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nix

Form & Grammatik

Pronomen
Stichwort
nix
Worttrennung
nix

Umgangssprachlich, auch mundartlich. In neutralen schriftlichen Texten gewöhnlich nichts.

Gebrauch: Unveränderliches Indefinitpronomen.

Formen und Verwendung im Detail

Definition · kurz erklärt

Nix bedeutet umgangssprachlich nichts: Ich habe nix gesehen. Das Wort gehört vor allem in ein lockeres Gespräch, einen bewusst mündlichen Text oder eine Figurenrede. In einem neutralen Aufsatz ist meist nichts passender.

Bedeutungen

1 Umgangssprachlich nichts

Nix verneint das Vorhandensein einer Sache oder eines Inhalts im gemeinten Zusammenhang. Welche Dinge überhaupt infrage kommen, hängt vom Satz ab. Das Pronomen ist keine allgemeine Aussage darüber, dass es auf der Welt gar nichts gebe.

„In der Schublade lag nix außer einem alten Schlüssel.“

Die Aussage schließt andere Gegenstände in dieser Schublade aus. Der mit außer genannte Schlüssel ist ausdrücklich die Ausnahme.

nix: Synonyme und andere Wörter

Nix oder nichts?

Nichts ist die neutrale Alternative. Der sachliche Kern kann gleich bleiben, während sich der Ton ändert. Nix kann vertraut, salopp oder bewusst lapidar wirken; diese Wirkung ergibt sich aus der jeweiligen Stimme.

„Ich weiß nix darüber.“ – „Ich weiß nichts darüber.“

Beide verneinen vorhandenes Wissen über denselben Gegenstand. Die zweite Fassung lässt sich leichter in einer sachlichen schriftlichen Erklärung verwenden.

Nix, kein oder niemand?

Kein begleitet oft ein Nomen: kein Heft. Nix steht dagegen selbstständig. Niemand verneint eine Person, nicht eine Sache. Die Ausdrücke dürfen deshalb nicht überall direkt gegeneinander ausgetauscht werden.

„Ich habe nix gehört.“ – „Ich habe niemanden gehört.“

Die erste Aussage kann Geräusche oder Mitteilungen betreffen. Die zweite richtet die Verneinung auf Personen; sie schließt ein anderes Geräusch nicht ebenso deutlich aus.

Beispiele und Verwendung

„In der Figurenrede heißt es: Das macht mir nix.“

Die Figur stellt etwas als nicht störend oder unerheblich dar. Ob sie ihre tatsächlichen Gefühle offenlegt, müsste aus dem weiteren Text hervorgehen.

„Im Bericht steht nichts davon; im Gespräch sagte er nur, er wisse nix.“

Die Gegenüberstellung zeigt unterschiedliche Register. Die bloße saloppe Wortwahl beweist keine mangelnde Bildung und keine Unwahrheit.

Grammatik und Beugung

Nix ist ein unveränderliches Pronomen. Es erhält keine Endungen für Fall, Geschlecht oder Zahl. Formen wie nixen wären keine Kasusformen dieses Pronomens. Eine eigene Beugungstabelle würde deshalb irreführen.

Das einsilbige Wort wird nicht getrennt. Im Satzinneren wird das Pronomen kleingeschrieben: Das bringt nix. Am Satzanfang steht der gewöhnliche Großbuchstabe: Nix ist verschwunden. Ein großgeschriebenes anderes Nomen wäre davon zu unterscheiden.

In einer literarischen Analyse sollte eine Figurenäußerung genau zitiert werden. Im eigenen erläuternden Satz kann dagegen nichts passen. So bleibt der Charakter der Figurenrede erhalten, ohne ihren Ton ungeprüft in den ganzen Aufsatz zu übernehmen.

Was bedeutet null Komma nix?

Die umgangssprachliche feste Verbindung null Komma nix kann überhaupt nichts bedeuten. Mit in kann sie einen sehr kurzen Zeitraum beschreiben: in null Komma nix. Der Satzbau entscheidet über die Lesart.

„Für die Eintrittskarte bezahlte sie null Komma nix; am Eingang war sie in null Komma nix durch.“

Zuerst ist ein fehlender Preis gemeint, danach ein rascher Ablauf. Die Wendung nennt weder eine exakte Währungssumme noch eine gemessene Dauer.

Satz mit x, das war wohl nix

Die scherzhafte Verbindung kommentiert etwas Misslungenes. Sie ist eine zugespitzte Bewertung und kann gegenüber anderen auch verletzend wirken.

„Nach dem gescheiterten eigenen Versuch murmelt die Figur: Satz mit x, das war wohl nix.“

Hier richtet sich die Bemerkung auf den eigenen Versuch. Als Urteil über eine andere Person wäre ihr spöttischer Ton gesondert zu beachten.