zugrunde legen
Zugrunde legen bedeutet, etwas als Grundlage einer Überlegung, Entscheidung oder Berechnung zu verwenden. Auch zu Grunde legen ist korrekt.
Bedeutung und richtiger Gebrauch
Wer einer Berechnung bestimmte Werte zugrunde legt, verwendet sie als Ausgangsdaten. Wer seiner Deutung eine Annahme zugrunde legt, baut darauf auf. Der Ausdruck sagt nicht, dass diese Grundlage bereits richtig oder ausreichend geprüft ist.
Die Varianten zugrunde und zu Grunde sind zulässig. Das Verb legen bleibt in beiden Fällen getrennt. Das gilt auch für das Partizip: zugrunde gelegt beziehungsweise zu Grunde gelegt.
Schreibweise und Grammatik
| Form | Einordnung |
|---|---|
| zugrunde legen / zu Grunde legen | beide zulässig, Verb getrennt |
| zugrunde gelegt / zu Grunde gelegt | Partizip, ebenfalls getrennt |
| zugrunde zu legen / zu Grunde zu legen | zu steht vor legen |
| etwas liegt zugrunde | Zustand statt aktives Festlegen der Grundlage |
Eigene Beispiele mit Erklärung
Die folgenden Beispiele sind eigens für diese Erklärung formuliert.
Wir legen der Berechnung die Besucherzahlen der letzten Woche zugrunde.
Die Besucherzahlen bilden die verwendete Datengrundlage.
Der Interpretation wird die Annahme zugrunde gelegt, dass die Figur unzuverlässig erzählt.
Die Annahme beeinflusst die Deutung und muss am Text geprüft werden.
Bitte nenne die zugrunde gelegten Werte.
Gelegten ist ein gebeugtes Partizip vor Werte. Zugrunde bleibt davon getrennt.
Beim Formulieren beachten
Als Grundlage verwenden ist die direkte Erklärung. Ausgehen von passt oft bei Annahmen. Berücksichtigen ist schwächer: Ein Gesichtspunkt kann berücksichtigt werden, ohne die gesamte Grundlage zu bilden.
Die Wendung zugrunde liegen beschreibt, was die Grundlage bildet. Zugrunde legen benennt dagegen die Handlung, eine Grundlage auszuwählen oder anzusetzen.
