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Status quo

Form & Grammatik

Substantiv
Stichwort
Status quo
Worttrennung
Sta·tus quo
Artikel
der Status quo
Geschlecht
Maskulinum
Genitiv
des Status quo
Plural
üblicherweise Singular (derzeitiger Zustand)
Gebrauch
Maskuline nominale Wortgruppe; hier im Singular.

Die feste Wendung bezeichnet den bestehenden Zustand und bleibt gewöhnlich im Singular. Für mehrere Vergleichsfälle ist etwa verschiedene Zustände klarer. Der Artikel zeigt den Fall: der, des, dem, den Status quo.

Formen und Verwendung im Detail

Status quo bezeichnet den gegenwärtigen Zustand oder die bestehenden Verhältnisse. Man schreibt Status groß und quo klein: den Status quo erhalten.

Was bedeutet Status quo?

Wer den Status quo beschreibt, hält zunächst fest, wie etwas gegenwärtig geregelt ist oder aussieht. Wer ihn bewahren möchte, will wesentliche Verhältnisse unverändert lassen. Wer ihn infrage stellt, sucht nach Veränderungen. Die Wendung selbst bewertet den Zustand weder als gut noch als schlecht.

Sie wird etwa für eine bestehende Arbeitsteilung, eine politische Ordnung oder den Ablauf eines Projekts verwendet. In einem verständlichen Text sollte benannt werden, welche Verhältnisse gemeint sind. „Wir prüfen den Status quo“ bleibt leer, solange nicht klar wird, ob es um Kosten, Zuständigkeiten, Ausstattung oder etwas anderes geht.

Schreibweise und Grammatik

Die aus dem Lateinischen übernommene Wendung wird im Deutschen als maskuline Substantivgruppe verwendet: der Status quo. Die Wörter bleiben unverändert; der Artikel zeigt den Fall: des Status quo, dem Status quo, den Status quo. Ein im Alltag üblicher Plural ist für die feste Wendung nicht erforderlich; mehrere Zustände lassen sich entsprechend umschreiben.

Quo gehört nicht als selbstständiges deutsches Substantiv in die Großschreibung. Status Quo kann allerdings als Eigenname auftreten, etwa als Name einer Band. Dann folgt die Schreibung dem Namen und nicht dem hier behandelten allgemeinen Ausdruck.

Deklination von Status quoGeprüfte Formen
Deklination von Status quo
FallSingular
Nominativder Status quo
Genitivdes Status quo
Dativdem Status quo
Akkusativden Status quo

Drei eigene Beispiele mit Erklärung

Die folgenden Sätze sind eigene Sprachbeispiele.

„Zuerst erfassen wir den Status quo der Schulbibliothek.“

Der aktuelle Bestand und die bestehenden Abläufe sollen beschrieben werden. Noch wird keine Bewertung oder Veränderung angekündigt.

„Die Gruppe will den Status quo nicht bloß verwalten, sondern die Aufgaben neu verteilen.“

Der Gegensatz macht deutlich, dass bestehende Zuständigkeiten verändert werden sollen.

„Für die einen bietet der Status quo Sicherheit, für die anderen verhindert er Verbesserungen.“

Derselbe Zustand kann aus verschiedenen Perspektiven bewertet werden. Die Wendung legt keine dieser Bewertungen fest.

Bedeutungsunterschiede und Verwendung

Istzustand ist eine gut verständliche Alternative, besonders wenn ein Sollzustand gegenübersteht. Ausgangslage blickt auf den Beginn einer Entwicklung; sie muss mit dem aktuellen Status quo nicht mehr übereinstimmen. Stillstand bewertet das Ausbleiben von Veränderung und ist daher kein neutrales Synonym.

Das Einzelwort Status kann zusätzlich einen Rang oder eine Stellung bezeichnen. Ein hoher sozialer Status und ein unveränderter Status quo sind unterschiedliche Aussagen. Auch Status quo ante meint etwas anderes: den früheren Zustand, der vor einer Veränderung bestand.

Kurz üben

Was ist genauer als „Der Status quo ist schlecht“?

Lösung und Erklärung

Zum Beispiel: „Die jetzige Aufteilung lässt zwei Arbeitsbereiche unbesetzt.“ Das benennt den Zustand und das konkrete Problem, statt nur ein pauschales Urteil abzugeben.

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