Bank
Form & Grammatik
- Stichwort
- Bank
- Worttrennung
- Bank
- Artikel
- die
- Geschlecht
- Femininum
- Genitiv
- der Bank
- Plural
- die Bänke (Sitz-, Arbeits-, Geländeformen); die Banken (Geldinstitut/Spielbank)
Gebrauch: Gleiche Singularform, bedeutungsabhängig zwei verschiedene Plurale. Dativ Plural: den Bänken / den Banken.
Definition · kurz erklärt
Eine Bank kann eine Sitzgelegenheit oder ein Geldinstitut sein. Die Bedeutung zeigt sich besonders im Plural: Im Park stehen Bänke, Geldgeschäfte betreiben Banken. Daneben gibt es fachliche und übertragene Verwendungen, die sich aus dem jeweiligen Zusammenhang erschließen.
Bedeutungen
Sitzgelegenheit
Eine Bank bietet eine längliche Sitzfläche, häufig für mehrere Menschen nebeneinander. Material und Bauweise können verschieden sein. Im Sport bezeichnet die Bank auch den Platz der Auswechselspieler.
„Auf der Bank vor dem Haus fanden drei Gäste Platz.“
Die gemeinsame Sitzfläche ist gemeint. Bei „Er blieb auf der Bank“ kann im Sport dagegen im Vordergrund stehen, dass ein Spieler nicht eingesetzt wurde.
Arbeitsfläche, Verkaufstisch oder Turngerät
Bank kann eine Kurzform für eine Arbeitsbank, etwa eine Hobelbank, sein. In entsprechenden Zusammenhängen bezeichnet das Wort auch einen Verkaufstisch oder ein bankförmiges Turngerät.
„Die Tischlerin spannte das Brett an der Bank fest.“
Der Beruf und das Festspannen machen hier die Arbeitsbank erkennbar. Ohne solchen Kontext würde man leicht an eine Sitzgelegenheit denken.
Schichten und Anhäufungen
Bank bezeichnet auch eine längliche Erhebung oder Schicht: etwa eine Sandbank im Wasser, eine Ansammlung von Austern oder eine deutlich abgegrenzte Gesteinsschicht. Auch von Wolken- oder Nebelbänken ist die Rede.
„Bei niedrigem Wasserstand ragten mehrere sandige Bänke aus dem Fluss.“
Gemeint sind Ablagerungen, keine Möbel. Die nähere Bestimmung sandig und der Gewässerbezug legen diese Lesart fest; die verschiedenen Fachverwendungen sollten entsprechend präzisiert werden.
Etwas, auf das man sich verlassen kann
Umgangssprachlich kann eine Person oder Sache als Bank bezeichnet werden, wenn man ihren Erfolg oder ihre Verlässlichkeit besonders hoch einschätzt. Im Zusammenhang mit Tippscheinen meint Bank eine unverändert beibehaltene Vorhersage.
„Mit ihrer ruhigen Spielweise ist die Torhüterin eine Bank für das Team.“
Das ist eine lobende Einschätzung ihrer Zuverlässigkeit. Sie ist keine Garantie dafür, dass jeder künftige Ball gehalten wird.
Eine Körperstellung im Sport
Bank kann eine Ausgangsstellung bezeichnen, bei der der Körper auf Knien und Armen abgestützt wird. Diese fachliche Lesart ist vom bankförmigen Turngerät zu unterscheiden.
„Die Übung beginnt in der Bank, anschließend wird ein Arm angehoben.“
Hier bezeichnet Bank die Körperhaltung. Eine konkrete Übungsanleitung müsste die Haltung genauer erläutern; der Beispielsatz erklärt lediglich das Wort.
Unternehmen für Geldgeschäfte
Eine Bank bietet Dienstleistungen rund um Geld und Zahlungsverkehr an. Dasselbe Wort kann auch das Gebäude bezeichnen, in dem eine solche Einrichtung untergebracht ist.
„Die Bank eröffnet eine Filiale am Marktplatz.“
Im Satz handelt das Unternehmen. Bei „Die Bank hat hohe Fenster“ wäre dagegen das Gebäude gemeint. In beiden Fällen lautet der Plural Banken.
Bank im Spiel
Bei Spielen kann Bank die Seite bezeichnen, die Einsätze verwaltet oder gegen andere Spieler antritt, sowie den dazugehörigen Geldvorrat. Auch ein zentral verwalteter Vorrat in einem Brettspiel kann so heißen.
„Beim Brettspiel verwaltet Nuri die Bank und gibt Spielgeld aus.“
Das Beispiel meint eine Rolle im Spiel. Es geht weder um ein echtes Geldinstitut noch um eine Empfehlung zum Glücksspiel.
Synonyme: andere Wörter für Bank
Sitzbank und Sitzgelegenheit
Sitzbank · Sitzgelegenheit
Sitzbank macht die Möbellesart eindeutig. Sitzgelegenheit ist weiter und umfasst auch Stühle oder Hocker.
