Berg
Form & Grammatik
Substantiv- Stichwort
- Berg
- Worttrennung
- Berg
- Artikel
- der Berg
- Geschlecht
- Maskulinum
- Genitiv
- des Bergs / des Berges
- Plural
- die Berge
Es heißt der Berg, im Plural die Berge. Der Genitiv Singular lautet des Bergs oder des Berges; der Dativ Plural heißt den Bergen. Das klein geschriebene Verb bergen hat andere Bedeutungen und ist keine Pluralform.
Die zusätzliche Dativform auf -e ist heute seltener; sie begegnet besonders in festen Wendungen und je nach Textstil.
Berg: Eine größere Erhebung des Geländes; übertragen eine auffällig große Menge, etwa von Dingen oder Aufgaben.
Erhebung im Gelände und Bild für eine große Menge
Ein Berg ist eine deutlich hervortretende Erhebung des Geländes. Er lässt sich beispielsweise durch seinen Hang, seinen Gipfel oder seine Lage beschreiben. Das Wort selbst enthält noch keine genaue Höhenangabe und sagt auch nicht, wie schwierig eine Besteigung wäre.
Im Plural können die Berge eine ganze Landschaft bezeichnen. „Wir verbringen die Ferien in den Bergen“ meint dann nicht nur einzelne Erhebungen, sondern eine von ihnen geprägte Gegend. Das Adjektiv bergig beschreibt eine entsprechende Geländeform.
Übertragen steht Berg für eine auffällig große Menge. Ein Berg Wäsche kann tatsächlich aufgestapelt sein; ein Berg unerledigter Aufgaben ist dagegen ein sprachliches Bild für die Menge oder die empfundene Belastung. Der Zusammenhang entscheidet, wie wörtlich der Ausdruck zu verstehen ist.
Synonyme: Welche Alternative passt?
| Alternative | Passender Zusammenhang | Unterschied |
|---|---|---|
| Erhebung | Form des Geländes | Weiter gefasst; auch eine kleine Bodenerhebung ist nicht unbedingt ein Berg. |
| Höhe | erhöhter Geländepunkt oder Höhenzug | Kann passen, ist aber mehrdeutig und bezeichnet auch eine gemessene Größe. |
| Gebirge | zusammenhängende Berglandschaft | Kein Ersatz für einen einzelnen Berg. |
| Stapel | aufgeschichtete Dinge | Passt etwa zu Papier oder Wäsche; die bildliche Übertreibung wird schwächer. |
Landschaft oder Übertreibung?
Eigener Beispielsatz: „Hinter dem Dorf erhebt sich ein bewaldeter Berg.“
Zum Vergleich: „Hinter dem Dorf erhebt sich eine bewaldete Erhebung.“
Der zweite eigene Satz klingt abstrakter und lässt die Größe stärker offen. „Ein bewaldeter Gipfel“ würde nur den oberen Teil hervorheben und nicht dieselbe Geländeform als Ganzes bezeichnen.
Eigener Beispielsatz: „Auf Nelas Schreibtisch liegt ein Berg ungelesener Briefe.“
Zum Vergleich: „Auf Nelas Schreibtisch liegt ein Stapel ungelesener Briefe.“
Beide Sätze können denselben Gegenstand beschreiben. Berg betont die auffällige Menge und möglicherweise Nelas Überforderung; Stapel berichtet nüchterner über die Anordnung.
Wendungen nicht wörtlich lesen
„Über alle Berge sein“ bedeutet umgangssprachlich, bereits weit fort oder entkommen zu sein. „Über den Berg sein“ bezeichnet das Überwinden einer schwierigen Phase. Solche Wendungen brauchen keine tatsächliche Berglandschaft. In einer Textanalyse ist zu erklären, welche Lage oder Bewertung durch das Bild verständlich wird.
Genus und Beugung
Es heißt der Berg, im Plural die Berge. Der Genitiv Singular lautet des Bergs oder des Berges; der Dativ Plural heißt den Bergen. Das klein geschriebene Verb bergen hat andere Bedeutungen und ist keine Pluralform.
Deklination von Berg
Es heißt der Berg, im Plural die Berge. Der Genitiv Singular lautet des Bergs oder des Berges; der Dativ Plural heißt den Bergen. Das klein geschriebene Verb bergen hat andere Bedeutungen und ist keine Pluralform. Die zusätzliche Dativform auf -e ist heute seltener; sie begegnet besonders in festen Wendungen und je nach Textstil.
| Fall | Singular | Plural |
|---|---|---|
| Nominativ | der Berg | die Berge |
| Genitiv | des Bergs / des Berges | der Berge |
| Dativ | dem Berg / dem Berge | den Bergen |
| Akkusativ | den Berg | die Berge |
Weitere Nomen stehen im Substantivwörterbuch.
