Angst
Form & Grammatik
- Stichwort
- Angst
- Worttrennung
- Angst
- Artikel
- die
- Geschlecht
- feminin
- Genitiv
- der Angst
- Plural
- die Ängste; der Plural bezeichnet einzelne oder verschiedene Furchterlebnisse; ein allgemeines Angstgefühl steht meist im Singular.
In „mir ist angst und bange“ wird angst kleingeschrieben; hier ist es ein Adjektiv und keine Form des Substantivs Angst.
Definition · kurz erklärt
Angst ist ein Gefühl von Beklemmung oder Bedrohung. Es kann auf eine konkrete Gefahr bezogen sein oder als unbestimmte Sorge erlebt werden. Im Alltag überschneidet sich das Wort häufig mit Furcht.
Bedeutungen
Bedeutung 1: Gefühl von Bedrohung oder Beklemmung
Angst entsteht angesichts einer wahrgenommenen oder erwarteten Bedrohung. Man kann Angst vor etwas haben oder sich um jemanden sorgen.
„Vor dem Gespräch hatte er Angst, dass seine Erklärung missverstanden würde.“
Das Beispiel beschreibt eine Befürchtung; es beweist nicht, dass die befürchtete Situation tatsächlich eintreten wird.
Angst und Furcht
Im allgemeinen Sprachgebrauch werden Furcht und Angst oft ähnlich verwendet. Furcht klingt meist etwas gehobener. In psychologischen oder philosophischen Fachtexten kann Angst eher ein nicht klar auf einen Gegenstand gerichtetes Gefühl bezeichnen, während Furcht auf etwas Bestimmtes gerichtet ist. Diese Unterscheidung gilt nicht als starre Regel für jeden Alltagssatz.
„Sie hatte Angst vor dem Sturm.“ → „Sie empfand Furcht vor dem Sturm.“
Beide Sätze nennen hier ein ähnliches Gefühl; der zweite klingt formeller.
Beispiele und Verwendung
Angst vor etwas, Angst um jemanden
„Sie hatte Angst vor der Prüfung und Angst um ihre kranke Schwester.“
Angst vor nennt, wovor man sich fürchtet; Angst um nennt eine Person oder Sache, deren Wohlergehen man bedroht sieht.
Jemandem Angst und Bange machen
„Der plötzliche Knall machte den Kindern Angst und Bange.“
Die Wendung bedeutet, jemanden sehr zu erschrecken oder zu beunruhigen. Auch es mit der Angst bekommen ist geläufig: „Als die Tür im Wind zuschlug, bekam sie es mit der Angst zu tun.“
„Mir ist angst und bange“
„Mir wurde angst und bange, als im Keller das Licht ausging.“
Hier steht angst kleingeschrieben als prädikatives Adjektiv. Es ist keine Kasusform des großgeschriebenen Substantivs Angst.
Grammatik und Beugung
Angst ist feminin: die Angst. Im Singular bleibt das Substantiv in allen Kasus unverändert. Der Plural Ängste benennt mehrere einzelne oder verschiedene Furchterlebnisse; ein allgemeines Gefühl steht meist im Singular.
| Kasus | Singular | Plural |
|---|---|---|
| Nominativ | die Angst | die Ängste |
| Genitiv | der Angst | der Ängste |
| Dativ | der Angst | den Ängsten |
| Akkusativ | die Angst | die Ängste |
Die Worttrennung lautet Angst; das Wort ist einsilbig. Im Plural ändert sich der Stammvokal zu ä und die Endung lautet -e; im Dativ Plural kommt zusätzlich -n hinzu.
Wortfamilie
Zur Wortfamilie gehört das Adjektiv ängstlich. Das Verb fürchten ist bedeutungsverwandt, gehört aber nicht zur gleichen Wortfamilie: Es bezeichnet das Erleben oder Erwarten einer Bedrohung.