„Im Hof steht eine Bank.“ → „Im Hof steht eine Sitzbank.“
Die zweite Formulierung schließt das Geldinstitut ausdrücklich aus. „Eine Sitzgelegenheit“ ließe dagegen offen, welche Art Möbel dort steht.
Bank und Geldinstitut
Geldinstitut · Kreditinstitut · Bankhaus
Geldinstitut benennt den finanziellen Zusammenhang eindeutig. Bankhaus ist ebenfalls eine Bezeichnung für eine Bank, kann aber förmlicher klingen.
„Die Bank eröffnet eine Filiale.“ → „Das Geldinstitut eröffnet eine Filiale.“
Der Gegenstand bleibt gleich. Bei der Bank im Park funktioniert dieser Austausch nicht; die gleiche Schreibung verbindet keine austauschbaren Bedeutungen.
Bank im Gelände
Sandbank · Schicht · Ablagerung
Die nähere Benennung zeigt, welche Formation gemeint ist. Schicht passt etwa zur geologischen Lesart, bezeichnet aber nicht automatisch eine Sandbank im Fluss.
„Das Boot näherte sich einer Bank.“ → „Das Boot näherte sich einer Sandbank.“
Der zweite Satz macht das mögliche Hindernis eindeutig. Die Präzisierung erklärt die Art der Bank, ohne eine neue Bedeutung des Boots einzuführen.
Beispiele und Verwendung
Der Plural klärt die Bedeutung
„In der Straße gibt es zwei Banken und drei Bänke.“
Die Banken sind Geldinstitute, die Bänke Sitzgelegenheiten. Die beiden Plurale lassen sich nicht beliebig vertauschen.
Auf der Bank sitzen
„Sie bleibt auf der Bank sitzen, bis der Regen nachlässt.“
Im gewöhnlichen Kontext ist eine Sitzgelegenheit gemeint. Das Verb sitzen beschreibt hier die Körperhaltung; erst ein Sportkontext könnte zusätzlich den Nichteinsatz eines Spielers nahelegen.
Grammatik und Beugung
Beide hier unterschiedenen Wörter sind feminin und haben denselben Genitiv Singular: der Bank. Bei der Sitzgelegenheit und den verwandten körperlichen oder räumlichen Verwendungen lautet der Plural Bänke, Dativ Bänken. Beim Geldinstitut und den zugehörigen Spielverwendungen lautet er Banken. Die Tabellen trennen diese Formen nach Bedeutung.
| Fall | Singular | Plural |
|---|---|---|
| Nominativ | die Bank | die Bänke |
| Genitiv | der Bank | der Bänke |
| Dativ | der Bank | den Bänken |
| Akkusativ | die Bank | die Bänke |
Im Plural verändert sich außerdem a zu ä. Markiert sind nur die Endungen; der Umlaut bleibt Bestandteil der unveränderten Wortschreibung.
| Fall | Singular | Plural |
|---|---|---|
| Nominativ | die Bank | die Banken |
| Genitiv | der Bank | der Banken |
| Dativ | der Bank | den Banken |
| Akkusativ | die Bank | die Banken |
Schreibweise und Worttrennung
Bank ist einsilbig und wird nicht weiter getrennt. Die Plurale lassen sich als Bän·ke und Ban·ken trennen. Der Umlaut in Bänke darf bei der Endungsmarkierung nicht verloren gehen.
Redewendungen und feste Verbindungen
Etwas auf die lange Bank schieben
Etwas aufschieben und seine Erledigung hinauszögern.
„Die notwendige Aussprache sollten wir nicht länger auf die lange Bank schieben.“
Die umgangssprachliche Wendung enthält häufig Kritik am Zögern. Eine tatsächliche Bank wird nicht benötigt.
Durch die Bank
Durchweg, ohne Ausnahme oder ohne Unterschied.
„Die Rückmeldungen waren durch die Bank freundlich.“
Die Wendung fasst alle betrachteten Rückmeldungen zusammen. Sie ist umgangssprachlich und sollte nur verwendet werden, wenn diese Verallgemeinerung wirklich gemeint ist.
Vor leeren Bänken
Vor wenig Publikum.
„Die Band spielte trotz des Regens nicht vor leeren Bänken.“
Die Wendung bezieht sich auf den Publikumszuspruch. Auch in einem Raum mit Stühlen statt Bänken ist sie verständlich.
Wortfamilie und verwandte Wörter
Zusammensetzungen helfen bei der Zuordnung: Parkbank und Werkbank gehören zu den Bänken; Geschäftsbank gehört zu den Banken. Beim Geldinstitut bezeichnet Geld den Gegenstand der Geschäfte. Der Plural einer Zusammensetzung folgt ihrer konkreten Bedeutung, nicht einer pauschalen Regel für jede Schreibung Bank.
