ gehört der abgetrennte Bestandteil zu anmachen; er ist hier keine Präposition vor einer Ergänzung.

Feste Verbindungen

Was bedeutet an der Reihe sein?

Wer an der Reihe ist, ist innerhalb einer Abfolge gerade dran: „Nach der Pause ist unsere Gruppe an der Reihe.“ Gemeint ist der vorgesehene Einsatz, nicht ein Platz an einer sichtbaren Reihe von Gegenständen. Dran sein ist eine kürzere, eher umgangssprachliche Formulierung.

Die Erklärung der Wechselpräpositionen vertieft den räumlichen Fallwechsel. Der Vergleich mit in zeigt weitere Beispiele; die Präpositionsliste bietet den Überblick.