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Aprikose

Form & Grammatik

Substantiv
Stichwort
Aprikose
Worttrennung
Apri·ko·se / Ap·ri·ko·se
Artikel
die
Geschlecht
Femininum
Genitiv
der Aprikose
Plural
die Aprikosen

Gebrauch: Die Frucht und der Aprikosenbaum werden gleich gebeugt. Marille ist eine regionale andere Bezeichnung, keine Kasusform.

Formen und Verwendung im Detail

Definition · kurz erklärt

Eine Aprikose ist eine kleine Steinfrucht mit gelber bis orangefarbener Haut. Das Wort bezeichnet außerdem den Aprikosenbaum. Besonders in Österreich heißt die Frucht auch Marille.

Bedeutungen

Die essbare Frucht

Aprikose nennt die Frucht mit einem harten Stein. Sie kann frisch, getrocknet oder in einer Zubereitung vorkommen; diese unterschiedlichen Zustände werden zusätzlich benannt.

„Lea legt eine getrocknete Aprikose in ihre Brotdose.“

Getrocknet beschreibt den Zustand. Es entsteht dadurch weder eine andere Wortart noch ein neuer Plural des Nomens.

Der Aprikosenbaum

In einem Garten- oder Obstbauzusammenhang kann Aprikose auch für Aprikosenbaum stehen. Der Wechsel von Pflanze und Frucht ist eine echte Bedeutungsunterscheidung.

„Die Aprikose am südlichen Zaun blüht in diesem Jahr üppig.“

Blühen und Standort weisen auf die Pflanze. Mit der Fruchtfarbe hat das Verb in diesem Satz nichts zu tun.

Synonyme: andere Wörter für Aprikose

Aprikose und Marille

Marille · Aprikosenbaum

Marille ist besonders in Österreich und Südtirol die übliche regionale Bezeichnung. Aprikosenbaum macht in der Pflanzenbedeutung ausdrücklich, dass der Baum gemeint ist.

„Für die Füllung nehme ich Aprikosen.“ → „Für die Füllung nehme ich Marillen.“

Der Wechsel kann dieselbe Fruchtmenge bezeichnen. Marillen ist der Plural von Marille und keine abweichende Aprikosen-Deklination.

Frucht oder Steinobst?

Frucht · Steinobst

Frucht ist ein allgemeinerer Begriff. Steinobst fasst mehrere Obstarten zusammen und ist als Sammelbezeichnung kein gleich gebauter Ersatz für eine einzelne Aprikose.

„In der Schale liegt eine Aprikose.“ → „In der Schale liegt eine Frucht.“

Der zweite Satz gibt weniger Auskunft. Ein Pfirsich ist eine andere Frucht und kein Synonym für Aprikose.

Beispiele und Verwendung

Zahl und Fall erkennen

„Der Geschmack der Aprikose passt zu den anderen Aprikosen.“

Der Aprikose ist hier Genitiv Singular; zu den Aprikosen steht im Dativ Plural. Die Endung n im Plural bleibt in allen vier Fällen erhalten.

Das Farbwort sagt nur etwas über die Farbe

„Die aprikosenfarbene Schachtel enthält keine Aprikosen.“

Aprikosenfarben vergleicht den optischen Eindruck mit der Frucht. Aus dem Adjektiv lässt sich weder eine Zutat noch ein Geschmack ableiten.

Grammatik und Beugung

Aprikose ist feminin. Im Singular verändert sich das Wort selbst in keinem der vier Fälle; die Artikel zeigen den Fall. Alle Pluralformen lauten Aprikosen, auch nach mit oder zu. Die Tabelle gilt für Frucht und Baum. Regionale Bezeichnungen werden nicht als zusätzliche Kasuszellen in diese Reihe hineingeschrieben.

Aprikose: Fälle im Singular und Plural
FallSingularPlural
Nominativdie Aprikosedie Aprikosen
Genitivder Aprikoseder Aprikosen
Dativder Aprikoseden Aprikosen
Akkusativdie Aprikosedie Aprikosen

Schreibweise und Worttrennung

Für den Zeilenumbruch sind Apri·ko·se und Ap·ri·ko·se belegt. Die erste Trennung ist die empfohlene Variante der abgeglichenen Rechtschreibquelle. Im Plural lautet eine mögliche Trennung Ap·ri·ko·sen. Ohne Zeilenumbruch schreibt man Aprikose beziehungsweise Aprikosen zusammen.

Wortfamilie und verwandte Wörter

Aprikosenbaum, Aprikosenkern und Aprikosenkonfitüre benennen genauer, worum es geht. Das Adjektiv entsteint beschreibt, dass der harte Stein entfernt ist. Es sagt nicht, ob die Frucht auch geschält wurde.